Lage

Google-Maps

Beschreibung

Das Mosaik mit Szenen des Theaters wurde 1797 auf dem Grund des Gutes der Paola an der antiken Via Aurelia gefunden. Die Örtlichkeit liegt innerhalb des antiken kaiserlichen Bezirks von Lorium, welcher eine bevorzugte Residenz der antoninischen Kaiser, namentlich von Marcus Aurelius (Fronto, ad Mart. II 19; III 21; V 22; ad Antoninum I 1,3; de feriis Alsiensibus I 3) und Antoninus Pius (SHA Antoninus I 8; IV 6; XII 6), darstellte.

Das gewöhnlich in das 2. oder frühe 3. Jh.n.Chr. datierte Mosaik bestand ursprünglich aus vierundzwanzig sechseckigen, acht trapezförmigen und zweiundsiebzig rechteckigen Mosaikfeldern: Sie stellen Szenen der Komödie und der Tragödie dar. Leider wurde das Mosaik neben einer sehr starken Restaurierung in Einzelfelder zerschnitten und dadurch der Gesamtkontext zerstört. Die meisten Mosaikfelder gelangten in den Vatikan, wo sie lange Zeit den Fußboden in der Sala delle Muse bildeten. Heute befinden sie sich einige Felder nach einer modernen Restaurierung im Umgang der sog. Momo-Treppe. Weitere Teile des Mosaiks gelangten in das Alte Museum zu Berlin.

Literatur

Aubin Louis Millin, Description d'une mosaïque antique du Musée Pio-Clémentin a Rome représentant des scènes de tragédies (Paris 1829) PI. VI — XXVIII (Öffnet externen Link in neuem FensterArachne)

F. Wieseler, Theatergebäude und Denkmäler des Bühnenwesens bei den Griechen und Römern (Göttingen 1851) 48-50 Taf. VII-VIII (Bayer. Staatsbibl.)

Margarete Bieber, Denkmäler des Theaterwesens (Berlin 1920) 118-120 Taf. LX (archive.org)

RE XIII 2 (Stuttgart 1927) Öffnet externen Link in neuem Fenster1449 s.v. Lorium (Jan Gunning, Hans Philipp)

weblinks:

wikipedia