Athenischer Komödiendichter des 3. Jhs. v.Chr.

Testimonia

Suda ε 2493:

Ἐπίνικος: καὶ αὐτὸς κωμικός. τῶν δραμάτων αὐτοῦ ἐστιν Ὑποβαλλόμεναι, ὡς ̓Αθήναιος.

„Epinikos: Auch er war ein Komödiendichter. Unter seinen Werken gibt es 'Die Frauen, die ein Kind unterschieben', wie Athenaios sagt."

Eudoc. p. 166.

Literatur und Ausgaben

Öffnet externen Link in neuem FensterA. Meineke, Fragmenta Comicorum Graecorum, I (Berlin 1839) 481.

Öffnet externen Link in neuem FensterA. Meineke, Fragmenta Comicorum Graecorum, IV (Berlin 1841) 505-508.

Öffnet externen Link in neuem FensterTh. Kock, Comicorum Atticorum Fragmenta, III (Leipzig 1888) 330.

RE VI (Stuttgart 1907) 185 s.v. Epinikos Nr. 10 (Georg Kaibel) (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikisource)

R. Kassel - C. Austin, Poetae Comici Graecae, V. Damoxenus-Magnes (Berlin - New York 1986) 174-176

Carlo Scardino, Die Neue Komödie, in: B. Zimmermann - A. Rengakos (Hrsg.), Die Literatur der klassischen und hellenistischen Zeit, Handbuch der griechischen Literatur der Antike, II (München 2014) 1097.

Werke

Mnesiptolemos, Μνησιπτόλεμος

Mnesiptolemos war der Historiker von Antiochos III. (223-187 v.Chr.): Seine Art, den Seleukidenherrscher auch in seinen trivialsten Handlungen zu verherrlichen, wurde in dieser Komödie verspottet. Mnesiptolemos hatte einen Sohn namens Seleukos, welcher in einer Öffnet internen Link im aktuellen FensterInschrift aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterMagnesia am Mäander (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI) als Gesandter der Dionysischen Techniten genannt.

Athenaios X 40 (432b) (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus):

Viele tranken Wein, indem sie ihm Gerstenkörner zustzten, wie Hegesander aus Delphi bemerkt. Epinikos verfasste zum Beispiel, als Mnesiptolemos eine Lesung seiner 'Geschichte' veranstaltet hatte, in dergeschrieben stand, dass Seleukos Gerstenkörner zum Wein gegessen habe, ein Theaterstück 'Mnesiptolemos' und verspottete jenen, benutzte dessen Formulierungen über das Trinken und ließ ihn folgendes sagen:

'Als ich den König Seleukos im Sommer einst
vergnüglich Wein mit Gerste trinken sah,
schrieb ich es auf und machte so dem Volke klar,
dass meine Fähigkeit dies wichtig machen kann,
wenn es auch nur alltäglich oder unbedeutend ist.
'Ich habe alten Thasier-Wein sowie den süßen Honig der
gereizten Biene aus dem Lande der Atthis
in einer Schale aus geformtem Stein total vermischt
und alle Flüssigkeit mit Demeters Erzeugnis überdeckt.
So habe ich den Trank genossen als Erlösung von der Hitze.' (Übers. nach C. Friedrich)"

Ausgaben und Lit.: Hegesander: Öffnet externen Link in neuem FensterRE VII (Stuttgart 1912) 2600-2602 s.v. Hegesandros Nr. 4 (Felix Jacoby) (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikisource). Mnesiptolemos: Öffnet externen Link in neuem FensterRE XV (Stuttgart 1932) 2280 s.v. Mnesiptolemos (Richard Laqueur) (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikisource)

'Frauen, die ein Kind unterschieben', Ὑποβαλλόμεναι

Athenaios XI 36 (469A) (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus)

Athenaios XI (497A) (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus)

Athenaios XI 103 (500f) (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus):

„Epinikios hat in den 'Frauen, die ein Kind unterschieben' eindeutig festgestellt, dass triéres auch eine Art Trinkgefäß ist.” (Übers. C. Friedrich)

Ausgaben und Lit.: