Akestor war Tragödiendichter und Zeitgenosse des Euripides. Sein Spitzname lautete Σάκας, der ihn als Fremden nach der Bezeichnung des Nomadenstammes der Saken benannte, außerdem wurde er als Mysier bezeichnet. In dieser Eigenschaft wurde er von den Komödiendichtern seiner Zeit verspottet. Über die Gegenstände seiner Dichtungen geht daraus nichts hervor. Er soll aber versucht haben, sich in das athenische Bürgerrecht hineinzudrängen und dies auch durchgesetzt haben. Eupolis verspottet ihn als einen "Parasiten, der noch die Zeichen des Sklaven trägt und wegen eines frechen Scherzes übel behandelt wird". Kratinos d.Ä. kritisiert seine "saloppe, zerfahrene oder langweilige Art zu dichten". In der der Vita des Euripides von Satyros wird festgehalten, dass sich Euripides beklagt habe, mit Dichtern wie Alkestor, Dorilaos, Öffnet internen Link im aktuellen FensterMorsimos und Öffnet internen Link im aktuellen FensterMelanthios auf eine Stufe gestellt worden zu sein.

Testimonia

Suda σ33:

Σάκας: ὄνομα κύριον. τραγῳδίας ποιητής. ...  ̓Αριστοφάνης: νόσον νοσου̂μεν τὴν ἐναντίαν Σάκᾳ. οὕτως ἐκαλει̂το ὁ ̓Ακέστωρ διὰ τὸ ξένος εἰ̂ναι. ὁ αὐτὸς ̓Αριστοφάνης: ὁ μὲν γὰρ ὢν οὐκ ἀστὸς εἰσβιάζεται, ἡμει̂ς δὲ φυλῃ̂ καὶ γένει τιμώμενοι, ἀστοὶ μετ' ἀστω̂ν, οὐ σοβου̂ντος οὐδενὸς ἀνεπτόμεθ' ἐκ τη̂ς πατρίδος.

Sakas: Eigenname. Tragödiendichter. ... Aristophanes: Wir leiden an der gegenteiligen Krankheit von Sakas. Akestor wurde so genannt, weil er ein Fremder war. 

Derselbe Aristophanes: Denn er, obwohl er kein Bürger ist, drängt sich gewaltsam hinein; wir aber, geehrt durch unseren Stamm und unsere Sippe, Bürger unter Bürgern, fliehen aus unserer Heimat, ohne dass uns jemand verfolgt.

Suda ν450:

... ̓Αριστοφάνης. ὁ δὲ Σάκας οὑ̂τος τραγῳδίας ἠ̂ν ποιητής: οὕτω δὲ ἐκαλει̂το διὰ τὸ ξένος εἰ̂ναι. ... ὁ αὐτὸς ̓Αριστοφάνης: ὁ μὲν γὰρ ὢν οὐκ ἀστὸς εἰσβιάζεται ...

Aristophanes: Dieser Sakas, ein Tragödiendichter, wurde so genannt, weil er ein Fremder war. ... Derselbe Aristophanes: Dieser, obwohl er kein Bürger war, drängte sich (in die Bürgerschaft) hinein. ...

Satyros, Βίος Εὐριπίδου (Leben des Euripides) 

Öffnet externen Link in neuem FensterB.P. Grenfell - A.S. Hunt (Hrsg.), The Oxyrhynchus Papyri, IX (London 1912) 159 Nr. 1176 col. XV Fr. 39 Z. 20-34 Öffnet externen Link in neuem FensterTaf. V. Zu Satyros von Kallatis vgl.: Öffnet externen Link in neuem FensterRE II A (Stutgart 1921) 228-235 s.v. Satyros Nr. 16 (Alfred Gudeman) (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikisource)

Aristophanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterWespen 1221

mit Öffnet externen Link in neuem FensterScholion.

Aristophanes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterVögel 31

mit Öffnet externen Link in neuem FensterScholion.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheopomp, Öffnet internen Link im aktuellen FensterTisamenos, Τισάμενος

Öffnet externen Link in neuem Fensterfr. 60 Kock bezeichnet ihn als Mysier.

Metagenes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterὋμηρος ἢ Ἀσκηταί vel Σοφισταί, Homer oder die Übenden oder die Sophisten

in fr. 14 K.-A. (fr. 13 Kock) wird er als Σάκας ὁ Μυσός, d.h. als Mysier bezeichnet.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterEupolis, Öffnet internen Link im aktuellen FensterΚόλακες, Die Schmeichler

Öffnet internen Link im aktuellen Fensterfr. 159 Kock

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKratinos d.Ä, Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeriphoi

fr. 208 Kock.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKratinos d.Ä., Öffnet internen Link im aktuellen FensterKleoboulinai:

in fr. 85 Kock wird die "saloppe, zerfahrene oder langweilige Art zu dichten" kritisiert.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterKallias, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Gefangenen

fr. 13 Kock: ὃν οἱ χοροὶ μισοῦσιν

Ausgaben und Literatur

Öffnet externen Link in neuem FensterF.G. Welcker, Die Griechischen Tragödien, III (Bonn 1841) 1032-1033.

RE I (Stuttgart 1893) 1166–1167 s.v. Akestor (Albert Dieterich)

RE Suppl. IX (Stuttgart 1962) 1895 (Franz Stoessl)

weblinks:

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Werke