Jublains, Weihinschrift des Theaters, AE 1991, 1238 (Bild: wikimedia).

Inschriften

Bauinschrift des Orgetorix; AE 1991, 1238; AO: Musée archéologique départemental de Jublains (Öffnet externen Link in neuem FensterEDH):

Im[p(eratore) Caesare]
Dom[itiano Aug(usto?)]
Orgetor[i]x A[cus]-
sri(?) f(ilius) theatr[um u]-
sibus civita[tis]
d(e) s(ua) p(ecunia)

Unter dem Imperator Cäsar Augustus Domitian hat Orgetorix, Sohn des Acusrus (?), das Theater zum Nutzen der Civitas von seinem eigenen Geld (erbauen lassen).

Literatur: J. Blänsdorf, Das römische Theaterwesen der Kaiserzeit im Spiegel der Inschriften, in: J. Fugmann u.a. (Hrsg.), Theater, Theaterpraxis, Theaterkritik im kaiserzeitlichen Rom, Kolloquium anläßlich des 70. Geburtstages von Prof. Dr. Peter Lebrecht Schmidt 24./25. Juli 2003 Universität Konstanz (München/Leipzig 2004)

Abbildungen der Inschrift:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jublains_museum_Orgetorix.JPG

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.ac-creteil.fr/colleges/93/leparcaulnay/eleves/iddvelum/Pages%20WEB/evergetisme.html

Jublains, Grundriss des gallo-römischen Theaters (F. Sear, Roman Theatres, 240 Abb. 198).
Jublains, gallo-römisches Theater (Bild: wikimedia).
Jublains, gallo-römisches Theater (Bild: wikimedia).

Maße

Dm Orchestra (1. Theater): 79 m

Beschreibung

Das Theater liegt an einem leicht abschüssigen Hang. An seiner Stelle gibt es eine Abfolge von Theater - Amphitheater - Theater. Vom ältesten Theater ist allein die Orchestra und die hieran angrenzende Bühnenwand erhalten. Hierüber wurde eine Arena erbaut, von welcher die Außenmauer und nach innen weisende 'Nischen' erhalten sind, die den Schub auf die Außenmauern von der Verfüllung der Zuschauerränge verringern solten. Über diesem Bau wurde das zweite Theater errichtet, von dem im wesentlichen seine hufeisenförmige Umfassungsmauer des Zuschauerraumes bekannt ist: Diese war doppelt und die innere und äußere Mauer waren durch stabilisierende Quermauern miteinander verbunden. Am Fuß dieser Mauern wurden auffällig viele Säulenfragmente und Ziegel gefunden, die auf einen Säulenumgang am oberen Ende der cavea deuten könnten.

Den Zugang zur cavea stellt man sich von außen über die summa cavea vor, von wo aus breite Treppenanlagen bis zum Rand der Orchestra herabführten.

Das erste Theater wird in das 1. Jh. n.Chr. datiert, das zweite nach 150 n.Chr. Diese Abfolge entspricht stark den Verhältnissen in Öffnet internen Link im aktuellen FensterAugst.

Das Theater liegt in einer Blickachse mit dem gegenüber der Stadt gelegenen Heiligtum; hinter dem Scheitel seiner cavea liegt eine Thermenanlage. Alle drei Komplexe nehmen architektonischen Bezug aufeinander.

Literatur

Öffnet externen Link in neuem FensterBulletin Monumental 31, 1865, 37-39 Abb. 

Öffnet externen Link in neuem FensterA. de Caumont, Abécédaire d'archéologie, ère gallo-romain (Caen 1870)   238.

L. Friedländer, Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms, IV (Leipzig 1921 9-10) 253.

A. Grenier, Manuel d’archéologie gallo-romaine, III. L’architecture 2. Ludi et circenses: théâtres, amphithéâtres, cirques (Paris 1958) 964-966.

J.-C. Golvin, L'amphithéâtre romain (1988) 231-235.

U. Niffeler, Römisches Lenzburg: Vicus und Theater, Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa 8 (Brugg 1988) 134.

Ch. Landes u. a. (Hrsg.), Le goût du théâtre à Rome et en Gaule romaine – Katalog der Ausstellung Museum Lattes (Lattes 1989) 59.

P. Ciancio Rossetto – G. Pisani Sartorio (Hrsg.), Teatri greci e romani alle origini del linguaggio rappresentato, I (Rom 1994) 410 Abb.

J. Naveau, Urbanisme et occupation du sol à Jublains, in: J. Naveau (Hrsg.), Recherches sur Jublains (Mayenne) et sur la cité des Diablintes, Documents Archéologiques de l'Ouest (Rennes 1997) 65-111.

R. G. Chase, Ancient Hellenistic and Roman Amphitheatres, Stadiums, and Theatres – the way they look now (Portsmouth, New Hamphshire 2002) 328 Abb. 

F. Sear, Roman Theatres. An Architectural Study. Oxford Monographs in Classical Archaeology (Oxford 2006) 240 Abb. 198.

G. Coulon – J.-C. Golvin, Voyage en Gaule (Arles – Paris 2006) 17 ff. (Rekonstruktion im städtischen Gesamtkontext).

F. Dumasy, Théâtres et amphithéâtres dans les cités de Gaule Romaine: foctions et répartition, in: M.E. Fuchs - B. Dubosson (Hrsg.), Theatra et spectacula. Les grands monuments des jeux dans l'Antiquité, Etudes de Lettres, 288 (Lausanne 2011) 202.

A. Ferdrière, Gallia Lugdunensis. Eine römische Provinz im Herzen Frankreichs (Mainz 2011) 41 Abb. 22.

weblinks:

Bild: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jublains_th%C3%A9%C3%A2tre.JPG

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Jublains_museum_maquette_th%C3%A9%C3%A2tre.JPG

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.jublains.fr/le-theatre.html

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://claude.philip.pagesperso-orange.fr/Pays/france/pages/jublains.htm

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.ac-creteil.fr/colleges/93/leparcaulnay/eleves/iddvelum/Pages%20WEB/evergetisme.html

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