Testimonia

Öffnet externen Link in neuem FensterCassius Dio LXXIX 8,4.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiogenes Laertios II 18.
Hieronymus, adv. Jovinianum I 48:

totae Euripidis tragoidiae in mulieres maledicta sunt.

Macrobius, sat. I 17,10; I 17,46; I 17,59; I 18,4; I 18,6; I 23,8; V 18,16-17; V 18,21; V 19,3-4; V 21,13; V 22,7-8; VII 2,9; VII 5,8-9; VII 15,22-23.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPausanias I 2,3.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterQuintilian, Inst. or. X 1,67.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterVelleius Paterculus I 16,3.
Vita Euripidis.

Lit. und Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I (Berlin 1855) XVII-XX; M.R. Lefkowitz, The Euripides Vita, Greek, Roman and Byzantine Studies, 20, 1979, 187-200 (Öffnet externen Link in neuem Fensterpao); ders., The lives of the Greek poets (Baltimore - London 1981).

Ausgaben

siehe auch unter den einzelnen Werken

Literatur

Öffnet externen Link in neuem FensterRE VI (Stuttgart 1909) 1242-1281 s.v. Euripides Nr. 4 (Dieterich); G. Murray, Euripides und seine Zeit (Darmstadt 1957); E.-R. Schwinge (Hrsg.), Euripides, Wege der Forschung, 89 (Darmstadt 1968); S. Melchinger, Euripides (München 1976); G. Fick - M. Cropp, Resolutions and chronology in Euripides. The fragmentary tragedies, BICS Suppl. 43 (London 1985); W. Kurtz, Die bildliche Ausdrucksweise in den Tragödien des Euripides, Heuremata, 8 (Amsterdam 1985); S. Melchinger, Das Theater der Tragödie: Aischylos, Sophokles, Euripides auf der Bühne ihrer Zeit (München 1990); J. Diggle, Euripidea. Collected essays (Oxford 1994); P.E. Easterling, Euripides outside Athens: a speculative note, Illinois Classical Studies 19, 1994, 73-80; D. Kovacs, Euripidea, Mnemosyne suppl., 132 (Leiden 1994); U.Neumann, Gegenwart und mythische Vergangenheit bei Euripides, Hermes 69 (Stuttgart 1995); 

W. Allan, Euripides in Megale Hellas: Some Aspects of the Early Reception of Tragedy, Greece & Rome 48, 2001, 67-86. (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); R. Mitchell-Boyask (Hg.), Approaches to teaching the dramas of Euripides (New York 2002); K. Matthiessen, Euripides und sein Jahrhundert, Zetemata, 119, (München 2004); K. Matthiessen, Die Tragödien des Euripides, Zetemata, 114 (München 2002); K. Matthiessen, Euripides und sein Jahrhundert, Zetemata, 119 (München 2004); M. Hose, Euripides, Der Dichter der Leidenschaften (München 2008); B. Esch, Realität und Mythos im Werk des Euripides, Osnabrücker Forschungen zu Altertum und Antike-Rezeption, 21 (Rahden 2013).

Darstellungen

Sitzstatue des Euripides, Paris, Louvre MA 343 (Photo: Marie Lan Nguyen, wikimedia).
Porträtstatue; FO: Rom, Esquilin; AO: Paris, Louvre Inv. MA 343 (Öffnet externen Link in neuem FensterArachne):

Inschrift: IG XIV 1152; IGUR 1508 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI)

λκηστις / ρχλαος / Αγες / Αολος / λπη / ντιγνη / λκμαων / νδρομδα / λξανδρος / Αγη / νδρομχη / ντιγνη / Ατλυκος / Βκχαι / Βελλεροϕντης

Βοσειρις / Δκτυς / Δανη / Εϕιγνεια / λνη / Ενώ / Ἑκβη / ρεχϑες / Ερυσϑες / Ἐπειός / Ἡρακλ[ῆς]

 

Κρτες / Κρσσαι / Κρεσϕντης / Κκλωψ / Λικμνιος / Μελνιππος / Μδεια / Μελαγρος / Ονες / Οδπους / ρστης

Ερι[πδης].

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterJ.J. Winckelmann. Monumenti antichi inediti, II (Rom 1767) Öffnet externen Link in neuem Fenster224 Öffnet externen Link in neuem FensterTaf. 168; J.J. Bernoulli, Griechische Ikonographie mit Ausschluß Alexanders und der Diadochen I (Stuttgart - Berlin - Leipzig 1901) 152 Kat.Nr. 17; S. Reinach, Répertoire de la statuaire grecque et romaine I (Paris 1906) 148, 7; A. Héron de Villefosse, Catalogue sommaire des marbres antiques. Musée du Louvre (Paris 1918) 14 Kat.-Nr. 343; G.M.A. Richter, The Portraits of the Greeks, I (London 1965) 137 Abb. 760-761 Kat.-Nr. a; R.C. Häuber, Horti Romani. Die Horti Maecenatis und die Horti Lamiani auf dem Esquilin (Köln 1991) 220 f. Kat.-Nr. 26; P. Zanker, Die Maske des Sokrates. Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst (München 1995) 58; R. Kannicht, Zum Corpus Euripideum, in: ΛΗΝΑΙΚΑ - Festschrift C.W. Müller (Stuttgart 1996) 21-31; J.J. Winckelmann, Geschichte der Kunst des Alterthums. Katalog der antiken Denkmäler, erste Auflage Dresden 1764 - zweite Auflage Wien 1776, in: A.H. Borbein - Th.W. Gaethgens -  J. Irmscher - M. Kunze (Hrsg.), Johann Jakob Winckelmann Schriften und Nachlass, 4,2 (Mainz 2006) 397 Kat.Nr. 923; J. Lang, Mit Wissen geschmückt? Zur bildlichen Rezeption griechischer Dichter und Denker in der römischen Lebenswelt, Monumenta artis romanae, XXXIX (Wiesbaden 2012) 182 Abb. 235 Kat.Nr. S Eur6 Taf. 34.

weblink:

Öffnet externen Link in neuem Fenstercommons.wikimedia.org/Seated_Euripides_Louvre_Ma343.jpg

 
Relief der Skene, des Euripides und des Dionysos, Istanbul, archäologisches Museum (Photo: G. del Orto, wikimedia).
Relief; FO: ?, aus der Sammlung Misthos in Izmir; AO: Istanbul, Museum 574 (1242) (Öffnet externen Link in neuem FensterArachne):

Inschriften:

Σκηνὴ Εὐρειπίδης Διόνυσος

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterS. Reinach, CRAI 1902, 319 f.; ders, Gazette-des-beaux-arts 1906, 330 Abb. 329; ders., Répertoire de reliefs, II (Paris 1912) 172,1; Arndt - Bruckmann Taf. 626; G. Mendel, Catalogue des sculptures grecques, romaines et byzantines, II (Istanbul 1912) 296-298 (Öffnet externen Link in neuem Fensterhistara); M. Bieber, Denkmäler Theater (Leipzig - Berlin 1920) 30 Abb. 109; G.S. Dontas, Εικόνες καθημένων πνευματικών ανθρώπων εις την αρχαίαν ελληνικήν τέχνην (Athen 1960) 15 ff. Taf. 2a; G.M.A. Richter, The Portraits of the Greeks, I  (London 1965) 137 Abb. 767; G.M.A. Richter, The portraits of the Greeks. Abridged and revised by R.R.R. Smith (Oxford 1984) 121 f. Abb. 83; K. Schefold, Die Bildnisse der antiken Dichter, Redner und Denker (Basel 1997) 342 f. Abb. 216; 531; Chr. Vorster, Griechische Porträts des 4. Jhs. v.Chr., in: P.C. Bol (Hrsg.), Die griechische Bildhauerkunst, II. Klassische Plastik (Mainz 2004) 422 f. Abb. 400; J. Lang, Mit Wissen geschmückt? Zur bildlichen Rezeption griechischer Dichter und Denker in der römischen Lebenswelt, Monumenta artis romanae, XXXIX (Wiesbaden 2012) 178 R Eur 1 Taf. 29 Abb. 223.

weblink:

Öffnet externen Link in neuem Fenstercommons.wikimedia.org/wiki/Istanbul-MuseoFoto_G._DallOrto_28-5-2006.jpg

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.pbase.com/dosseman/image/114374809

 

Porträtbüste; FO: Rom, bei den Thermen des Diocletian; AO: Neapel NM inv. 6135:

Der Kopf gehörte zu einer antiken Galerie, in der neben unbestimmten Porträtköpfen auch Aischylos figurierte, stark umstritten sind die Benennungen zweier weitere Köpfe als Seneca und Sophokles, andere sind ein Karneades, Lysias, Poseidonios, Sokrates und Zenon.

Lit.: T. Lorenz, Galerien von griechischen Philosophen und Dichterbildnissen bei den Römern (Mainz 1965) 9 Nr. III 13 Taf. III 4.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem FensterArachne (mit weiterer Literatur).

Kontorniat:

Lit.: A. Alföldi, Die Kontorniaten. Ein verkanntes Propagandamittel der stadtrömischen heidnischen Aristokraten in ihrem Kampfe gegen das christliche Kaisertum (Leipzig 1942) 88.

Werke

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Αἰγεύς, Aigeus

Das Stück ist nur in Fragmenten erhalten. Aigeus war König von Athen. In der Tragödie geht es um Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedea in der Zeit nach ihrem Kindermord in Korinth, als sie Asyl bei König Aigeus erhalten hatte und seine Frau geworden war. Theseus, der Sohn des Aigeus und der Aithra, kehrte nach langer Abwesenheit heim. Von seinem Vater wurde er anfangs nicht erkannt, anders jedoch Medea, die bald bemerkte, wer er war: nämlich der älteste Königssohn. Er war folglich Konkurrent um die Thronfolge für ihren eigenen Sohn Medos. Sie erzählt ihrem Gatten deshalb, dass der Fremde ihn seiner Herrschaft berauben wolle und rät ihm, Theseus beim Mahl zu vergiften. Aigeus erkennt seinen Sohn jedoch im letzten Augenblick an seinem Schwert, woraufhin Medea erneut verstoßen wurde und das Land verlassen mußte.

Eine gleichnamige Tragödie gab es von Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles, von Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilyllios eine Komödie des Titels. In der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime zählte das Ereignis um Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedeas Flucht mit ihrem Sohn Medos nach Persien zum Standardrepertoire, ebenso der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Aigeus'.

Lit.: F. Jouan - H. Van Looy, Euripide, VIII 1. Fragments. Aigeus – Autolykos (Paris 1998) 1–13; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 3-11. Zu Aigeus: RE I (Stuttgart 1893) 952-955 s.v. Aigeus Nr. 1 (Wernicke) (Öffnet externen Link in neuem FensterWikisource).

Darstellungen

Attisch-rotfigurige Schale des Kodros-Malers; AO: Bologna, PU 273:

Lit.: E. Pfuhl, Malerei und Zeichnung der Griechen, III (München 1923) Taf. 221,563; CVI Italia, Museo Civico di Bologna, IV (1957) Taf. 51-52; Öffnet externen Link in neuem FensterChr. Sourvinou-Inwood, The Cup Bologna Pu 273: a reading, Mètis. Anthropologie des mondes grecs anciens 5, 1990, 137-155; A. Avramidou, The Codrus Painter: iconography and reception of Athenian vases in the age of Pericles, Wisconsin studies in classics (2011). weblinks: Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus.

Αἰόλος, Aiolos

Quellen

Aristophanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterWolken 1369-1372:

„Strepsiades: .... Laß' mich lieber
Was hören von den Neueren, was geistreich Elegantes!
Da sprach er aus Euripides die Stelle, wo der Bruder -
Gott helf' uns - seiner Mutter Kind, die eigne Schwester schändet." (Übers. L. Seeger)

Aristophanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterFrösche 848-849 (in einem Wortgefecht zwischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos und Euripides):

„Aischylos zu Euripides: Du, der du Hurenmonodien schmiedest
Und in die Kunst die Blutschand' eingeführt!" (Übers. L. Seeger)

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 12-31.

Ἀλέξανδρος, Alexandros

Tragödie aus der Tetralogie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Troerinnen' und Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Palamedes' sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Sisyphos'. Das Stück wurde im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster415 v.Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAthen uraufgeführt.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 33-75.

Ἄλκηστις, Alkestis

Die 'Alkestis' des Euripides ist das vierte stück einer Tetralogie aus den 'Kreterinnen', dem 'Alkmaion in Psophis' und dem 'Telephos', welche den Städtische Dionysien in Athen im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster438 v.Chr. hinter Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles den zweiten Rang belegte.

Eine Tragödie mit dem Titel 'Alkestis' ist ebenfalls von Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhrynichos bekannt, als Komödie ist der Titel unter den Werken des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAntiphanes überliefert. Den Stoff des Mythos behandelten außerdem Phormis, Aristomenes und Theopomp unter dem Titel 'Admetos' wie möglicherweise auch Sophokles. Von den lateinischen Dichtern schrieben Öffnet internen Link im aktuellen FensterAccius und Öffnet internen Link im aktuellen FensterLaevius Stücke des Titels 'Alcestis'.

Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 225 ff.; Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 1-57; Euripides, IV. Ion, Hippolytus, Medea, Alcestis, with an English translation by A.S. Way (London - Cambridge 1964) 399-507; K. Steinmann (Hg.), Euripides: Alkestis, Griechisch/Deutsch, Reclams Universalbibliothek, 1337 (Stuttgart 2010).

weblinks:

griechischer Text (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus)

Lit.: J.R. Wilson, Twentieth century interpretations of Euripides' Alcestis (Englewood Cliffs 1968); J. Gregory, Euripides' Alcestis, Hermes 107, 1979, 259-270; D.J. Cronacher, Euripides Alcestis (Warminster 1988); P. Riemer, Die Alkestis des Euripides. Untersuchungen zur tragischen Form (Frankfurt a.M. 1989); Ch. Segal, Euripides and the poetics of sorrow. Art, gender, and commemoration in Alcestis, Hippolytus, and Hecuba (Durham - London 1993); 

Ἀλκμαίων, Alkmaion in Korinth

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 87-99.

Ἀλκμαίων, Alkmaion in Psophis

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 77-85.

Ἀλκμήνη, Alkmene

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 100-113.

Ἀλόπη, Alope

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 115-123.

Ἀνδρομάχη, Andromache

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 261 ff.; Euripides, II. Electra, Orestes, Iphigeneia in Taurica, Andromache, Cyclops, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1965) 411 ff.; Ph.Th. Stevens, Andromache (Oxford 1971); I.C. Storey, Domestic disharmony in Euripides' Andromache, Greece and Rome 36, 1989, 16-27; Th. Milanou-Lamboley, Droit d'asile et dépendance selon Euripide, in: Mélanges Pierre Lévêque V (Paris 190) 248; F. Amoroso, Una letteratura progressista dell'Andromaca di Euripide, in: A. Bierl - P. von Möllendorff (Hrsg.), Orchestra. Drama, Mythos, Bühne (Stuttgart - Leipzig 1994) 139-150.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Ἀνδρομέδα, Andromeda

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 124-155.

Ἀντιγόνη, Antigone

Lit.: J.H. Huddilston, An Archaeological Study of the Antigone of Euripides, American Journal of Archaeology III (2,3) 1899, 183–201; M. Cropp - G. Fick, Resolutions and Chronology in Euripides: The Fragmentary Tragedies, Institute of Classical Studies 1985, 74–76; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 156-169.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Ἀντιόπη, Antiope

Lit.: W.G. Rutherford - L. Campbell, Some Notes on the New Antiope Fragments, The Classical Review 5,3, 1891, 123-126; J. Kambitsis, L'Antiope d'Euripide (Athen 1972); Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 170-227; Z. Ritoók, Problems in Euripides’ Antiope, Acta Antiqua 48, 1/2, 2008.

Ἀρχέλαος, Archelaos

Noch im 2. Jh. v.Chr. oder später wurde das Stück von einem Öffnet internen Link im aktuellen Fensteranonymen Schauspieler bei den Heraia in Öffnet internen Link im aktuellen FensterArgos (?) und den Öffnet internen Link im aktuellen FensterNaia in Öffnet internen Link im aktuellen FensterDodona aufgeführt.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 229-257.

Αὔγη, Auge

Die Geschichte der Auge, der Mutter des Telephos, wurde ebenfalls in der Tragödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Aleaden' des Sophokles behandelt. Tragödien mit dem Titel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Telephos' gab es aus der Hand des Euripides, ferner von Agathon und Moschion. Auch ein Satyrspiel mit dem Titel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Telephos' wird Sophokles zugeschrieben. Komödien mit dem Titel 'Auge' sind von Öffnet internen Link im aktuellen FensterEubulos und Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilyllios überliefert.

Lit. und Ausgaben: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, Tragicorum Graecorum fragmenta (Leipzig 1889 2) 436-440 fr. 265-281; Tragicorum Graecorum fragmenta supplementum continens nova fragmenta Euripidea et Adespota apud scriptores veteres reperta adiecit Bruno Snell (Hildesheim 1964) 6 fr. 264a-265a; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 259-277.

Αὐτόλυκος, Autolykos

Nach Athenaios X 413C gab es zwei Stücke mit den Titel 'Autolykos'. Ein Satyrspiel dieses Titels ist bezeugt, welches als Autolykos A bezeichnet wird und in dem es um eine Version um den Mythos des Diebes Autolykos geht. Dem Drama Autolykos B wurden keine weiteren Nachrichten zugewiesen. Ein Komödie gleichen Namens  verfaßte Öffnet internen Link im aktuellen FensterEupolis, in dem es aber um einen gleichnamigen athenischen Athleten geht. Athenaios 413C erweckt jedoch den Eindruck, dass es in einem der beiden euripideischen Stücke ebenfalls um einen Athleten geht.

Athenaios 413C:

„Es ist einesfalls unverständlich, dass diese Männer starke Esser wurden. Denn alle Wettkämpfer werden in Verbindung mit dem Training angehalten, reichlich Nahrung zu sich zu nehmen. So schrieb Euripides in der ersten Fassung des 'Autolykos': .... "

Ausgaben und Literatur: R. Kannicht, De Euripidis 'Autolyco' vel 'Autolycis', Dioniso 61/2, 1991, 91-99; R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 403-412; I. Mangidis, Euripides' Satyrspiel Autolykos (Bern 2003); Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 278-287; D.M. Pritchard, Athletics in Satyric Drama, Greece and Rome, 59, 2012, 1-16 (Öffnet externen Link in neuem FensterAcademia.edu).

Mythos

Im Mythos des Autolykos (Hygin, fab. 201) geht es um den gerissenen Dieb, der wegen seiner Armut von seinem Vater Hermes, der auch der Gott der Diebe war, mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet wurde, um niemals erwischt zu werden. Allein in Sisyphos fand er seinen Meister, dem nicht verborgen geblieben war, dass seine eigene Rinderherde auf unerklärliche Weise immer kleiner, während diejenige seines Nachbarn Autolykos immer größer wurde. Mißtrauisch geworden kennzeichnete er seine Rinder unter deren Hufen und konnte so erstmals dem Autolykos einen Diebstahl nachweisen. Hiervon tief beeindruckt lud Autolykos seinen Nachbarn zum Mahl und dieser ließ die Gelegenheit nicht aus, auch gleich seine Tochter Antikleia, die spätere Gemahlin des Laertes, zu vergewaltigen. Mit denen Genen der beiden größten Diebe ausgestattet kam so Odysseus zur Welt.

Etwas variiert erzählt Tzetzes chil. 8, 435-438. 442-453 die Geschichte und fügt hieran die Bemerkung, dass Euripides dies alles in einem Satyrspiel aufgeschrieben habe: Dort wird die Begegnung mit Sisyphos nicht erwähnt, stattdessen wird einem Bestohlenen für dessen Pferd ein alter Esel und für dessen schöne Tochter ein hässlicher alter Silen oder Satyr zurückgegeben, ohne dass dieser etwas von dem Betrug bemerkte.

Hellenistischer Reliefkrug mit Darstellung des Sisyphos-Autolykos-Mythos; ehem. Berlin 3161a (Bild: Robert 1890).

Darstellungen

Reliefkrug des Dionysos; AO: Anthedon; AO: Berlin, inv. 3161a;  heute verschollen:

Die Figuren sind inschriftlich benannt. Dargestellt sind von links nach rechts eine Szene, in der Sisyphos die Tochter des Autolykos Antikleia auf deren Liege vergewaltigen will. In der nächsten Szene führt Sisyphos die ihm von Autolykos gestohlenen Rinder zurück und neben letzterem steht bereits Laertes, der künftige Mann des Antikleia. In der rechten Szene sieht man, wie Sisyphos die ihm gestohlenen Rinder bei Autolykos wiedererkennt und dieser wild gestikulierend protestiert. A. von Salis brachte die Darstellungen mit dem 413 v.Chr. aufgeführten 'Sisyphos' und alternativ mit dem 'Autolykos' in Verbindung. Das Fehlen von Satyrn spricht jedoch gegen die Darstellung eines Satyrspiels oder macht diese Hypothese wenigstens unbeweisbar. Es bliebe, die Reliefszenen als Reflex des Mythos generell zu sehen. Ob die Tür neben dem die Antikleia vergewaltigenden Sisyphos das Tor einer Bühne andeuten soll, kann ebenfalls nicht sicher gesagt werden.

Lit.: C. Robert, Homerische Becher, 50. Programm zum Winckelmannsfeste der archäologischen Gesellschaft Berlin (Berlin 1890) 90-96 Abb. f; A. von Salis, Sisyphos, in: Corolla L. Curtius (Stuttgart 1937) 161-167 Taf. 58-59; U. Hausmann, Hellenistische Reliefbecher aus attischen und böotischen Werkstätten (Stuttgart 1959) 56 Taf. 44,1-2; T.B.L. Webster, Hellenistic poetry and art (London 1964) 148; ders., Monuments illustrating tragedy and satyrplay, Bulletin of the Institute Classical Studies suppl. 20 (London 1967) 156; LIMC I (Zürich - München 1981) 829 Nr. 2 s.v. Antikleia (O. Touchefeu-Meynier); LIMC VII (Zürich - München 1994) 783 Nr. 32 s.v. Sisyphos (J.H. Oakley); R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 409 Taf. 25b.

Βάκχαι, Bacchen

Eine gleichnamige Tragödie ist bereits von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos überliefert; nach der Öffnet internen Link im aktuellen FensterHypothesis II aus der Hand des Öffnet externen Link in neuem FensterAristophanes von Byzanz behandelte Aischylos den gleichen Stoff in seiner Tragödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Pentheus'. Eine Tragödie des Titels Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Pentheus' stammt auch aus der Hand des Öffnet internen Link im aktuellen FensterThespis. Nicht sicher ist, ob eine Tragödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Bacchai' auch von Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles verfaßt wurde. Weitere griechische Tragödien unter diesem Namen sind von Öffnet internen Link im aktuellen FensterIophon, Öffnet internen Link im aktuellen FensterKleophon (?) und Öffnet internen Link im aktuellen FensterXenokles bekannt. Als Komödie stellten Öffnet internen Link im aktuellen FensterAntiphanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDioklesÖffnet internen Link im aktuellen FensterEpicharm und Öffnet internen Link im aktuellen FensterLysippos den Stoff dar. Die euripideische Tragödie war die dritte der Tetralogie aus der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Iphigenie in Aulis' und der nicht erhaltenen Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkmaion in Korinth', während der Titel des Satyspiels unbekannt ist. Öffnet externen Link in neuem FensterKaiser Nero trug bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterJuvenalia eine pantomimische Version der Öffnet internen Link im aktuellen FensterBacchen vor (Öffnet internen Link im aktuellen FensterCass. Dio LXII 20,1).

Hypothesis I Bacch. Eur.

Διόνυσον οἱ προσήκοντες οὐκ ἔφασαν εἶναι θεόν. ὁ δὲ αὐτοῖς τιμωρίαν ἐπέστησε τὴν πρέπουσαν. ἐμμανεῖς γὰρ ἐποίησε τὰς τῶν Θηβαίων γυναῖκας, ὧν αἱ τοῦ Κάδμου θυγατέρες ἀφηγούμεναι τοὺς θιάσους εἰσῆγον ἐπὶ τὸν Κιθαιρῶνα. Πενθεὺς δὲ ὁ τῆς Ἀγαυῆς παῖς παραλαβὼν τὴν βασιλείαν ἐδυσφόρει τοῖς γενομένοις, καί τινας μὲν τῶν Βακχῶν συλλαβὼν ἔδησεν, ἐπ’ αὐτὸν δὲ τὸν θεὸν ἀγγέλους ἀπέστειλεν. οἱ δὲ ἑκόντος αὐτοῦ κυριεύσαντες ἦγον πρὸς τὸν Πενθέα, κἀκεῖνος ἐκέλευσεν δήσαντας αὐτὸν ἔνδον φυλάττειν, οὐ λέγων μόνον ὅτι θεὸς οὐκ ἔστι Διόνυσος, ἀλλὰ καὶ πράττειν πάντα ὡς κατ’ ἀνθρώπου τολμῶν. ὁ δὲ σεισμὸν ποιήσας κατέστρεψε τὰ βασίλεια. ἀγαγὼν δὲ εἰς Κιθαιρῶνα ἔπεισε τὸν Πενθέα κατόπτην γενέσθαι τῶν γυναικῶν, λαμβάνοντα γυναικὸς ἐσθῆτα. αἱ δ’ αὐτὸν διέσπασαν τῆς μητρὸς Ἀγαυῆς καταρξαμένης. Κάδμος δὲ τὸ γεγονὸς καταισθόμενος τὰ διασπασθέντα μέλη συναγαγὼν τελευταῖον τὸ πρόσωπον ἐν ταῖς τῆς τεκούσης ἐφώρασεν χερσίν. Διόνυσος δὲ ἐπιφανεὶς τὰ μὲν πᾶσι παρήγγειλεν, ἑκάστῳ δὲ ἃ συμβήσεται διεσάφησεν, ἵνα μὴ ἔργοις ἢ λόγοις ὑπό τινος τῶν ἐκτὸς ὡς ἄνθρωπος καταφρονηθῇ.

„Über Dionysos sagten seine Verwandten, dass er kein Gott sei. Er aber erlegte ihnen die verdiente Strafe auf: Die Frauen der Thebaner versetzte er in Raserei, unter ihnen brachten die Töchter des Kadmos die Schwärme als ihre Führerinnen auf den Kithairon. Pentheus aber, der Sohn der Agaue, welcher die Königsherrschaft innehatte, war über die Geschehnisse unwillig und ließ einige der Bacchanten gefangen nehmen, und sandte außerdem Boten auch gegen den Gott selbst. Diese bemächtigten sich seiner ohne dass er sich wehrte und führten ihn dem Pentheus vor. Und jener befahl, ihn zu fesseln und drinnen zu bewachen, und er sagte nicht nur, dass Dionysos kein Gott sei, sondern wagte auch alles, als ob er ein Mensch sei. Der aber ließ die Erde beben und zerstörte den Königspalast. Er führte den Pentheus auf den Kithairon, nachdem er ihn überredet hatte, die Frauen auszuspähen und sich wie eine Frau zu kleiden. Die aber rissen ihn in Stücke, wobei seine Mutter Agaue den Anfang machte. Als Kadmos erkannte, was geschehen war, sammelte er die verstreuten Glieder und nahm schließlich das Antlitz in den Händen derjenigen war, die ihn geboren hatte. Dionysos erschien und gab allen Bescheid. Jedem teilte er mit, was geschehen werde, damit ihn kein Mensch weder durch Taten noch durch Worte herabsetzen könnte.”

Hypothesis II Bacch. Eur.

Διόνυσος ἀποθεωθεὶς, μὴ βουλομένου Πενθέως τὰ ὄργια αὐτοῦ ἀναλαμβάνειν, εἰς μανίαν ἀγαγὼν τὰς τῆς μητρὸς ἀδελφὰς, ἠνάγκασε Πενθέα διασπασθῆναι. ἡ μυθοποιία κεῖται παρ’ Αἰσχύλῳ ἐν Πενθεῖ.

„Der zum Gott gewordene Dionysos brachte, weil Pentheus seine orgiastischen Dienste nicht annehmen wollte, die Schwestern seiner Mutter zur Raserei und zwang sie, Pentheus auseinanderzureißen. Der Stoff liegt auch im Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Pentheus' des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos vor. ”

Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 181 ff.; Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck (Hrsg.), Euripidis Tragoediae, I (Leipzig 18713) 87-134; E. Bruhn (Hg.), Ausgewählte Tragödien des Euripides, I. Die Bakchen (Berlin 18913); B. Kock (Hg.), Euripides, Die Bacchen. Text und Erläuterung (Paderborn 1956); E.R. Dodds, Euripides, Bacchae. Introduction and commentary (Oxford 1960); Euripides, III. Bacchanals, Madness of Hercules, Children of Hercules, Phoenician Maidens, Suppliants, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1967) 1 ff.; E. Buschor (Hg.), Euripides: Orestes, Iphigenie in Aulis, Die Mänaden, Gesamtausgabe der griechischen Tragödien 7,3 (Zürich 1979); M. Debidour, Note sur deux vers d'Euripide Bacchantes, 1066-1067, Revue des Études Anciennes 87, 1985, 257-262; D. Ebner (Hg.), Euripides - Tragödien: Iphigenie in Aulis, Die Bacchen, Der Kyklop, Schriften und Quellen der Alten Welt, 30,6 (Berlin 19903); K. Steinmann (Hg.), Euripides: Die Bacchantinnen (Luzern 1991);  R. Schrott, Bakchen. Nach Euripides (München 1999); O. Werner (Hrsg.), Euripides. Die Bacchen. Tragödie, Übersetzung, Nachwort und Anmerkungen, Reclams Universalbibliothek, 940 (Stuttgart 2013).

Lit.: H. Diller, Die Bakchen und ihre Stellung im Spätwerk des Euripides, Abh. d. Mainzer Akademie der Wissenschsaften. Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse, 5 (Mainz 1955); H. Förs, Dionysos und die Stärke der Schwachen im Werk des Euripides (Tübingen 1964); H. Merklin, Gott und Mensch im Hippolytos und in den Bakchen des Euripides (Freiburg 1964); B. Gallistl, Teiresias in den Bakchen des Euripides (Zürich 1979); A. Dihle, Der Prolog der Bacchen und die antike Überlieferungsphase des Euripides-Textes (Heidelberg 1981); Ch. Segal, Female mourning and Dionysiac lament in Euripides' Bacchae, in: A. Bierl - P. von Möllendorff (Hrsg.), Orchestra. Drama, Mythos, Bühne (Stuttgart - Leipzig 1994) 12-18; D. Stuttard, Looking at Bacchae (Oxford 2015), darin: E. Hall, Perspectives on the Impact of Bacchae at its Original Performance (Öffnet externen Link in neuem Fensteracademia.edu); A.H. Sommerstein, Bacchae and Earlier Tragedy; I. Karamanou, Family Reunion or Household Disaster? Exploring Plot-Diversity in Euripides' Last Production; R. Wyles, Staging in Bacchae; Chr. Carey, Looking at the Bacchae in Bacchae; R. Seaford, Mysteries and Politics in Bacchae; J. Morwood, 'A Big Laugh': Horrid Laughter in Euripides' Bacchae; D. Kovacs, New Religion and Old in Euripides' Bacchae; A. Garvie, Paradoxes and Themes in Bacchae; H. Roisman, Euripides' Bacchae – a Revenge Play; S. Mills, The Grandsons of Cadmus; B. van Zyl Smit, Bacchae in the Modern World; Euripides' Bacchae, translated by David Stuttard.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Βελλεροϕόντης, Bellerophon

Eine weitere Tragödie des Titels stammt aus der Hand von Astydamas dem Jüngeren. Öffnet internen Link im aktuellen FensterEubulos verfaßte eine Komödie des Titels Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Bellerophon', in der Öffnet internen Link im aktuellen Fensterrömischen Pantomime zählte der Titel zum Repertoire. Die Mythen um Bellerophon wurden ferner in der 'Stheneboia' des Euripides und im 'Iobates' des Sophokles dargestellt.

Lit.: A. Caputi, Rendiconti dell'Academia dei Lincei 18, 1909, 509-526; P. Rau, Paratragodia. Untersuchungen zur komischen Form des Aristophanes (München 1967) 89-97; T.B.L. Webster, The tragedies of Euripides (London 1967) 109-111; J.A. White, Bellerophon in the 'Land of Nod': Some Notes on Iliad 6.153-211, AJPh 103, 1982, 119-127 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); T. Gantz, Early Greek Myth: a guide to literary and artistic sources (Baltimore 1993) 313-316; A. Brigazzi, Il Faetonte e il Bellerofonte di Euripide in un passo di Plutarco, Prometheus 16, 1990, 97-110; Chr. Riedweg, An 'atheistic' fragment from Euripides' Bellerophon (286N2), Illinois Classical Studies 15, 1990, 51 ff.; G.W. Dobrov, Figures of Play (Oxford 2001) 89-104; M. Curnis, Il Bellerefonte di Euripide (Turin 2003); D. Milo, Vichiana 6,2, 2004, 304-311; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 289-317.

Βούσιρις, Bousiris

Satyrspiel

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 413-419; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 318-321.

Δανάη, Danae

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 323-345.

Δίκτυς, Diktys

Teil der Tetralogie mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedeia und dem Philoktet sowie dem Satyrspiel 'Schnitter', welche bei den Städtischen Dionysien im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster431 v.Chr. aufgeführt wurde und hinter Euphorion und Sophokles nur dritter wurde.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 346-359.

Ἐπειός, Epeios

Vermutlich ein Satyrspiel.

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 420-421; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 361.

Ἐρεχϑεύς, Erechtheus

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 362-401.

Εὐρυσϑεύς, Eurystheus

Satyrspiel

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 422-430; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 403-411.

Ἑκάβη, Hekabe

Ausgaben und Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck (Hrsg.), Euripidis Tragoediae, I (Leipzig 18713) 135-180; Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 181-235; Euripides, I. Iphigeneia at Tauris, Rhesus, Hecuba, The daughters of Troy, Helen, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1966) 243 ff.; Ch. Segal, Violence and dramatic structure in Euripides' Hecuba, in: J. Redmond (Hrsg.), Violence in Drama, Themes in Drama, 13 (Cambridge 1991) 35-46; K. Steinmann, Euripides. Hekabe - Griechisch/Deutsch, Reclams Universalbibliothek, 18570 (Stuttgart 2009).

Ἑλένη, Helena

Die Tragödie wurde für die Öffnet internen Link im aktuellen FensterDionysien im Jahre 412 v.Chr. geschrieben und war zusammen mit der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Andromeda' Teil einer Trilogie.

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 277 ff.; Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck (Hrsg.), Euripidis Tragoediae, I (Leipzig 18713) 181-Öffnet externen Link in neuem Fenster238; W.J. Oates - E. O'Neill Jr., Euripides. The Complete Greek Drama, 2. Helen, translated by E. P. Coleridge (New York 1938); Euripides, Iphigeneia at Tauris, Rhesus, Hecuba, The daughters of Troy, Helen, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1966) 461 ff.; R. Kannicht, Euripides Helena (Heidelberg 1969); W. Allan, Euripides Helen (Cambridge 2008).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus (Text)

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Öffnet externen Link in neuem Fensterbacchicstage

Ἠλέκτρα, Elektra

Eine Tragödie gleichen Titels ist von Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles überliefert.

Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 369 ff.; Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck (Hrsg.), Euripidis Tragoediae, I (Leipzig 18713) 239-Öffnet externen Link in neuem Fenster284; Euripides, II. Electra, Orestes, Iphigeneia in Taurica, Andromache, Cyclops, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1965) 1 ff.; K. Steinmann, Euripides. Elektra. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort, Reclams Universalbibliothek, 18354 (Stuttgart 2005); H. Flashar, Euripides - Elektra (Frankfurt 2006); hierzu: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://bmcr.brynmawr.edu/2006/2006-10-01.html

Lit.: H. Steiger, Warum schrieb Euripides die Elektra?, Philogus 56, 1897, 561-600; U. von Wilamowitz-Moellendorff, Die beiden Elektren, Hermes 18, 1883, 214-263;  T. von Wilamowitz-Moelllendorff, Die dramatische Technik des Sophokles (Berlin 1917) 228-264; K. von Fritz, Die Orestessage bei den drei großen griechischen Tragikern, in: K. von Fritz (Hrsg.), Antike und moderne Tragödie (Berlin 1962) 113-159; A. Vögler, Vergleichende Studien zur sophokleischen und euripideischen Elektra (Heidelberg 1967); J. Dingel, Der 24. Gesang der Odyssee und die Elektra des Euripides, Rheinisches Museum 112, 1969, 103.109; G. Basta Donzelli, Studio sull' Elettra di Euripide (Catania 1978); J. Dalfen, Die Bearbeitung des Orest-Elektrastoffes in der griechischen Tragödie, in: Festschrift R. Muth, Innsbrucker Beiträge 22, 1983, 55-71; M. Llloyd, Realism and character in Euripides' Electra, Phoenix 40, 1986, 1-19.

Ἡρακλῆς (μαινόμενος), Herakles

Noch im 2. Jh. v.Chr. oder später wurde das Stück von einem Öffnet internen Link im aktuellen Fensteranonymen Schauspieler bei den Heraia in Argos (?) und den Soterien in Delphi aufgeführt. Eine Tragödie gleichen Titels stammt von Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeneca (Hercules furens).

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 327 ff.; U. von Wilamowitz-Moellendorff, Euripides, Herakles, I-II (Berlin 1895); Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 237-299; Euripides, III. Bacchanals, Madness of Hercules, Children of Hercules, Phoenician Maidens, Suppliants, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1967) 125 ff.

Testimonia

Öffnet internen Link im aktuellen FensterArnobius, adversus nationes VII 33,3.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Ἡρακλεῖδαι, Herakliden

Lit. und Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 245 ff.; J. A. Spranger, The Political Element in the Heracleidae of Euripides, The Classical Quarterly 19.3/4, July 1925, 117-128; Euripides, III. Bacchanals, Madness of Hercules, Children of Hercules, Phoenician Maidens, Suppliants, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1967) 249 ff.; W. Allan, Euripides in Megale Hellas: Some Aspects of the Early Reception of Tragedy, Greece & Rome 48, 2001, 67-86. (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR)

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Θηρισταὶ, Die Schnitter

Satyrspiel der Tetralogie aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiktysÖffnet internen Link im aktuellen FensterMedeia und Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhiloktet, welches Öffnet internen Link im aktuellen Fenster431 v.Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien hinter Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuphorion und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles nur den dritten Platz erreichte.

Lit. und Ausgaben: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 476; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 413.

Θησεύς, Theseus

Lit. und Ausgaben: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 415-427.

Θυέστης, Thyest

Lateinische Tragödien des Öffnet internen Link im aktuellen FensterTitels sind von Öffnet internen Link im aktuellen FensterGracchus und L. Varius Rufus bezeugt. Die Gestalt des Öffnet internen Link im aktuellen FensterThyest zählte zum Standardrepertoire der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, TGF (Leipzig 1889) 480-482; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 428-437.

Ἱκέτιδες, Hiketiden, Die Hilfeflehenden

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 1 ff.; D.J. Conacher, Religious and ethical attitudes in Euripides' Suppliants, Trans. of the Amer. Philological Ass. 87, 1956; J.W. Fitton, The Suppliant women and the Herakleidai of Euripides, Hermes 89, 1961, 438 ff.; Euripides, III. Bacchanals, Madness of Hercules, Children of Hercules, Phoenician Maidens, Suppliants, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1967) 493 ff.; R.B. Gamble, Euripides' Suppliant Women, Hermes 98, 1970; R. Rehm, Greek tragic theater (London - New York 1992) 123 ff.; A. Ercolani, Gewalt in der griechischen Tragödie , in: G. Fischer - S. Moraw (Hrsg.), Die andere Seite der Klassik. Gewalt im 5. und 4. Jh. v.Chr. Kulturwissenschaftliches Kolloquium Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 11.-13. Juli 2002 (Stuttgart 2005) 89-101; I.C. Storey, Euripides: Suppliant Women, Duckworth companions to Greek and Roman tragedy (London 2008)

Ἰνώ, Ino

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 438-459.

Ἰξίων,Öffnet internen Link im aktuellen FensterIxion

Von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos ist eine gleichnamige Tragödie, von Öffnet internen Link im aktuellen FensterEubulos eine Komödie des Titels bekannt. Ein Stück 'Ixion', dessen Autorenname nicht erhalten ist, wurde nach einer Öffnet internen Link im aktuellen FensterDidaskalieninschrift im Rahmen des Neuen Agons der Öffnet internen Link im aktuellen Fensterstädtischen Dionysien in Athen nach der Mitte des 3. Jhs. v.Chr. wiederaufgeführt.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 460-465.

Ἱππόλυτος στεφανοϕόρος, Der bekränzte Hippolytos

„Hypothesis des Hippolytos:

Theseus war ein Sohn der Aithras und des Poseidon und König der Athener. Er ehelichte Hippolyte, eine der Amazonen, und zeugte den Öffnet internen Link im aktuellen FensterHippolytos, der sich durch Schönheit und Besonnenheit auszeichnete. Als seine Gemahlin aus dem Leben geschieden war, nahm, Theseus eine Kreterin, Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhädra, des Kreterkönigs Minos und Öffnet externen Link in neuem FensterPasiphaes Tochter, zur Frau. Als er dann Pallas, eine seiner Versippten, erschlagen hatte, ging er mit seiner Frau in die Verbannung nach Troizen. Und das Schicksal wollte, dass Hippolytos ebendort von Pittheus erzogen wurde. Phädra hatte den Jüngling kaum erblickt, da befiel sie auch schon ein zehrendes Verlangen. Doch wird sie nicht zuchtlos, tut überhaupt nur, was der Zorn Aphrodites, die mit sich überein gekommen ist, Hippolytos um seiner Herzenskälte willen zugrunde zu richten und ihr darum die Leidenschaft anzuhängen, von ihr fordert. Sie verhehlt ihr Siechtum und gibt dem allgemeinen Drängen erst nach, als die Amme sie dahin bringt, ihr Schweigen zu brechen. Die sagt ihr nämlich ihren Beistand zu, teilt dann aber, ihrer Natur folgend, das Geheimnis dem Jüngling sofort mit. Phädra hat kaum gesehen, wie der sich gebärdet, da läßt sie's die Amme büßen und erdrosselt sich. In eben dem Augenblick erscheint Theseus, und wie er sich sputet, um die Erhängte aus der Schlinge zu befreien, entdeckt er einen Brief, in dem sie den Hippolytos eines schändlichen Angriffs auf ihrer Ehre bezichtigt.  Theseus glaubt dem Geschriebenen und gebietet dem Hippolytos zu fliehen. Und richtet ein Wunschgebet an Poseidon, und der Gott erhört ihn und läßt Hippolytos zugrunde gehen. Allein Artemis lenkt's dahin, dass Theseus alles Vorgefallene klar zu durchschauen vermag. Und sie schilt Phädra nicht und spendet ihm, dem Sohn und Gattin genommen wurden, Trost. Und dem Hippolytos sagt sie zu, dass es ihm an der gebührenden Ehre nicht fehlen werde.

...

Das Stück spielt in Troizen. Aufgeführt wurde es unter dem Archontat des Epameinon im vierten Jahre des 87. Olympiade. Den 1. Preis erhielt Euripides, den 2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterIophon, den 3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterIon. Dies ist der zweite 'Hippolytos'mit dem Beinamen 'Der Kranzbringer'. Er scheint das später abgefaßte Drama zu sein, denn alles Unziemliche und Rügenswerte ist hier zurechtgerückt worden. Es war die 1. Tragödie der Trilogie." (Übers. nach L. Wolde)

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 185-224; Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 117-179; Euripides, IV. Ion, Hippolytus, Medea, Alcestis, with an English translation by A.S. Way (London - Cambridge 1964) 157-277; D. Scourfield, Euripides, Hippolytos 136, Rheinisches Museum 155, 2012, 225 ff.; J.R. Green, Two Phaedras: Euripides and Aristophanes?, in: S.D. Olson (Hrsg.), Ancient Comedy and Reception. Essays in Honor of Jeffrey Henderson (Berlin – Boston 2013) 94-131 (Öffnet externen Link in neuem Fensteracademia.edu).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fenstergriechischer Text

Ἱππόλυτος καλυπτόμενος, Der verhüllte Hippolytos

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 466-489.

Ἰϕιγένεια ἡ ἐν Ταύροις, Iphigenie bei den Taurern

Die Vorgeschichte der Tragödie ist die vorgebliche Opferung der Iphigenie in Aulis durch ihren Vater Agamemnon und ihre wunderbare Entführung durch Artemis nach Tauros, wo sie fortan Priesterin der Artemis sein mußte. Dort begegnete sie ihrem von ihr für tot gehaltenen Bruder Orestes, der von Apollon dorthin geschickt wurde, um als Sühne für den Mord an seiner eigenen Mutter Klytemnestra das Kultbild der Artemis zu rauben.

Das Stück spielt am Altar der Artemis in Tauros, wo Iphigenie von einem Traum erzählt, den sie als Untergang ihres Hauses und Tod des Orestes versteht. Orestes und sein Freund Pylades treten auf, beschließen den Raub des Artemis-Kultbildes und treten wieder ab. Iphigenie beklagt nun zusammen mit dem Chor ihr trauriges Leben als Prieseterin der Artemis als schließlich ein Hirte ihr berichtet, dass er zwei Griechen gefangen habe, deren einer Pylades heiße. Iphigenie gibt ihm auf, beide zu bringen, um sie der Göttin opfern zu können. Bei ihrer Befragung beider erfährt sie nur, wer von beiden Pylades ist und dass die Kinder des Agamemnon noch leben. So soll Pylades mit einem Brief nach Argos geschickt werden, in dem Iphigenie mitteilt, dass auch sie noch lebe. Als Orestes gewahr wurde, dass die Priesterin seine Schwester ist, offenbarte er sich ihr. Alle drei beschließen zu fliehen und Iphigenie erklärte dem König Thoas von Tauros, dass das Kultbild und die beiden Griechen vor dem Opfer kultisch zu reinigen seien und er selbst den Tempelraum reinigen solle. So konnten alle drei fliehen und Athena gab der Iphigenie auf, Priesterin im Artemis-Heiligtum zu Brauron zu werden.

In der Öffnet internen Link im aktuellen Fensterrömischen Pantomime zählten die Abenteuer des Orestes bei den Taurern zum Repertoire.

Ausgaben und Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 87 ff.; Euripides. Iphigenie im Taurerlande, übertragen und erläutert von E. Buschor (München 1946); Euripides, II. Electra, Orestes, Iphigeneia in Taurica, Andromache, Cyclops, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1965) 279 ff.; Iphigenie bei den Taurern - Übersetzt und herausgegeben von Paul Dräger, Reclams-Universal-Bibliothek, 18911 (Stuttgart 2011); E. Hall, Adventures with Iphigenia in Tauris. A cultural history of Euripides' Black Sea tragedy (Oxford 2013) (Öffnet externen Link in neuem Fensteracademia.edu)

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia 

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Darstellungen:

Kampanischer rf. Glockenkrater, Paris Louvre K404: Vor dem Hintergrund einer griechischen Bühnenarchitektur sieht man Artemis, Orest und Pylades sowie Iphigenie; Mitte 4. Jh. v.Chr. (Bild: wikimedia).
Kampanischer rotfiguriger Glockenkrater; Paris, Louvre K404:

Szene mit Orest und Pylades vor dem Tempel der Artemis in Form einer griechischen Bühnenarchitektur; links steht vor einer Tür die Göttin Artemis, rechts Iphigenie. Obwohl die dargestellten Figuren keine Theaterkostüme tragen, sind sie doch augenscheinlich auf einer Bühne dargestellt. Daher ist hier vermutlich eher davon auszugehen, dass in diesem Bild die Barstellung des Mythos als Theaterstück und nicht allein als mythische Szene schlechthin zu sehen ist. In dieser Frage besteht allerdings keine Einigkeit.

Lit.: A.D. Trendall, The red-figured vases of Lucania, Campania and Sicily (Oxford 1967) 321,702; A.D. Trendall - T.B.L. Webster, Illustrations of Greek drama (London 1971) 3,31; J. Boardman, The History of Greek Vases (London 2001) 216 Abb. 230. Weblinks: Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia

Römische Wandmalerei:

Pompeji, Haus des Caecilius Iucundus
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPompeji, Casa del Citarista
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPompeji, Haus des Pinarius Cerialis
Ἰϕιγένεια ἡ ἐν Αὐλίδι, Iphigenie in Aulis

Die Tragödie war zusammen mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Bacchen' und dem nicht erhaltenen Stück Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkmaion in Korinth' Teil einer Tetralogie, deren Satyrspiel unbekannt ist.

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 131 ff.; Euripides, I. Iphigeneia at Tauris, Rhesus, Hecuba, The daughters of Troy, Helen, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1966) 1 ff.

Darstellungen

Mosaik:

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmpurias

Ἴων, Ion

Ion war Sohn der Kreusa, der Tochter des attischen Königs Erechtheus, und des Apollon. Aus Angst vor dem Zorn ihres Vater setzte Kreusa den kleinen Ion in einer Grotte an der Athener Akropolis aus, wo ihn Hermes jedoch fand und nach Delphi brachte: Dort wurde er Tempeldiener. Später war Kreusa mit Xuthos verheiratet: Beide wurden zum Königspaar Attikas. Wegen ihrer Kinderlosigkeit befragten sie das Orakel zu Delphi, das ihnen verkündete, dass der Erste, der dem König beim Verlassen des Tempels begegnet, sein Sohn sei. Dies war Ion.  Kreusa glaubte jedoch, dass dieser ein Bastard ihres Mannes sei und versuchte, das Kind umzubringen. Als sie dabei ertappt wurde, flüchtete sie an einen Altar, wo sich Mutter und Sohn nun mit Athenas Hilfe erkannten. Zum Schluß des Stückes eröffnet Athena Ions Zukunft: Als attischer König werde er Ahnherr aller Ionier, die sich über Europa und Asien ausbreiten werden.

Die Tragödie wurde zwischen den Jahren 414 und 412 in Athen uraufgeführt. In römischer Zeit tanzte sie der Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheokritus Pylades.

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 39 ff.; A.S. Owen (Hrsg.), Euripides. Ion (Oxford 1939); Euripides, IV. Ion, Hippolytus, Medea, Alcestis, with an English translation by A.S. Way (London - Cambridge 1964) 1-155; R. Rehm, Greek tragic theater (London - New York 1992) 133 ff.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia 

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Κάδμος, Kadmos

Von der euripideischen Tragödie ist nur ein Fragment erhalten. Der Öffnet internen Link im aktuellen FensterMythos des Gründers von Theben wurde später in der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime verarbeitet und gehörte zum Grundrepertoire dieser Theatergattung.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 491.

Κρεσϕόντης, Kresphontes

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 493-515.

Κρητές, Die Kreter

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 534-555.

Κρήσσαι, Die Kreterinnen

Erstes Stück der im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster438 v.Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Athen aufgeführten und zweitplatzierten Tetralogie des Euripides zusammen mit dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkmaion in Psophis', dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Telephos' und der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkestis'.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, TGF (Leipzig 1889) 501-504; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 516-527.

Κύκλωψ, Kyklops

Das einzige vollständig erhaltene Satyrspiel der Antike überhaupt.

Ausgaben und Literatur: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, II. Supplices, Ion, Iphigenia Taurica, Iphigenia Aulidensis, Bacchae, Cyclops, Heraclidae, Helena, Hercules furens, Electra (Berlin 1855) 223 ff.; Euripides, II. Electra, Orestes, Iphigeneia in Taurica, Andromache, Cyclops, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1965) 515 ff.; B. Andreae, Hellenistisch-römische Skulpturengruppen und tragische Katharsis, in: A. Bierl - P. von Möllendorff (Hrsg.), Orchestra. Drama, Mythos, Bühne (Stuttgart - Leipzig 1994); R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 431-441.

Λαμία, Lamia.

Satyrspiel (?)

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 475-476; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 557-559.

Λικύμνιος, Likymnios

Eine Tragödie gleichen Titels schrieb der attische Tragödiendichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterXenokles.

Ausschnitt der sog. Medea-Vase, München, Glyptothek 3296; unten Medea beim Kindermord, oben Kreon mit seiner sterbenden Tochter (Bild: Furtwängler - Reichhold).
Vasenbild Paris, Louvre K 300: Medea beim Kindermord (Bild: wikimedia).
Μήδεια, Medeia

Die Tragödie wurde im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster431 v. Chr. in Athen uraufgeführt. Angeblich war sie eine Umarbeitung eines älteren Stückes aus der Hand des Tragödiendichters Öffnet internen Link im aktuellen FensterNeophron, von dessen Werk nur Titel und Fragmente überliefert sind. Beim Agon der Tragödiendichter wurde Euripides mit der Medeia nur dritter, eine Mißachtung des Stückes, die in bemerkenswertem Kontrast zur Nachwirkung der Tragödie bis in die Neuzeit steht. Eine weitere Bearbeitung als Tragödie erfuhr der Stoff im Jahre 363 v.Chr. durch Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheodorides. Gleichnamige lateinische Tragödien stammen von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAccius, Öffnet internen Link im aktuellen FensterOvid und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeneca, als Komödie ist der Titel von Öffnet internen Link im aktuellen FensterEpicharm, Öffnet internen Link im aktuellen FensterRhinton und Deinolochos bekannt.

Das Stück des Euripides beinhaltet den Aufenthalt Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedeas in Korinth, nachdem sie Jason verlassen hatte und Glauke, die Tochter von König Kreon heiraten wollte. Aus Eifersucht schickte sie der Glauke als vorgebliches Hochzeitsgeschenk ein todbringendes Gewand und entschloss sich am Ende, ihre gemeinsamen Kinder Mermeros und Pheres zu töten. Der Rache Jasons entging sie, indem sie sich von einem Greifenwagen ihres Vaters Helios emporfahren ließ. Andere Begebenheiten der Medea sind bei Euripides in den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Peliaden' und im Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Aigeus' behandelt.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristoteles, de poet. 15 (1454b).

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiogenes Laertios II 134.

Lit.: P. Elmsley, Euripides, Medea, recensuit et illustravit (Leipzig 1822; ND Hildesheim 1967); A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 141 ff.; N. Wecklein, Euripides, Medea, in: Ausgewählte Tragödien des Euripides (Leipzig 18913); D.L. Page, Euripides, Medea (Oxford 1938); Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 59-115; G. Lange, Euripides - Medea, griechisch und deutsch (München 1953); Euripides, IV. Ion, Hippolytus, Medea, Alcestis, with an English translation by A.S. Way (London - Cambridge 1964) 279-397; W. Luppe, Ein neuer früher "Medeia"-Papyrus P. Berol. 21 257, Archiv für Papyrusforschung 41, 1995, 34-39; H. van Looy, Euripides, Medea (Stuttgart - Leipzig 1992); D.J. Mastronarde, Euripides, Medea (Cambridge 2002); K. Roeske, Euripides Medea: Neu übersetzt und eingeleitet (2014).

M.P. Cunningham, Medea απο μηχανης, Class. Phil. 49, 151-160 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); E. Simon, Die typen der Medeadarstellungen in der antiken Kunst, Gymnasium 61, 1954, 203-227; K. von Fritz, Die Entwicklung der Iason-Medeasage und die Medea des Euripides, in: K. von Fritz, Antike und moderne Tragödie (Berlin 1962) 344–370; N.E. Collinge, Medea ex machina, Class. Phil. 57, 1962, 170-172 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); W.H. Friedrich, Medeas Rache, in: E.-R. Schwinge (Hrsg.), Euripides, Wege der Forschung, 89 (Darmstadt 1968) 177-237; J.R. Dunkle, The Aegeus episode and the theme of Euripides' Medea, TAPA 100, 1969, 97-107 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); A.P. Burnett, Medea and the tragedy of revenge, Class. Phil. 68, 1973, 1-24 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); A. Dihle, Euripides Medea und ihre Schwestern im europäischen Drama, Antike und Abendland 22, 1976, 175-184; ders., Euripides' Medea, in: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 5 (Heidelberg 1977); P.E. Easterling, The infanticide in Euripides Medea, in: Greek tragedy, Yale Classical Studies, 25 (Cambridge 1977) 177-191; B.M.W. Knox, The Medea of Euripides, ebda. 193-225; H. Lloyd-Jones, Euripides Medea 1056-1080, Würzburger Jahrbücher für Altertumswissenschaft 6a, 1980, 51-59; H.P. Foley, The conception of women in ancient drama, in: H.P. Foley (Hrsg.), Reflections of women in antiquity (New York 1981) 127-167; B. Manuwald, Der Mord an den Kindern, Wiener Studien 19, 1983, 27-61; G.A. Rickert, Akrasia and Euripides’ Medea, Harvard Studies in Classical Philology 91, 1987, 91–117; H. Eisenberger, Interpretationen zu Euripides’ „Medea“, in: H. Eisenberger (Hrsg.), Hermeneumata (Heidelberg 1990) 173–209; I. Worthington, The Ending of Euripides’ ‘Medea’, Hermes 118, 1990, 502–505; R.E. Harder, Die Frauenrollen bei Euripides (Stuttgart 1993) 356–396; Ch. Segal, Euripides’ Medea: Vengeance, Reversal and Closure, in: Pallas, 45 (Médée et la violence) 1996, 15–44; J. J. Clauss - S.I. Johnston (Hrsg.), Medea. Essays on Medea in Myth, Literature, Philosophy, and Art (Princeton 1997); J.-W. Beck, Euripides' "Medea". dramatisches Vorbild oder misslungene Konzeption?, Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, philologisch-historische Klasse, Nr. 1 (1998); E. Hall - F. Macintosh - O. Taplin (Hrsg.), Medea in performance 1500-2000 (Oxford 2000); E.-R. Schwinge, Medea bei Euripides und Christa Wolf, Poetica 35, 2003, 275–305; F. McHardy, From Treacherous Wives to Murderous Mothers: Filicide in Tragic Fragments, in: F. McHardy u.a. (Hrsg.), Lost Dramas of Classical Athens (Exeter 2005) 138–141; K. Roeske, Die verratene Liebe der Medea. Text, Deutung, Rezeption der Medea des Euripides (Würzburg 2007).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

griechischer Text (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus)

Darstellungen

Apulischer Volutenkrater, sog. Medea-Vase; FO: Canosa; AO: München, Glyptothek 3296: 

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Furtwängler - K. Reichhold, Griechische Vasenmalerei, II (München 1909) Taf. 90; E. Pfuhl, Malerei und Zeichnung der Griechen, III (München 1923) Taf. 353 Abb. 795; E. Simon, Gymnasium 61, 1954, 212-215 Taf. VII 5; A.D. Trendall - A. Cambitoglu, The red-figured vases of Apulia, II (1982) 18,283 Taf. 195; K. Vierneisel (Hrsg.), Kunst der Schale - Kultur des Trinkens, ... aus Anlaß einer Ausstellung der attischen Kleinmeisterschalen des 6. Jahrhunderts v. Chr. in den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz in München (München 1990) 425 Abb. 76,2; R. Wünsche (Hrsg.), Herakles-Hercules, Begleitbuch zur Ausstellung Glyptothek München (München 2003) 416 Kat.-Nr. 175; St. Schmidt, Gewalt an den Gräbern. Grausame Mythen auf Vasen aus Unteritalien und Sizilien, in: G. Fischer - S. Moraw (Hrsg.), Die andere Seite der Klassik. Gewalt im 5. und 4. Jh. v.Chr. Kulturwissenschaftliches Kolloquium Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 11.-13. Juli 2002 (Stuttgart 2005) 178 ff. Abb. 7; O. Taplin, Pots & Plays: interactions between tragedy and Greek vase-painting of the fourth century B.C (Los Angeles 2007) 255 ff.; R. Wünsche (Hrsg.), Starke Frauen, Begleitbuch zur Sonderausstellung 4. Juni 2008-2. August 2009, Staatliche Antikensammlungen München (München 2008) 285 ff. Abb. 19.15; 19.42; 378 Kat.-Nr. 18 (S. Lorenz).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem FensterFoto Marburg

Paris, Louvre K 300:

Lit.: Archäologische Zeitung 1867 Taf. 223; E. Simon, Gymnasium 61, 1954, 216 Taf. VIII 8.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia

Μελανίππη δεσμώτις, Die eingekerkerte Melanippe

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 567. 587-611.

Μελανίππη σοϕή, Die kluge Melanippe

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 567-585. 605-611.

Μελέαγρος, Meleager

Der Mythos von Meleager wurde bereits von Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhrynichos in den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Pleuronierinnen' berührt und ebenso in einer Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Meleager' betitelten Tragödie des Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles dargestellt. Von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAccius wurde der Stoff in eine lateinischen Tragödie übernommen und gehörte in der römischen Kaiserzeit zum Standardrepertoire der Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime.

Der Mythos des Meleager handelt von der Jagd auf den kalydonischen Eber und vom Streit um dessen Fell und Kopf, einer Geschichte, die in unterschiedlichen Versionen erzählt wurde. Das Charakteristische der Fassung bei Euripides ist die Einfügung der Episode um Atalante, die den Eber erlegte und welcher das Fell des Ebers zustand. Dies wollten die Brüder von Meleagers Mutter Althaia nicht akzeptieren, weil eine solche Trophäe keiner Frau zukomme. Im Zorn hierüber und aus Liebe zu Atalante tötete Meleager die Brüder der Althaia und diese warf daraufhin aus Rache an ihrem eigenen Sohn und aus Ablehnung der Atalante das Holzscheid wieder ins Feuer, an dessen Existenz das Leben Meleagers hing. 

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterNauck 525-531 fr. 515-539; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Aegeus-Meleager, Loeb Classical Library, 504 (Cambridge - London 2008) 613-631.

Οἰδίπους, Ödipus

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 2-27.

Οἰνεύς, Oineus

Die Tragödie ist nur in wenigen Fragmenten überliefert, ihr Aufführungsdatum muss vor dem Jahr 425 gelegen haben, dem Datum der 'Acharner' des Aristophanes. Ein Satyrdrama des gleichen Titels stammt von Sophokles, Komödien von Philokles und Chairemon.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 28-39.

Οἰνόμαος, Oinomaos

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 40-45

Ὀρέστης, Orestes

Die Tragödie wurde im Jahre 408 v.Chr. in Athen uraufgeführt. Noch im 2. Jh. v.Chr. oder später spielte in dem Stück ein Öffnet internen Link im aktuellen Fensteranonymer Schauspieler bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAthen.

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 39 ff.; Euripides, II. Electra, Orestes, Iphigeneia in Taurica, Andromache, Cyclops, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1965) 121 ff.; W. Biehl, Euripides, Orestes (Leipzig 1975); Ch.W. Willink, Euripides, Orestes (Oxford 1986); M.L. West, Euripides, Orestes (Warminster 1987).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus (griech. Text)

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Παλαμήδης, Palamedes

Tragödie aus der Tetralogie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Troerinnen' und Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alexandros' sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Sisyphos'. Das Stück wurde im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster415 v.Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAthen uraufgeführt. Tragödien gleichen Namens sind von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles bekannt. Eine Komödie des Titels ist von Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon überliefert. In der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime gehörte der Stoff zum Standardrepertoire.

Von der Tragödie des Euripides sind nur einige Fragmente erhalten, aus denen zusammen mit dem überlieferten Mythos ihr Inhalt grob umrissen werden kann. Sie spielt im Lager der Griechen vor Troja und steht damit vom zeitlichen Ablauf wie auch ihrer Aufführung innerhalb der tragischen Trilogie in deren Mitte. Palamedes galt als Erfinder der Schrift, der Zahlen, des Brettspiels und anderer Maßeinheiten. Durch seine Schlauheit hatte er den vorgetäuschten Wahnsinn des Odysseus durchschaut und ihn dadurch gezwungen, sich gegen seinen Willen doch am Kriegszug der Griechen gegen Troja zu beteiligen. Odysseus vergaß dies nie. Seine darauf folgende Rache an Palamedes ist der Gegenstand der Tragödie und gilt noch heute als Schulbeispiel eines Justizmordes: Zusammen mit den ebenfalls auf die Klugheit des Palamedes eifersüchtigen Agamemnon und Diomedes zwangen sie einen phrygischen Gefangenen, einen Brief in phrygischen Buchstaben zu schreiben, der vortäuschen sollte, dass der trojanische König Priamos den Palamedes mit Gold bestechen wollte, um die Griechen zu verraten. Dann ermordeten sie den Gefangenen und bestachen einen Diener des Palamedes, seinem Herren die in Aussicht gestellte Bestechungssumme unter das Bett zu legen. Odysseus brachte Palamedes folgerichtig wegen Verrats vor Gericht. Wirklich bitter-ironisch wird die Verhandlung als Palamedes ausruft, dass ein Schriftstück die Streitereien und Betrügereien der Menschen aus der Welt schaffen könnte. Und genau hierauf läßt Odysseus den gefälschten phrygischen Brief herbeiholen, beruft sich auf den Satz des Palamedes und überzeugt hiermit die Richter: Palamedes wird zum Tode verurteilt und gesteinigt. Schließlich benachritigt Palamedes' Bruder Oiax ihren gemeinsamen Vater Nauplios von der Intrige und das Stück endet mit der Prophezeiung, dass das Heer der Griechen für seine Frevel auf seiner Rückfahrt durch falsche Feuersignale am Kap Kaphereus auf Euböa und einen Sturm des Poseidon untergehen wird.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 46-59.

Πηλεύς, Peleus 

Die Tragödie ist nur in wenigen Fragmenten erhalten, ihr Aufführungsdatum nicht überliefert. Eine gleichnamige Tragödie gab es von Sophokles.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 72-77.

Πελιάδες, Peliaden

In der allein in wenigen Fragmenten erhaltenen Tragödie geht es um die Töchter des Pelias, des Königs von Jolkos, die sich von Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedea überreden lassen, ihren Vater in einem Zaubertrank zu kochen, damit der greise Herrscher wieder seine jugendliche Kraft erhalte. Zum Beweis ihrer Fähigkeit, demonstrierte Medea ihre Kunst an einem alten Widder. Tatsächlich wollte Medea jedoch Rache für ihren Ehemann Jason und dessen Vater Aison: Letzterer war von seinem Stiefbruder Pelias aus der Herrschaft gedrängt worden, Jasons wollte er sich entledigen, indem er ihn auf die unmöglich erscheinende Fahrt der Argonauten zum Raub des Goldenen Vlieses ausschickte. Der Plan von Medeas Rache war, Peleus mit einem fehlerhaft gemixten Zaubertrank nicht wieder zum Leben zu erwecken. Am Ende des Stückes stand möglicherweise der Auszug von Jason und Medea nach Korinth.

Die 'Peliaden' des Euripides wurden Öffnet internen Link im aktuellen Fenster455 v.Chr. an den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Athen aufgeführt, welches die anderen Stücke der Tetralogie waren, ist unbekannt. Inhaltlich wurde der Mythos möglicherweise in den 'Rhizotomoi' des Sophokles behandelt. Im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster341 v.Chr. trat der Tragiker Aphareus mit einer Trilogie aus 'Peliaden', Orestes und Auge bei dem Dionysien in Athen an. Eine lateinische Tragödie des Titels 'Peliades' stammt von Öffnet internen Link im aktuellen FensterGracchus.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus - Other Fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 60-71.

Πλεισϑένης, Pleisthenes

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, TGF (Leipzig 1889) 556-558; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 79-88.

Πολύδιος, Polydios

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, TGF (Leipzig 1889) 558-563; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 89-105.

Πρωτεσίλαος, Protesilaos

Protesilaos war der erste der griechischen Helden, der vor Troja an Land ging, wissend, dass er gemäß einer Prophezeiung dabei sterben würde.

Der Mythos Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Protesilaos' zählte zum Standardrepertoire der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Nauck, TGF (Leipzig 1889) 563-566; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 106-117.

Ῥῆσος, Rhesos

Lit.: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 337 ff.; Euripides, I. Iphigeneia at Tauris, Rhesus, Hecuba, The daughters of Troy, Helen, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1966) 153 ff.; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 118-120.

Σϑενέβοια, Stheneboia

Lit. und Ausgaben: F. Jouan - H. van Looy (Hrsg.), Euripide. Tragédies, VIII 3 fragments Sthénébée - Chrysippos (Paris 2002) 1-27.

Σίσυϕος, Sisyphos

Satyrspiel aus der Tetralogie mit den Tragödien Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Troerinnen', Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Palamedes' und Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alexandros'. Das Stück wurde im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster415 v.Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAthen uraufgeführt.

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 442-448; F. Jouan - H. van Looy (Hrsg.), Euripide. Tragédies, VIII 3 fragments Sthénébée - Chrysippos (Paris 2002) 29-38; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 142-147.

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Σκίρων, Skiron

Satyrspiel

Lit. und Ausgaben: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 449-456; F. Jouan - H. van Looy (Hrsg.), Euripide. Tragédies, VIII 3 fragments Sthénébée - Chrysippos (Paris 2002) 39-49.

Συλεύς, Syleus

Satyrspiel

Ausgaben und Literatur: R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 457-473.

Τήλεϕος, Telephos

Aristophanes, Acharner 446-478.

Lit. und Ausgaben: A. Nauck, Tragicorum Graecorum fragmenta (Leipzig 1889) 579-589 fr. 696-727.

Τεμενίδες, Temeniden

Lit. und Ausgaben: 

Τρῳάδες, Die Troerinnen

Die Tragödie 'Troerinnen' wurden im März Öffnet internen Link im aktuellen Fenster415 v. Chr. bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAthen uraufgeführt. Sie war zusammen mit dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alexandros' und dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Palamedes' sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Sisyphos' Teil einer Tetralogie. Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeneca verfasste eine lateinische Tragödie namens Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Troades' nach dem Vorbild des Euripides. Als römische Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime führte Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheokritos Pylades das Stück auf.

Gegenstand ist der Tag nach der Einnahme Trojas: Die gefangenen trojanischen Frauen werden als Sklavinnen im Würfelspiel an die griechischen Heerführer verteilt. Höhepunkt ist die Tötung des kleinen Astyanax, des Sohnes von Hektor und Andromache und des letzten möglichen Thronfolgers der Könige Trojas.

Lit. und Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 299 ff.; Euripides. Tragödien und Fragmente, I. Deutsch von L. Wolde (Wiesbaden 1949) 301-357; Euripides, I. Iphigeneia at Tauris, Rhesus, Hecuba, The daughters of Troy, Helen, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1966) 351 ff.; R. Scodel, The Trojan trilogy of Euripides (Göttingen 1980); Die Troerinnen: Griechisch /Deutsch, Reclams Universal-Bibliothek (Stuttgart 1986); W. Biehl, Euripides Troades (Heidelberg 1989).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Ὑψιπύλη, Hypsipyle

Der Mythos der Hypsipyle wurde als Tragödie bereits von Aischylos unter dem gleichen Titel Öffnet internen Link im aktuellen FensterHypsipyle behandelt, ihr Mythos möglicherweise auch in den Tragödien Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Lemnierinnen und Öffnet internen Link im aktuellen FensterNemea des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos. Gegenstand der euripideische Hypsipyle war das Wiedererkennen ihrer beiden Söhne Thoas und Euneos, die sie von Nemea mitnahmen und sie so vor der Rache des Lykurg und dessen Frau Eurydike schützten. Zu dieser Situation war es überhaupt gekommen, weil sie als Wärterin des kleinen Opheltes am Hof von König Lykurg in Nemea diente, wohin sie aus Lemnos verkauft worden war: Dort hatte sie den 'Sieben gegen Theben' geholfen, ein Quelle zu finden, dabei aber den Sohn des Lykurg unbeaufsichtigt gelassen, worauf dieser von einem Drachen getötet wurde. Der Seher Amphiaraos deutete seinen Tod als den Anfang vieler weiterer, die ihnen auf ihrem Zug gegen Theben noch begegnen sollte, und nannte ihn daher Arche-moros = Anfang des Todes.

Diese Begebenheiten gehörten unter den Titeln Öffnet internen Link im aktuellen FensterHypsipyle und Öffnet internen Link im aktuellen FensterArchemoros zum Standardrepertoire der römischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterPantomime.

Als Komödie wurden die früheren Vorkommnisse aus dem Leben der Hypsipyle auf Lemnos in den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLemnierinnen des Aristophanes verarbeitet, ferner und ebenfalls unter dem Titel Die Lemnierinnen von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAlexis, Öffnet internen Link im aktuellen FensterAntiphanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos und Öffnet internen Link im aktuellen FensterNikochares, schließlich auf lateinisch auch von Turpilius.

Nach dem Scholion, Aristoph. Frösche v. 53 (Öffnet externen Link in neuem Fenstered. Dübner) wurde das Stück Hypsipyle nach 412 und vor 405 v.Chr. aufgeführt.

Lit. und Ausgaben: Öffnet externen Link in neuem FensterE. Petersen, Euripides' Hypsipyle, Rheinisches Museum, 584-595; C. Robert, Die Jasonsage in der Hypsipyle des Euripides, Hermes 44, 1909, 376-402 (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR); G. Dumézil, Le crime des Lemniennes (Paris 1924); M. Delcourt, Héphaistos ou la légende du magicien (Lüttich 1957); W. Burkert, Jason, Hypsipyle and new fire at Lemnos, Classical Quarterly 20, 1970, 1-16; W. Burkert, Orpheus, Dionysos und die Euneiden in Athen: das Zeugnis von Euripides' Hypsipyle, in: A. Bierl - P. von Möllendorff (Hrsg.), Orchestra. Drama, Mythos, Bühne (Stuttgart - Leipzig 1994) 44-49; F. Jouan - H. van Looy (Hrsg.), Euripide. Tragédies, VIII 3 fragments Sthénébée - Chrysippos (Paris 2002) 155-223.

Darstellungen
Hypsipyle vor Eurydike, rechts dahinter Lykurg, einer der Sieben gegen Theben sowie ihre beiden Söhne Thoas und Euneos; apulische Vase, NM Neapel 606944 (Bild: nach Gerhard Taf. E 10.)

Apulische Vase (Öffnet externen Link in neuem FensterArachne)

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterE. Gerhard, Apulische Vasenbilder des Königlichen Museums zu Berlin (Berlin 1845) Taf. E, 10; ders., Archemoros und die Hesperiden, in: Gesammelte akademische Abhandlungen und kleine Schriften nebst einem der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin verdankten Band Abbildungen, I (Berlin 1866) Taf. I; H. Heydemann, Die Vasensammlung des Museo Nazionale zu Neapel (1872) Kat.-Nr. 1766.

Φαεϑών, Phaeton

Eine Tragödie gleichen Titels ist von Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheodorides überliefert.

Lit.: A. Brigazzi, Il Faetonte e il Bellerofonte di Euripide in un passo di Plutarco, Prometheus 16, 1990, 97-110; Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus - Other Fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 323-367.

Φιλοκτήτης, Philoktet

Teil der Tetralogie mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedeia und dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiktys sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchnitter, welche bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtischen Dionysien im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster431 v.Chr. hinter Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuphorion und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles nur den dritten Platz erreichte.

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus - Other Fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 368-403.

Φοινίσσαι, Phönikierinnen

Lit. und Ausgaben: A. Kirchhoff (Hrsg.), Euripidis tragodiae, I. Hecuba, Orestes, Phoenissae, Medea, Hippolytus, Alcestis, Andromacha, Troades, Rhesus (Berlin 1855) 89 ff.; Euripides, III. Bacchanals, Madness of Hercules, Children of Hercules, Phoenician Maidens, Suppliants, with an english translation by A.S. Way (London - Cambridge 1967) 339 ff.

Übersetzungen: Friedrich Schiller, Thalia, 2. Band, 8. Heft, 1789 (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikisource); Öffnet externen Link in neuem FensterFriedrich Heinrich Bothe, Euripides Werke, I (Mannheim 1823) 369 ff.; Öffnet externen Link in neuem FensterF. Stäger, Euripides - Phönizierinnen (Halle 1827); Öffnet externen Link in neuem FensterGustav Ludwig, Die Phönikerinnen, Euripides Werke, metrisch übersetzt und mit Anmerkungen begleitet, Griechische Dichter in neuen metrischen Uebersetzungen, 1 = 11 (1837); Öffnet externen Link in neuem FensterJohann Adam Hartung, Euripides’ Werke, 5. Phönikerinnen (Leipzig 1849); E. Buschor, Euripides. Sämtliche Tragödien und Fragmente. Griechisch-deutsch. Übersetzt, Bd. 4: Iphigenie im Taurerlande. Helena. Ion. Die Phönikerinnen (München 1972).

weblinks:

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Φοῖνιξ, Phoinix

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 405-421.

Φρίξος, Phrixos (I)

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 423-457.

Φρίξος, Phrixos (II)

Lit.: Chr. Collard - M. Cropp, Euripides fragments. Oedipus-Chrysippus. Other fragments, Loeb Classical Library, 506 (Cambridge - London 2008) 423-457

Χρύσιππος, Chrysippos

Die Tragödie ist die zweite einer Tetralogie aus dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Oinomaos' und den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Phönizierinnen', die 409/10 v.Chr. aufgeführt wurde. Von der Tragödie haben sich nur Fragmente erhalten. Stücke gleichen Titels sind von Öffnet internen Link im aktuellen FensterLykophron und Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiogenes von Sinope (?) überliefert.

Lit.: A. Nauck (Hrsg.), Euripidis tragodiae, III. Perditarum tragoediarum fragmenta (Leipzig 19122) 234-237.