Dichter des 4. Jhs. n.Chr.
Testimonia
Sozomenos, hist. eccl. V 18,1-3:
„ ... Ferner gestattete er (d.i. Kaiser Julian Apostata) ihren Söhnen nicht, die hellenischen Dichter und Schriftsteller zu studieren und die dafür zuständigen Lehrer aufzusuchen. 2. Er ärgerte sich nämlich nicht wenig über Leute wie Apollonarius aus Syrien, der auf Kenntnisse aller Art und auf literarische Gestaltung vorbereitet war, die Kappadokier Basilius und Gregor, denen die zeitgenössischen Rhetoren unterlegen waren, und zahlreiche andere namhafte Gebildete, die teils den Glauben von Nikäa verfochten, teils aus der Häresie des Arius hervorgegangen waren. 3. In der Meinung, ihre Überzeugungskraft stamme nur aus dieser Quelle, erlaubte er also den Christen nicht, sich mit den Bildungsstoffen der Hellenen zu beschäftigen. Da nutzte der genannte Apollinarius zur rechten Zeit sein großes Wissen und seine Begabung, indem er anstelle der homerischen Dichtung die alte Geschichte der Hebräer bis zum Königtum Sauls in Hexametern darstellte und das gesamte Werk in 24 Teile gliederte, wobei jedem Buch einen den griechischen Buchstaben gleichlautenden Namen gab, entsprechend deren zahl und Reihenfolge. 4. Er schuf auch Komödien, die den Lustspielen
Menanders nachempfunden waren, und eiferte der
euripideischen Tragödie und Pindars Lyrik nach. ... ” (Übers. nach G.Ch. Hansen)
Ausgaben und Literatur
R. Cassel - C. Austin, Poetae Comici Graecae, II. Agathenor - Aristonymus (Berlin - New York 1991) 484.
