Delos, Städtisches Theater (Photo: R. Gogräfe, 1980)

Lage

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Maße

Dm cavea 64 m
Dm orchestra 21,16 m
Bühnengebäude 15,35 x 6,22 m

Inschriften

 

 

Beschreibung

Zwischen dem späten 4. Jh. und 246 v. Chr. wurde das Theater erbaut. Inschriftliche Erwähnungen belegen die Lieferung von Holz für eine Bühne zwischen den Jahren 300 und 274 v. Chr., nicht jedoch zwangsläufig den Bau einer hölzernen Bühne. In dieser Zeit gab es noch keine steinernen Sitzbänke, sondern nur in den Hang gearbeitete Stufen. Mehrfach ist in den Inschriften bereits um 300 v. Chr. von pinakes, also gemalten Bildern für die Bühne die Rede. Ab dem Jahre 274 sind Steinlieferungen bezeugt, und zwar von der Insel Tenos und solche vom Neokorion, einem anderen Bau der Insel Delos. Für das Jahr 250 ist die Anbringung einer Inschrift am Proskenion belegt, welches dann auch weitgehend fertiggestellt gewesen sein wird. Im Jahre 248 ist noch von zahlreichen Arbeiten an den Steinstufen die Rede, im Jahre 246 jedoch nicht mehr. Daraus wurde gefolgert, dass das Theater in jenem Jahre vollendet gewesen sein müsse. Die cavea mit ovalem Grundriß ist zum Teil in einen Hang hineingebaut und in 2 maeniana unterteilt, von denen die untersten beiden Sitzreihen sowie Ehrensitze der Prohedrie erhalten sind. Von den parodoi sind zwei 2,70 m breite Türen sichtbar. Das Bühnengebäude war eine rechteckige Halle, die von 7 x 11 Pfeilern getragen wurde. Fragmente eines dorischen Frieses mit Bukranien und Dreifüßen in den Metopen werden dem Proskenion zugeordnet. Zum Dekor des Bühnengebäudes gehörten symmetrisch gearbeitete Silene, die als Gebälkträger dienten. Die zum Zuschauerraum gewandten Interkolumnien besaßen Vorrichtungen für Pinakes, auf dieser Seite öffneten sich auch 3 Türen zur eigentlichen Bühne.
Zuschauer: 5.500

Literatur

S. Reinach, Antiquitès découvertes au théâtre de Délos, Bulletin de la Correspondence Hellénique 13, 1889, 369-378.

Th. Homolle, Le théâtre de Delos, Bulletin de la Correspondence Hellénique 18, 1894, 161-167 (Sitzungsbericht).

J. Chamonard, Le théâtre de Délos et la question du logeion, Bulletin de la Correspondence Hellénique 20, 1896, 251-313. 390-392. 563-580.

E. R. Fiechter, Die baugeschichtliche Entwicklung des griechischen Theaters (München 1914) 23. 29. 31. 33. 60. 70. 74.

R. Vallois, Nouvelles archives des missions scientifiques 22, 1921, 213-217.

A. von Gerkan, Das Theater von Priene (München 1921) 97-101.

R. Vallois, Revue des ètudes anciennes 28, 1926, 171-179.

Y. Bequignan – J. Replat, Les trace du théâtre de Délos, Bulletin de la correspondence hellénique 51, 1927, 401-422 Taf. 16-20.

H. Bulle, Untersuchungen an griechischen Theatern, Abhandlungen der bayerischen Akademie der Wissenschaften, philosoph.-philolog. und hist. Klasse 33 (München 1928) 174-192. 249.

P. E. Arias, Il teatro greco fuori di Atene (Florenz 1934) 120-125 Abb. 81-82.

O. A. W. Dilke, Details and Chronology of Greek Theatre Caveas, Annual of the British School at Athens 45, 1950, 56-59.

R. Vallois, L’architecture hellénique et hellénistique de Délos 1 (Paris 1944) 220-238 Abb. 39; Bd. 2 (Paris 1966-78) 45f. 397 f. A. Neppi Modona, Gli edifici teatrali greci e romani (Florenz 1961) 50 f. 

G. Forni, Enciclopedia dell’Arte Antica, Supplemento 1970 (Rom 1973) 776 s. v. Teatro.

Ph. Bruneau – J. Ducat, Guide de Délos (Paris 2. Auflage 1966) 157 f. Nr. 114.

J.-Ch. Moretti, Travaux de l’École Française en Gréce en 1987, Bulletin de la correspondence hellénique 112, 1988, 779f. Abb. 47-50.

ders., Travaux de l’École Française en Gréce en 1988, Bulletin de la correspondence hellénique 113, 1989, 746-752 Abb. 1-10.

ders., Travaux de l’École Française en Gréce en 1989, Bulletin de la correspondence hellénique 114, 1990, 90-905 Abb. 13-21.

P. Ciancio Rossetto – G. Pisani Sartorio (Hrsg.), Teatri greci e romani alle origini del linguaggio rappresentato, II (Rom 1994) 192-194 Abb.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos, 2. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 119, 1995, 699 Abb. 2-3.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 121, 1997, 783 f.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 122, 1998, 567-574.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 123, 1999, 497-500.

H. Windfeld-Hansen, Die Grundrißdispositionen der griechischen und römischen Theater bei Vitruvius und geometrische Konstruktionsregeln für antike und altchristliche Zentralbauten, Boreas 23/24, 2000/2001, 135.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 124, 2000, 522 f.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre et ses abords, Bulletin de la correspondence hellénique 125, 2001, 615-617.

J.-Ch. Moretti – Ph. Fraisse, Délos. Le théâtre, Bulletin de la correspondence hellénique 126, 2002, 537.

R. G. Chase, Ancient Hellenistic and Roman Amphitheatres, Stadiums, and Theatres – the way they look now (Portsmouth, New Hamphshire 2002) 604 Abb.

M.C. Sturgeon, Dedications of Roman Theatres, in: CARIS: Essays in Honor of Sara A. Immerwahr, Hesperia Supplement 33 (Athen 2004) 417.

E. Burmeister, Antike griechische und römische Theater (Darmstadt 2006) 70f. mit Abb. S. 64.

F. Sear, Roman Theatres. An Architectural Study. Oxford Monographs in Classical Archaeology (Oxford 2006) 394 Abb. 421.

J.-Ch. Moretti – P. Fraisse, Le théâtre. Exploration archéologique de Délos 42, 2 Bände (Paris 2007)

Ausstattung

Bildergalerie

Delos, griechisches Theater (Photo: Willems/Schnubel).
Delos, griechisches Theater (Photo: Werner Taube, 2015).
Delos, griechisches Theater (Photo: Werner Taube, 2015).
Delos, griechisches Theater (Photo: Werner Taube, 2015).

Darstellungen und Reflexe aus dem Theaterleben

Delos, Haus der Komödianten, Darstellung einer Szene aus der Komödie 'Perikeiromene' des Menander (Bild: EAD XXVII Taf. 23).
Haus der Komödianten, Fries mit Schauspielszenen:

Auf einem gemalten Wandfries des Hauses wurden mehrere Darstellungen von Theaterszenen wiedergegeben. Hierunter ist eine als die Komödie 'Öffnet internen Link im aktuellen FensterPerikeiromene' des Menander gedeutete, eine weitere stellt Antigone und Ödipus dar.

Lit.: Ph. Bruneau - J. Ducat, Guide de Délos (Paris 19662) Nr. 59 117.119 Taf. 17,1; G. Donnay - Ph. Bruneau - U. Meneses de Bezerra - Cl. Vatin - E. Levy - G. Siebert Gérard - V.R. Grace - M. Savvatianou-Petropoulakou - E. Lyding Will - A.K. Bovon, L'Ilôt de la maison des Comédiens, Exploration archéologique de Délos, 27 (Paris 1970); K. Gutzwiller - Ö. Celik, New Menander mosaics from Antioch, AJA 116, 2012, 584 Abb. 15. (Perikeiromene).

Veranstaltungen

Δηλία bzw. Απολλώνια - Delien bzw. Spiele zu Ehren Apollons

Hymn. Hom. Ap. (Homerischer Hymnos, Auf Apollon) 146-178 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text).

Lit.: A.M. Miller, From Delos to Delphi. A Literary Study of the Homeric Hymn to Apollo (1986); A.-E. Peponi, Choreia and Aesthetics in the Homeric Hymn to Apollo: The Performance of the Delian Maidens, ClAnt 28, 2009, 39-70; A. Bierl, Fest und Spiele in der griechischen Literatur, in: ThesCRA VII (Los Angeles 2011) 136-137.

Platon, Phaidon IV 58 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„ ...

Echekrates: ... und wir wunderten uns, dass das Todesurteil offenbar erst geraume Zeit nach Beendigung desselben vollzogen wurde. Wie erklärt sich das, Phaidon?

Phaidon: Ein Zufall, Echekrates, fügte es so. Es traf sich nämlich, dass am Tage vor dem Prozess das Heck des Schiffes, das die Athener nach Delos senden, mit Lorbeer bekränzt war.

Echekrates: Was hat es denn damit auf sich?

Phaidon: Das ist zufolge athenischer Überlieferung das Schiff, in dem Theseus einst die sieben Opferpaare nach Kreta brachte und glücklich mit ihnen wieder heimkehrte. Damals hatten die Athener für den Fall, dass die Opfer gerettet würden, dem Apollon gelobt, jedes Jahr eine Festgesandtschaft nach Delos zu schicken. In der ganzen Zeit nun von Beginn der Festgesandtschaft an muss dem Brauch zufolge die Stadt von Befleckung freibleiben und es darf keine Hinrichtung von Staats wegen erfolgen, ehe nicht das Schiff nach Delos gelangt und wieder heimgekehrt ist. Darüber aber vergeht manchmal viel Zeit, wenn zufällig widrige Winde das Schiff aufhalten. Als Anfang der Festgesandtschaft gilt der Zeitpunkt, an dem Priester des Apollon das Heck des Schiffs geschmückt hat. Das war aber, wie gesagt, gerade am Tag vor dem Prozess geschehen. Daher hatte denn Sokrates reichlich Zeit in dem Gefängnis zwischen dem Prozess und dem Tode.” (Übers. nach O. Apelt)

Xenophon, Memorabilia IV 8,2 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text).
Plutarch, Theseus 21, 1-2 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„(1) Von Kreta absegelnd nahm Theseus Kurs auf Delos, opferte dem Gott (d.i. Apollon) und weihte ihm das Bild der Aphrodite, welches er von Ariadne bekommen hatte. Dann tanzte er mit den Jünglingen den Reigentanz, den die Delier, wie es heißt, noch jetzt begehen und der in Nachahmung der Windungen und Irrgänge des Labyrinths sich mit allerlei Verschlingungen in einem gewissen Rhythmus vollzieht. (2) Diese Art des Tanzes wird, wie Dikaiarchos berichtet, von den Deliern Geranos (= Kranichtanz) genannt. Theseus tanzte ihn um den Altar Keraton, der aus lauter linken Hörnern zusammengefügt ist. Schließlich soll er in Delos ein Kampfspiel veranstaltet haben und zum ersten Male soll damals von ihm den Siegern ein Palmzweig überreicht worden sein.” (Übers. nach K. Ziegler)

Thukydides III 104 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„Im gleichen Winter (d.i. 426/425)  reinigten die Athener auch Delos, wohl irgendeinem Götterspruch zufolge. Zwar hatte sie schon früher einmal der Tyrann Öffnet externen Link in neuem FensterPeisistratos gereinigt, aber nicht ganz, nur soweit man vom Tempel aus über die Insel blicken konnte. Nun aber wurde sie ganz geheiligt, und zwar so: Die Gräber, die es von Toten noch auf der Insel gab, hoben sie alle aus und erließen für die Zukunft ein Gesetz, wonach man auf der Insel weder sterben noch gebären durfte, sondern nach Öffnet externen Link in neuem FensterRheneia übersetzen musste. Der Abstand zwischen Rheneia und Delos ist so gering, dass Öffnet externen Link in neuem FensterPolykrates, der Tyrann von Öffnet internen Link im aktuellen FensterSamos, der für eine Zeit mit seiner Flotte das Meer beherrschte, die Inseln ringsherum unterworfen und so auch Rheneia unterworfen hatte, es dem delischen Apollon weihte, indem er es mit einer Kette an Delos festband.
Auch das Vierjahresfest feierten die Athener jetzt nach der Reinigung zum ersten Mal. Es gab aber schon einmal in der Frühzeit auf Delos eine große Versammlung der Ionier und von den Nachbarinseln. Mit Weibern und Kindern kamen sie zu dem Festgepränge, wie jetzt die Jonier zu den Öffnet internen Link im aktuellen FensterEphesien, gymnische und musische Wettkämpfe wurden hier abgehalten, und die Städte ließen Chöre tanzen. Dass es so war, bezeugt am besten Homer in diesen Versen aus dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterApollonhymnus:
...

Dass es auch einen musischen Wettkampf gab und sie hingingen, um den Preis zu gewinnen, ergibt sich dann auch folgender Stelle desselben Gedichts: Wo er den delischen Frauenchor rühmt, schließt er das Lob mit diesen Versen ab, in denen auch auch seiner selbst gedenkt:
...
Soweit das Zeugnis Homers, dass auch in der Frühzeit eine große Versammlung und ein Fest auf Delos war. Später schickten die Inseln und Athen wohl Chöre mit den Opfern, aber die Wettkämpfe gingen fast ganz ein, vermutlich in den Stürmen der Zeiten, bis also jetzt die Athener die Spiele einrichteten und sogar ein Wagenrennen, das es vorher nicht gab.” (Übers. nach G.P. Landmann)

Aristoteles, Athenaion politeia 54,6-7 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„(6) Es werden auch 10 Opferbereiter erlost .... (7) Weitere 10 werden gewählt, die nach dem Jahr benannt werden. Sie bringen einige Opfer dar und besorgen die Vierjahresfeste: erstens die Festfahrt nach Delos (dort gibt es auch ein Sechsjahresfest), zweitens das brauronische Fest der taurischen Artemis, drittens das Heraklesfest und viertens das Fest der Demeter. Das fünfte ist das Öffnet internen Link im aktuellen FensterPanathenäenfest, und von diesen wird keines im gleichen Jahr abgehalten. Jetzt ist auch noch unter dem Archonten Kephisophon das Hephaistosfest hinzugekommen."

Aristoteles, Athenaion politeia 56,3 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„ ... Er (d.i. der Archont von Athen) stellt auch die Chorführer für die Fahrt nach Delos auf und die Anführer der heiligen Gesandtschaft für die Dreißigruderer, mit dem die Jünglinge hinfahren." (Übers. nach Peter Dams)

Suda θ 221 (Öffnet externen Link in neuem FensterSuda-online).
Plutarch, Nikias 3,4-6 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„Auch was er auf Delos tat wird als glänzende, der Gottheit würdige Leistung seines Ehrgeizes berichtet. Während die Chöre, die die Städte entsenden, um dem Gott Hymnen zu singen, sonst anlegten, wie es eben gerade kam und sogleich von dem Zum Schiff strömenden Volk aufgefordert wurden, ihre Gesänge anzustimmen, so dass sie denn in der Hektik ohne jede feste Ordnung alle zugleich ausstiegen, sich bekränzten und umkleideten, stieg Öffnet externen Link in neuem FensterNikias als Führer der Festgesandtschaft mit dem Chor, den Opfertieren und dem sonstigen Zubehör auf Rheneia aus. Er hatte ein in Athen genau nach Maß angefertigtes, mit Vergoldungen, Bemalungen, Kränzen und Teppichen prächtig geschmücktes Floß mitgebracht, ließ es mit ihm während der Macht den schmalen Sund zwischen Rheneia und Delos überbrücken und führte dann am Morgen des Festzug für den Gott und den herrlich geschmückten Chor singend über die Brücke nach Delos. Nach dem Opfer, dem Wettgesang und dem Festmahl stellte er den bronzenen Palmbaum als Weihgabe für den Gott auf und kaufte und stiftete ein Grundstück für 10.000 Drachmen, aus dessen Erträgen die Delier regelmäßig Opfermahle bereiteten und dabei viel Glück für Nikias von den Göttern erflehen sollten. Denn auch dies ließ er auf der Inschriftentafel verzeichnen, die er gewissermaßen als Hüterin seiner Stiftung auf Delos zurückließ. Jener Palmbaum wurde aber von den Stürmen losgerissen, stürzte auf den Öffnet externen Link in neuem FensterKoloss der Naxier und zerschmetterte ihn.”

Zu Nikias als erfolgreichem Choregen in Athen siehe Öffnet internen Link im aktuellen FensterPlut., Nikias 3,2-3.

Athenaios X (424E-F) (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„Auch der Dichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides war als Knabe Mundschenk. Jedenfalls sagt Öffnet externen Link in neuem FensterTheophrastos in der Abhandlung 'Von der Trunkenheit': Wie ich höre, hat auch der Dichter Euripides in Athen den sogenannten Tänzern den Wein eingeschenkt.' Dies waren Mitglieder der ersten Familien Athens, die um den Tempel des Apollon von Delos tanzen mussten und sie trugen Gewänder im Stil von Thera. Dies ist der Apollon, zu dessen Ehren man das Thargelienfest feiert, und in Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhlya ist im Tempel des lorbeertragenden Apollon noch ein Gemälde erhalten, das dieses Geschehen darstellt. Dasselbe berichtet auch Öffnet externen Link in neuem FensterHieronymos von Rhodos, der Schüler des Aristoteles, ebenfalls in einer Schrift 'Von der Trunkenheit'.” (Übers. nach K. und U. Treu)

Lukian, de salt. 16 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text).
Pausanias I 31,2 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text).
Pausanias VIII 48,3 (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriech. Text):

„ ... Die meisten Wettkämpfe haben aber einen Palmkranz; in die Rechte wird dem Sieger auch überall ein Palmzweig gegeben. Das wurde aus folgendem Grunde üblich: Als Theseus aus Kreta zurückkehrte, soll er in Delos dem Apollon einen Wettkampf veranstaltet und die Sieger mit der Palme bekränzt haben. Die Palme in Delos erwähnt auch Homer (Od. VI 162-163) bei dem Bittgesuch des Odysseus an die Tochter des Alkinus.” (Übers. nach E. Meyer)

Zu den Festgesandtschaften aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterMessene:

Pausanias IV 4,1.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPausanias IV 33,2.

Zu den Festgesandtschaften von den Kykladen:

Strabo X 5,2 (485):

„Berühmt aber machten sie auch die umliegenden Inseln, Kykladen genannt, welche ihr zu Ehren auf Staatskosten Opfergesandte, Opfergeschenke und Chöre von Jungfrauen  dorthin sendeten und auf ihr große Feste feierten.”

IG XII 2, 105; 284 v.Chr. (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

1 ἐπὶ Ἀριστοκρίτου ἄρχοντος ὑγίεια καὶ  

εὐετηρία ἐγένετο·  

οἵδε ἐχορήγησαν εἰς Ἀπολλώνια·  

Στησίλεως Διοδό[τ]ου, Θεόφραστος Θεογνώτου,

Unter dem Archon Aristokritos: Es gab Gesundheit und ein gutes Jahr. Diese führten die Choregie bei den Spielen zu Ehren Apollons:
Stesileos, Sohn des Diodotos, Theophrastos, Sohn des Theognotos,

5  Ἀνάσχετος Ἑρμίου, Ἄλεξις Φίλωνος·

εἰς Διονύσια παίδων· Ἀντιφάνης Ἐλπίνου,   Θεωρύλος Διακτορίδου, Ἀπατούριος Λάμπωνος,  Ἀνδρόλας Σάττου· κωμωιδῶν· Ἐπιγένης Ἀριστοξένου,  

Φανόδικος Θεαίου,               ἐγ μετοίκων Κόνων,

Anaschetos, Sohn des Hermios, Alexis, Sohn des Philon. Den Knabenchor bei den Dionysien führten: Antiphanes, Sohn des Elpinos,
Theorylos, S.d. Diaktorides, Apatourios, Sohn des Lampon,
Androlas, S. d. Sattos. Von den Komödienschauspielern: Epigenes, Sohn des Aristoxenos,
Phanodikos, Sohn des Theaios. Von den Metöken Konon,

10   Χαρικλείδης Ἀγαθάρχου, Χαρικλείδης Ἀριστάκου,   ἐγ μετοίκων Πόρος· τραγωιδῶν·   Καλλίας Ἀντιπάτ[ρου], Θεοφάνης Θεοφάνους,  

ἐγ μετοίκων Μ̣ε̣․․․σ̣ιος,  

Εὔθυμος Ἐρασίππου, [Δ]εινοκράτης Λεωφάντου,

Charikleides, Sohn des Agatharchos, Charikleides, Sohn des Aristakos, von den Metöken Poros. Von den Tragödienschauspielern
Kallias, Sohn des Antipatros, Theophanes, Sohn des Theophanes,
von den Metöken Me...sios, Euthymos, Sohn des Herasippos, Deinokrates, Sohn des Leophantos,

15   ἐγ μετοίκων Ἀρτεμίδωρος.
οἵδε ἐπεδείξαντο τῶι θεῶι ἐπὶ Ἀριστοκρίτου ἄρχοντος·
τραγωιδοί· Θεόδωρος Μεγαρεύς,  
Φιλοκλείδης Χαλκιδεύς·  
κωμωιδοί· Τελέστης Ἀθηναῖος,

von den Metöken Artemidoros.
Diese übergaben dem Gott unter dem Archonten Aristokratos:
Tragödienschauspieler: Theodoros aus Megara, Philokleides aus Chalkis.
Komödienschauspieler: Telestes aus Athen,

20   Σαννίων δίς,          Δεξίλαος,  
Διόδωρος Ἀθηναῖος, Διόδωρος Σινωπεύς·  
αὐληταί· Καφισίας Θηβαῖος·  
κιθαρωιδοί· Μέμνων Ἀθηναῖος,   Ξενοκράτης Ἀμβρακιώτης, Φιλόδαμος·

Sannion zwei mal,     Dexilaos,
Diodoros aus Athen, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiodoros aus Sinope.
Flötenspieler: Kaphisias aus Theben.
Kitharasänger: Memnon aus Athen, Xenokrates aus Ambrakia, Philodamos.  

25   [ψ]άλτης· Διομήδης Μηθυμναῖος·   κιθαριστής· Ἐπικράτης Ἀργεῖος Τελλ̣ηνοκράτης·   ῥαψωιδοί· Ἀρχέλας Θετταλός,  
Γλαῦκος Ἀθηναῖος

Harfenspieler: Diomedes aus Methymna.
Kitharaspieler: Epikrates aus Argos, Tellenokrates. Öffnet internen Link im aktuellen FensterRhapsoden: Archelas aus Thessalien,
Glaukos aus Athen.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Hauvette-Besnault, Fouilles de Délos, BCH 7, 1883, 104-105.

IG XII,2, 113; 263 v.Chr. (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI): 

1 [ἐπὶ Ἀρχεδάμα ἄρχοντος, ὑγίεια καὶ]
[εὐετηρία ἐγέ]νε[το· καὶ οἵδε ἐχορήγησαν]
[εἰς Ἀπολλώνι]α -------- 
․․․․․ Δημοσῶν Φί[λωνος? ----]κλέους,

Unter dem Archon Archedamas, Gesundheit und
ein gutes Jahr gab es und diese waren Chorführer
bei den Spielen zu Ehren Apollons --------
.... Demoson, Sohn des Philon ---- Sohn des ...kleos,

5 ․․․․․Σ․․․ΟΥ·        [εἰς Διον]ύσια παίδων· [Σωσίστρατος?] Ἀμφίου, [Τελέσ?]ανδρος Παρμενίω[νος ---- Κ]λεοδίκου Ἀπατούριος Ἀπατουρί[ου]·      [κωμωιδῶν· Λυ?]σῆς Δημο[λύτου, Πάχ]η̣ς Ἀναξιθέμιδος,

... den Chor der Knaben bei den Dionysien:
Sosistratos, Sohn des Amphios, Telesander,
Sohn des Parmenion ---- Sohn des Kleodikos, Apaturios,
Sohn des Apaturios      der Komödienschauspieler: Lyses,
Sohn des Demolytos, Paches, Sohn des Anaxithemes,

10 Νικοκλῆς [Ν]αυσίου, Σωσία[ς ․․․․․․․]ου,  vac. ἐγ μετοίκων Ἀρτεμίδω[ρος Ἀπολλ]ωνίου, Διονύσιος· τραγωιδῶν· Δεινομένης [Λεωφ]άντου, Μνησικλῆς Μνησικλέους, Τιμησίδημος Λυσιδ[ή]μου, Οἰνεὺς Θέρσιδος, ἐγ μετοίκων Ἀπολλόδωρος παντοπώλης, Κο̣λλῆς.

Nikokles, Sohn des Nausios, Sosias, Sohn des ... Von
den Metöken: Artemidoros, Sohn d. Apollonios, Dionysios.
Von den Tragödienschauspielern: Deinomenes, S.d. Leophantos, Mnesikles, S.d. Mnesikles, Timesidemos, S.d. Lysidemos, Oineus, S.d. Thersides, von den Metöken: Apollodoros, der Trödler,
Sohn des Kolles.

15 καὶ τάδε ἀργυρώματα παρέδωκα Ἐλπίνει τῶι ἄρχοντι· κανοῦν, θυμιατήριον, κάδον, ψυκτῆρα, δῖνον, οἰνοχόας δύο, λιβανωτίδα, κυάθους δύο, ἀρυσᾶν, ἀποθηρευτήν, φιάλην, ῥοδιακὰς δύο, ἄλλας ῥοδιακὰς πέντε, τηιουργῆ δύ[ο], χιουργές, πλατείας πέντε, σκύπφον, μ[άν]ας δύο,

Und diese Silbergegenstände sind dem Archon Elpines
übergeben worden: Schüsseln, ein Öffnet externen Link in neuem FensterThymiaterion, ein Krug,
ein Öffnet externen Link in neuem FensterPsykter, ein Öffnet externen Link in neuem FensterDinos, 2 Öffnet externen Link in neuem FensterOinochoen, Räuchergefäße, 2 Becher, Schöpfkelle, ein Jagdbecher, Öffnet externen Link in neuem FensterPhiale, 2 rhodische Gefäße, 5 weitere rhodische Gefäße, 2 teische Gefäße, 2 chiische Gefäße, 5 Tabletts, einen Öffnet externen Link in neuem FensterSkyphos, 2 Becher

20 καπηλικὰς δύο, χυτρίδα.              οἵδε ἐπεδείξαντο τῶι θεῶι· αὐλητής· Ἀντιγενείδας· κιθαρωιδοί· Μεγιστοκλῆς, Ἀνδρέα̣ς Τεγεάτης· κιθαριστής· Ἀντιφάνης· κωμωιδοί· Ἐργόφιλος, Φανύλος, Παρίων, Ἐρί̣τιμος,

2 Trinkgefäße, Öffnet externen Link in neuem FensterChytra.       Diese haben
dem Gott dargebracht: der Flötenspieler Antigenides, 
die Kitharasänger Megistokles, Andreas aus Tegea,
der Kitharaspieler Antiphanes, die Komödienschauspieler
Ergophilos, Phanylos, Parion, Eritimos

25 Φιλωνίδης, {Ι} Νικόλοχος Ἀρκάς· κωμωιδοποιός· Νικόμαχος Ἀθηναῖος· τραγωιδός· Θεόδωρος· θαυματοποιός· Κλεοπάτρα.

Philonides, Nikolochos aus Arkadien. Der Komödiendichter
Öffnet internen Link im aktuellen FensterNikomachos aus Athen, der Tragödienschauspieler Theodoros, die Gauklerin Kleopatra.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Hauvette-Besnault, Fouilles de Délos, BCH 7, 1883, 112-113 Nr. 7.

IG XI 2, 115 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

IG XI 4, 638 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

Διονύσια, Dionysien, Spiele zu Ehren des Dionysos