Athen, Dionysos-Theater, Aufnahme des 19. Jhs. mit Teilen der Ausstattung bestehend aus Proedriesesseln und Basen von römischen Kaiserstatuen.

Statuen von Dichtern

Zu neuen Gesetzen der Jahre 340 bis 336 v. Chr., Plutarch, Über 10 Redner = Lykurg 841f:

εσήνεγκε δ κα νόμους:, τν μν περ τν κωμδν, γνα τος Χύτροιςπιτελενϕάμιλλονν τ ϑεάτρ κα τν νικήσαντα εςστυ καταλέγεσϑαι πρότερον οκξόν, ναλαμβάνων τνγνακλελοιπότα: τν δέ, ς χαλκς εκόναςναϑεναι τν ποιητν, Ασχύλου Σοϕοκλέους Εριπίδου, κα τς τραγδίας ατνν κοιν γραψαμένους ϕυλάττειν κα τν τς πόλεως γραμματέα παραναγινώσκειν τοςποκρινομένοις: οκξεναι γρ παρ ατςποκρίνεσϑαι.

„Er (d.h. Lykurg) führte auch Gesetze ein, wie dasjenige über Schauspieler der Komödien, dass der Agon beim Fest der Chytroi (der 3. Tag der Anthesterien) im Theater abzuhalten sei und dass der Sieger bei den städtischen Dionysien niedergeschrieben werde, was vorher nicht erlaubt war. Und so entstand ein außer Gebrauch gekommener Agon von Neuem: den, dass die Bronzestatuen der Dichter, des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos, Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles und Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides aufgestellt, dass ihre Tragödien für die Allgemeinheit aufgeschrieben bewahrt werden sollten und dass der Grammateus der Stadt sie den Schauspielern verliest, die an einem Agon teilnehmen. Und dass man nicht davon abweichen dürfe, wenn man sie aufführt.“

Dion Chrysostomos XXXI (Rede an die Rhodier) 116:

„Nun hörte ich schon einmal jemanden so obenhin sagen, auch in anderen Städten könne man dieses Verfahren beobachten. Und ein anderer erzählte, daß selbst bei den Athenern heutzutage Manches vorkomme, was man nicht zu Unrecht tadele, und zwar nicht nur auf anderen Gebieten, sondern gerade in dem Punkt der öffentlichen Ehrung. So gaben sie dem „Soundso“ den Titel Olympier. Dabei war er nicht einmal ein geborener Athener, sondern ein Phönikier, aber auch nicht aus Tyros oder Sidon, sondern aus einem Dorf oder aus dem Innern des Landes. Obendrein hatte er die Haare an den Armen abrasiert und trug Binden. Einen andern, einen allzu seichten Dichter, der sich auch bei euch einmal produziert hat, stellten sie nicht nur in Erz auf, sondern ausgerechnet auch noch neben Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander. Und wer sich über die Stadt lustig machen will, pflegt die Inschrift auf der Statue des Nikanor anzuführen, der sogar Salamis für Athen gekauft habe.“

Lit.: RE XIII 2 (Stuttgart 1927) 2453 s.v. Lykurgos (Kunst); G.M.A. Richter, The Portraits of the Greeks, I (London 1965) 121-140; L. Giuliani, Bildnis und Botschaft. Hermeneutische Untersuchungen zur Bildniskunst der römischen Republik (Frankfurt a.M. 1986) 138 f.; N. Hackländer, in: K. Stemmer (Hrsg.), Standorte - Kontext und Funktion antiker Skulptur, Ausstellungskatalog Berlin (Berlin 1995) 325; B. Seidensticker, Dichtung und Gesellschaft im 4. Jahrhundert, in: W. Eder (Hrsg.), Die athenische Demokratie im 4. Jahrhundert. Vollendung oder Reform einer Verfassungsreform?, Akten eines Symposiums, Bellagio 3.-7. August 1992 (Stuttgart 1995) 175-198; K. Schefold, Die Bildnisse der antiken Dichter, Redner und Denker (Basel - Stuttgart 1997) 180-185; B. Seidensticker, Wie Tragiker zu Klassikern wurden, in: W.-D. Heilmeyer (Hrsg.), Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin (Berlin 2002) 526-529; E. Stephan, Honoratioren, Griechen, Polisbürger. Kollektive Identitäten innerhalb der Oberschicht des kaiserzeitlichen Kleinasien, Hypomnemata 143 (Göttingen 2002) 241 ff.; Chr. Vorster, in: P.C. Bol (Hrsg.), Die Geschichte der antiken Bildhauerkunst, Klassische Plastik, II (Mainz 2004) 415-418; Chr. Papastamati - von Moock, Menander und die Tragikergruppe, Mitt. DAI Athen 122, 2007, 312-324.

Statuenbasis des Öffnet internen Link im aktuellen FensterThespis, IG III 949; Öffnet externen Link in neuem FensterIG IIÖffnet externen Link in neuem Fenster/III2 4264:

“Thespis“

Die Statuenbasis ist kaiserzeitlich.

Statue des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos:

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPseudo-Plutarch, Leben der zehn Redner 841f

Pausanias I 21,2:

„Die Statue des Aischylos scheint mir viel später gemacht zu sein als sein Tod und das Gemälde, das die Schlacht bei Marathon darstellt. Aischylos erzählte, er sei als Knabe beim Bewachen der Reben auf dem Felde eingeschlafen und Dionysos sei ihm erschienen und habe ihm befohlen, eine Tragödie zu schreiben. Als es Tag wurde, wollte er gehorchen und habe es schon beim Versuch mit Leichtigkeit ausgeführt.”

Athenaios I 34 (19e):

„Ferner errichteten die Athener auch dem Eurykleides ein Standbild unter denen der Zeitgenossen des Aischylos.” (Übers. C. Friedrich)

Zur Statue: P. Zanker, Die Maske des Sokrates (1995) 49 ff.; B. Hintzen-Bohlen, Die Kulturpolitik des Eubulos und des Lykurg – Die Denkmäler und Bauprojekte in Athen zwischen 355 und 322 v. Chr. (Berlin 1997) 29-31; R. Krumeich, Die lykurgische Tragikerweihung, in: Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002 (Mainz 2002) 542 ff.; Ch. Vorster, Die Porträts des 4.Jahrhunderts v. Chr., in P. C. Bol (Hrsg.), Die Geschichte der antiken Bildhauerkunst II, Klassische Plastik (Mainz 2004) 415 ff.; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 65; Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, Mitt DAI Athen 122, 2007, 273-327 Abb. 7-8.

Kommentar: Abgesehen davon ist die Stelle bei Plutarch höchst bedeutsam, weil gewissermaßen die Kanonisierung der drei großen Tragiker festhält. Vom Bronzebild des Aischylos geben lediglich römische Nachahmungen in Form von Porträtbüsten eine Vorstellung.

 

Athen, Dionysos-Theater, Fragment vom Sockel der Statuenbasis des Aischylos (Photo H. R. Goette).

Kaiserzeitliche Statuenbasis des Aischylos, IG II/III2 4265:

“Aischylos“

Statue des Sophokles

Quellen:

Pausanias I 21,1:

εσ δὲ Ἀϑηναίοις εκόνεςν τ ϑεάτρ κα τραγδίας κα κωμδίας ποιητν, α πολλα τνϕανεστέρων: τι μ γρ Μένανδρος, οδεςν ποιητς κωμδίας τνς δόξανκόντων. τραγδίας δ κενται τν ϕανερν Εριπίδης κα Σοϕοκλς.

”In ihrem Theater haben die Athener Statuen von ihren Tragödien- wie auch Komödiendichtern, die meisten von ziemlich unbekannten: Abgesehen von Menander stand dort keiner der berühmt gewordenen Komödiendichter, von den berühmten Tragödiendichtern aber sind dort Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles aufgestellt.”

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPseudo-Plutarch, Leben der zehn Redner 841f

Kommentar: Von der Statue des Sophokles gibt eine römische Marmorkopie im Lateran-Museum (Öffnet externen Link in neuem FensterArachne) eine Vorstellung.

Literatur: Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, Mitt DAI Athen 122, 2007, 312 mit Abb. 7-8.


Statue des Euripides:

Quellen: 
 
Pausanias I 21,1 (siehe oben).

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPseudo-Plutarch, Leben der zehn Redner 841f

Vom Bronzebild des Euripides geben lediglich römische Nachahmungen in Form von Porträtbüsten eine Vorstellung.

Zur Statuengruppe der drei Dichter, die in der östlichen Parodos des Theaters gefunden wurde:

Literatur: R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 166 Anm. 30; Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, Mitt DAI Athen 122, 2007, 312.

Athen, Dionysos-Theater, Teil einer Statuenbasis des Dichters Astydamas (Dörpfeld - Reisch, Abb. 23).

Statuenbasis des jüngeren Astydamas, IG II/III 2 3775 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

“Astydamas“

Kommentar: Ursprünglicher Aufstellungsort war am Abschluss der westlichen Parodos-Mauer zur Orchestra hin.

Hierzu das Zeugnis bei Photios 502,21:

„Du lobst dich selbst, wie einst Astydamas: Nachdem Astydamas, Sohn des Morsimos, im Tragödienwettbewerb als Dichter des «Parthenopaios» gesiegt hatte, wurde ihm von den Athenern gestattet, seine Statue im Theater aufzustellen. Er dichtete das folgende prahlerische Epigramm auf sich selbst: 'Wenn ich doch unter jenen geboren worden wäre oder zugleich mit mir jene, die offenbar die höchste Anerkennung für gefällige Sprache davonzutragen scheinen, wäre ich doch der Wahrheit gemäß, gleichzeitig mit jenen ins Wettrennen startend beurteilt worden; nun aber haben sie einen zeitlichen Vorsprung und werden nicht vom Neid verfolgt.' Wegen der ja doch übertriebenen Prahlerei lehnten jene (Rat der Athener) das Epigramm ab. Und es wurde unter den Komödiendichtern wie auch bei Philemon zum Sprichwort. Es heißt abgekürzt 'Du lobst dich selbst'.“

Diogenes Laertios II 43:

... κα στυδάμαντα πρότερον τν περ Ασχύλον τίμησαν εκόνι χαλκ.

„ ... und dass sie den Astydamas als ersten von denen um Aischylos mit einem Bronzestandbild ehrten.“

IG II 973; IG II/III2 2320 Z. 20-21 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

“… von den Dichtern: Astydamas mit dem Parthenopaios.“

Literatur: Öffnet externen Link in neuem FensterW. Dörpfeld – E. Reisch, Das griechische Theater (Athen 1896) Öffnet externen Link in neuem Fenster72 Abb. 23; E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen, I (Stuttgart 1935) 87 Abb. 77-78; H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 65; H.-R. Götte, Die Basis des Astydamas im sogenannten lykurgischen Dionyos-Theater zu Athen, Antike Kunst 42, 1999, 21-25; H. Froning, Bauformen - Vom Holzgerüst zum Theater in Epidauros, in: S. Moraw - E. Nölle (Hrsg.), Die Geburt des Theaters in der griechischen Antike (Mainz 2002) 51 Abb. 64; A. Samara - Chr. Papastamati-von Moock, Θέατρο του Διονύσου: Πρόταση τμηματικής αποκατάστασης της επίστεψης του αναλήμματος της δυτικής παρόδου και του συναρμοζόμενου σε αυτή βάθρου του δραματικού ποιητή Αστυδάμαντα, in: Πρακτικά 1ου Συνεδρίου Αναστηλώσεων, ΕΤΕΠΑΜ, Θεσσαλονίκη, 14-17 Ιουνίου 2006, 1-15; Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, Mitt DAI Athen 122, 2007, 295; Chr. Papastamati-von Moock - A. Samara, Θέατρο του Διονύσου Ελευθερέως. Το βάθρο του Αστυδάμαντος και χρονολογικά ζητήματα της «Λυκούργειας» φάσης* (The Theatre of Dionysus Eleuthereus: the statue base of Astydamas and chronological issues of the ‘Lycurgan’ phase) in: Κωνσταντίνος Κυριακός (Hrsg.), Το αρχαίο ελληνικό θέατρο και η πρόσληψή του, Πρακτικά του Δ´ Πανελλήνιου Θεατρολογικού Συνεδρίου (Patras 2015) 33-54. (Leitet Herunterladen der Datei einpdf-download)

Athen, Dionysos-Theater, Basis einer Sitzstatue des Menander (Abbildung: Papadakis).

Basis einer Sitzstatue des Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander, IG II 1370; IG II/III2 3777 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

“Menander. Öffnet externen Link in neuem FensterKephisodotos und Timarchos schufen es.“
 
Pausanias I 21,1:

εσ δὲ Ἀϑηναίοις εκόνεςν τ ϑεάτρ κα τραγδίας κα κωμδίας ποιητν, α πολλα τνϕανεστέρων: τι μ γρ Μένανδρος, οδεςν ποιητς κωμδίας τνς δόξανκόντων. τραγδίας δ κενται τν ϕανερν Εριπίδης κα Σοϕοκλς.

„In ihrem Theater haben die Athener Statuen von ihren Tragödien- wie auch Komödiendichtern, die meisten von ziemlich unbekannten: Abgesehen von Menander stand dort keiner der berühmt gewordenen Komödiendichter, von den berühmten Tragödiendichtern aber sind dort Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides und Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles aufgestellt.”

Die Aufstellung der Menander-Statue, der sicherlich ein Beschluss der Volksversammlung vorausgegangen war, wird seine Rehabilitierung in der Herrschaftszeit des Öffnet internen Link im aktuellen FensterDemetrios Poliorketes voraussetzen und möglicherweise erst postum nach seinem Tode 291/90 erfolgt sein.
 
Literatur: R. Papadakis, Ephemeris 1862, 178-180 Abb. 183; Perbanoglu, ebda. 244-247; K. Fittschen, Die Bildnis-Statue des Dichters Menander. Dokumentation der Überlieferung und Rekonstruktion, 250 Jahre Georg-August-Universität Göttingen, Ausstellungskatalog Göttingen (Göttingen 1987) 148-156; K. Fittschen, Zur Rekonstruktion griechischer Dichterstatuen. 1. Teil: Die Statue des Menander, Mitt DAI Athen 106, 1991, 243–279; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in: K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 66 Abb. 20; K. Schefold, Die Bildnisse der antiken Dichter, Redner und Denker (Basel 1997) 218 Abb. 113; I. Schmidt, Hellenistische Statuenbasen, Archäologische Studien, 19 (Frankfurt a.M. 2001) 83-110; H. Seilheimer, Form- und kopienkritische Untersuchungen zum hellenistischen Porträt, Dissertation Universität Saarbrücken (Saarbrücken 2002) 35-38; Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, AM 122, 2007, 277 Abb. 1 Taf. 36-39,1.

Athen, Dionysos-Theater, Basis einer Ehrenstatue des Dichters Dionysios aus Sinope (?) (Abbildung: Papadakis).

Statuenbasis des Dionysios, IG III 951; IG II/III2 4268:

„Dionysios“

Wahrscheinlich handelt es sich um Öffnet internen Link im aktuellen FensterDionysios von Sinope, einen Komödiendichter aus dem 4. Jh. v. Chr., dessen Name in der Öffnet internen Link im aktuellen FensterSiegerliste der Lenäen verzeichnet ist. Daneben gab es aber auch einen jüngeren Komödiendichter namens Öffnet internen Link im aktuellen FensterDionysios und einen Dichter Dionysios aus Athen, der Tragödien und Satyrspiele verfaßte. Hinzuweisen ist dann noch auf Dionysios I., den Tyrannen von Syrakus, der ebenfalls Versuche als Dramatiker machte und immerhin an den Lenäen im Jahre 367 nicht nur teilnahm, sondern mit dem Stück «Hektor» auch gewann und danach angeblich vor lauter Freude gestorben sei.

Literatur: Rhousopoulos, Ephemeris 1862, 224 Taf. 32,2; A. Wilhelm, Urkunden dramatischer Aufführungen in Athen (Wien 1906) 136 Abb.; P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 100 Abb. 41; Der Kleine Pauly, 2 (Stuttgart 1979) 68 s.v. Dionysios Nr. 11 (W. Kraus); K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 66 Abb. 21; R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 591 f. (T. Günther - R. Bielefeld); R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 167 f. Anm. 36.

Statuenbasis des Timostratos, IG II 950; Öffnet externen Link in neuem FensterIG II/III2Öffnet externen Link in neuem Fenster 4267:

“Timostratos“

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTimostratos war ein Komödiendichter des 2. Jhs. v. Chr. Gleichfalls gab es einen tragischen Dichter dieses Namens, der um 350 v. Chr. an den 
Lenäen erfolgreich teilnahm (TrGF I 83).

Literatur: K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 66 Abb. 22; R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 167 Anm. 36.

Athen, Dionysos-Theater, Statuenbasis des Dichters Diomedes (Abbildung: Papadakis).

Statue des Diomedes, Öffnet externen Link in neuem FensterIG II/III2 4257:

“Diomedes …, Demetrios aus Ptelea machte es.“

Diomedes war ein Komödiendichter aus dem 2. Jh. v. Chr. Er erhielt ebenfalls in Epidauros eine Ehrenstatue (IG IV 1146; Öffnet externen Link in neuem FensterPHI). Dieser nahm auch an den Öffnet internen Link im aktuellen FensterRhomaia in Magnesia am Mänder teil, und wurde dort als Pergamener bezeichnet. Ferner wird er in einer delphischen Techniten-Inschrift des Jahres 97/96 v.Chr. aufgeführt (Sylloge3 728 K 34).

Lit.: Rhousopoulos, Ephemeris 1862, 224 Taf. 32,3; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 66 Abb. 27.

Statue des Phanes, IG II 1362; IG II/III2 3778:

“Phanes, Sohn des Deinios, der Chier.“

Lit.: K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 66-67 Abb. 27.

Ehrenstatue des Komödiendichters Philippides, 283/282 v. Chr.: IG II 314; Öffnet externen Link in neuem FensterIG II/III2 657:

„ … Philippides fuhr fort, bei jeder Gelegenheit sein Wohlwollen gegenüber dem Volk zu zeigen und als er im Ausland bei König Lysimachos war, brachte er dem Volk … ein Geschenk von 10.000 attischen Medimnen Weizen. … Und als er unter dem Archon Isaios zum Agonotheten gewählt wurde, folgte er dem Ruf des Volkes freiwillig und bezahlte mit eigenen Mitteln. … allen Athenern für alle Agone, richtete auch als erster einen zusätzlichen Agon für Demeter und Kore ein als Erinnerung an die Freiheit des Demos. Ferner besorgte er auch die anderen Agone und Opfer für die Stadt, und nachdem er all dies aus eigenen Mitteln und unter großen Kosten bezahlt hatte, legte er Rechenschaft gemäß den Gesetzen ab. … hat der Rat beschlosen, daß die Proedroi, die ausgelost worden sind, dem Volk vorzustehen, über dies Dinge bei der ersten gesetzlichen Versammlung verhandeln lassen sollen, wenn die vom Gesetz für die Forderung vorgeschriebenen Tage verstrichen sind, und folgenden Beschluß des Rates dem Volk vorlegen sollen: daß es dem Rat gut erscheint, den Philippides, Sohn des Philokles, aus Kephale wegen seiner Tugend und seines Wohlwollens, das er fortwährend dem Volk von Athen bezeugt, zu loben und ihn mit einem goldenen Kranz gemäß dem Gesetz zu belohnen, und der Kranz soll bei den Dionysien am Agon der Tragödien ausgerufen werden, ferner soll ein ehernes Bild von ihm aufgestellt werden, er selbst und von seinen Nachkommen jeweils der älteste soll im Prytaneion gespeist werden und bei den Agonen, die die Stadt ausrichtet, Proedrie haben. Die Finanzverwalter sollen für die Herstellung des Kranzes und seine Ausrufung sorgen. …“ (Übers. Brodersen - Günther - Schmitt)

Lit.: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 95 Nr. 6; Chr. Habicht, Untersuchungen zur politischen Geschichte Athens im 3. Jahrhundert v. Chr. (München 1979) 32. 98; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, , in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 67; K. Bringmann – H. von Steuben (Hrsg.), Schenkungen hellenistischer Herrscher an griechische Städte und Heiligtümer, I. Zeugnisse und Kommentare (Berlin 1995) 21-25 Nr. 6 mit Übersetzung; K. Brodersen – W. Günther – H.H. Schmitt, Historische griechische Inschriften in Übersetzung, II. Spätklassik und Hellenismus (400-250 v. Chr.), Texte zur Forschung 68 (Darmstadt 1996) 105-107 Nr. 308. Vgl. zu Philippides: I. Gallo, Note a Filippide comico, in: ders., Ricerche sul teatro greco (Neapel 1992) 157-170; Chr. Papastamati-von Moock, Menander und die Tragikergruppe – Neue Forschungen zu den Ehrenmonumenten im Dionysostheater von Athen, Mitt DAI Athen 122, 2007, 301-303.

Statuenbasis des Diodoros von Sinope (?), IG II/III2 648 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

Lit.: Chr. Habicht, Untersuchungen zur politischen Geschichte Athens im 3. Jahrhundert v. Chr. (München 1979) 13 ff.; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in: K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 67; Chr. Papastamati - von Moock, Menander und die Tragikergruppe, Mitt DAI Athen 122, 2007, 310 f.

Siegesinschrift des Kitharöden Nikokles aus Tarent, IG II 1367; IG II/III2 3779 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

Athen, Dionysos-Theater, Inschriftenbasis des Kitharoden Nikokles (Bild: Rousopoulos).

Seite A

 

Νικοκλς | ριστοκλους.

 

im Lorbeerkranz: Πύϑια.
im Lorbeerkranz: Πύϑια.

im Lorberkranz: Πύϑια.
im Olivenkranz: Παναϑναια τ μεγλα.

in Efeukranz: Λναια διϑυρμβωι.

im Lorbeerkranz: Πύϑια.

in Lorbeerkranz: Πύϑια.

im Lorbeerkranz: Πύϑια.

 

Seite B

 

in Kranz: [--]εια.

in Kranz: κατμβοια.

in Fichtenkranz: σϑμια πρτος.

in Kranz: Βασλεια ν Μακεδοναι.

 

Seite C

 

in Eichenkranz (?): Βασλεια ν λεξανδρεαι.

in Kranz: λεια.

in Kranz: Βασλεια.

in Kranz: σκληπιεα.

„Nikokles, Sohn des Aristokleos (Sieger) an den Pythien den Pythien   /   den Pythien an den Großen Panathenäen im Dithyrambos / an den Lenäenan / den […]eien / den Hekatomboia   /      Erster an den Isthmien  / den Basileia in Makedonien / (Sieger) an den Pythien   /          den Pythien     /             den Pythien / den Basileia in Alexandria    /      den Helieia          /         den Basileia   /   den Asklepieia."

Hierzu Pausanias I 37,2 (zur Heiligen Straße in Athen):

προελϑοῦσι δὲ ὀλίγον Λακίου τέμενός ἐστιν ἥρωος καὶ δῆμος ὃν Λακιάδας ὀνομάζουσιν ἀπὸ τούτου, καὶ Νικοκλέους Ταραντίνου ἐστὶ μνῆμα, ὃς ἐπὶ μέγιστον δόξης κιϑαρῳδῶν ἁπάντων ἦλϑεν.

„Geht man ein wenig weiter, so kommt ein Heiligtum des Herois Lakios und der Demos, den man nach ihm Lakiadai nennt. Und das Grabmal des Tarentiners Nikokles ist da, der von allen den höchsten Ruhm als Kitharode erreichte.“

Literatur: Rousopoulos, Ephemeris 1862, 250 f. Taf. 34; E. Reisch, De musicis Graecorum certaminibus (1885) 77; A. Körte, Zu attischen Dionysos-Festen, Rheinisches Museum für Philologie 52, 1897, 168-176, hier 174-176; R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) Taf. 8,2; A. W. Pickard-Cambridge, The Dramatic Festivals of Athens (Oxford 1968; ND 1999) 42; P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 101; H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 70; P. Amandry, Sur les concours argiens, in: Études Argiennes = BCH Supplément VI (Paris 1980) 223 Abb. 10; I.E. Stephanes, Dionysiakoi Texnitai: simboles sten prosopogaphia tou theatrou kai tes mousikes ton archaion Hellenon = Διoνυσιακoί τεχνίται. Συμβoλές στην πρoσωπoγραφία τoυ θεάτρoυ και της μoυσικής των αρχαίων Eλλήνων (Heraklion 1988) 1839 ; D.F. Sutton, Dithyrambographi Graeci (Hildesheim 1989) 100 Nr. 73; K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 68 Abb. 24-26; S. Aneziri, Die Vereine der dionysischen Techniten im Kontext der hellenistischen Gesellschaft, Historia Einzelschriften 163 (Wiesbaden 2003) 53; N. Aspiotes, Prosopographia musica Graeca (Berlin 2006) 259 f. Nr. 1431.

Ehrenstatue des Puppenspielers Eurykleides

Athenaios I 19E:

“Die Athener gaben dem Puppenspieler Potheinos die Bühne, auf der einst die Künstler um Euripides in Begeisterung verfielen. Ferner errichteten sie im Theater auch dem Eurykleides eine Statue mitten zwischen denen der Zeitgenossen des Aischylos.”

Lit.: K. Fittschen, Eine Stadt für Schaulustige und Müßiggänger, in K. Wörrle – P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Vestigia 47 (München 1995) 68-69.

Statuenbasis für Q. Pomponius Capito aus Pergamon, IG III 1, 769; Öffnet externen Link in neuem FensterIG II/III2 3800 (vor 128/129 n. Chr.):


“Der Rat des Areopag und der Rat der 600 und das Volk haben dem Quintus Pomponius Capito, Angehöriger des Collonischen Tribus, Sohn des Quintus, pergamenischer und athenischer Dichter

Lit.: C.
P. Jones, Three Foreigners in Attica, Phoenix 32, 1978, 222-234, hier 222-223; auf Capito wird oftmals eine Stelle bei Dion Chrysostomos XXXI 116 bezogen.

Athen, Dionysos-Theater, Prohedriesessel des Dionysos-Priesters (Photo R. Gogräfe).
Athen, Dionysos-Theater, Prohedriesessel des Apollon-Delios-Priesters (Photo R. Gogräfe).

Inschriften der Proedrie

IG III 1, 240-298.
 
Lit. allgemein: E. Gerhard, Monatsbericht der Königl. Preussischen Akademie, Mai 1862, 281 ff.; Öffnet externen Link in neuem FensterE. Gerhard, Dionysostheater zu Athen, Archäologische Zeitung 20, 1862, 327-329; Koumanoudis, Philostor 3, 1862, 363 f. 458 f.; Pervanoglu, Bull. Inst. 1862, 113 ff.; A.S. Rhousopoulos, Ephemeris 1862, 94-104; Philologus 19, 1863, 358 ff.; Hittorf, RA 1862, 111 f.; Vischer, Neu. Schweiz. Mus. 3, 1863, 14 ff.; Keil, PhilologusSuppl. 2, 1863, 628 ff.; Philologus 23, 1866, 212 ff.; W. Larfeld, Handbuch der griechischen Epigraphik II 1 (Leipzig 1898) Taf. I;
M. Maaß, Die Prohedrie des Dionysostheaters in Athen (München 1972).

Thron des Dionysos-Priesters; IG II2 5022; IG III 240 G II c:

Thron des Zeus-Polieus-Priesters; IG II2 5024; IG III 242 G III d:

Thron des Zeus-Olympios-Priesters; IG II2 5025; IG III 243 G I a:

Thron des Tyechoos-Priesters; IG II2 5026; IG III 244 G III e:

Thron des Priesters der olympischen Nike; IG II2 5027; IG III 245c:

Thron des Dadochos-Priesters; IG II2 5028; IG III 246 G IV a:

Kommentar: Der Dadochos war Fackelträger und höchster Priester im eleusinischen Mysterienkult.

Thron des Priesters des Apollon Pythios; IG II2 5029; IG III 247 G IV b:

Thron des Priesters der Demokratia; IG II2 5029a:

Thron des Priesters des Demos und der Chariten; IG II2 5029a:

Thron des Ptolemaios Euergetes und der Berenike;  IG II2 5029a:

Thron des Hoplitengenerals; IG II2 5030; IG III 248 G v a:

Thron des Keryx; IG II2 5032; IG III 250 G V b:

Thron des Hieromnemonos:

Thron des Priesters und Oberpriesters des Kaisers:

Thron des Hadrianos Eleutheros:

7 Throne von Archonten; IG II2 5036-5042; IG III 254-260:

Thron des Hierokeryx; IG II2 5043; IG III 261 K III e.

Thron des Iakchagos-Priesters; IG II2 5044; IG III 262 M I d:

Thron des Asklepios-Paionos-Priesters:

Thron des Pyrphoros-Priesters:

Thron des Priesters des Demos und der Chariten und der Roma:

Thron des Keryx Panagè:

Thron eines Eupatridenexegeten:

Thron des Piesters der Chariten und der Artemis Epipyrgidia:

Thron des Priesters des Poseidon Phytalmios:

Thron des Apollon-Delios-Priesters; IG II2 5052; IG III 270 F III d:

Thron des Hierophanten; IG II2 5053; IG III 271 F III 3:

Thron des Priesters des Zeus Boulaios und der Athena Boulaia:

Thron des Bouzyges-Priesters des des Zeus im Palladion:

Statuen für politische Persönlichkeiten

Statue des Öffnet externen Link in neuem FensterThemistokles

Erwähnt im Scholion zu Aristeides 46,131 (III 535f. ed. Dindorf, Leipzig 1829; ND Hildesheim 1964).

Literatur: R. Krumeich, Bildnisse griechischer Herrscher und Staatsmänner im 5. Jahrhundert v. Chr. (München 1997) 86 f.; 148 f.; ders., Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 167.

Statue des Öffnet externen Link in neuem FensterMiltiades

Erwähnt im Scholion zu Aristeides 46,131 (III 535f. ed. Dindorf, Leipzig 1829; ND Hildesheim 1964)

Andokides, de mysteriis 3.

Literatur: W. Judeich, Topographie von Athen (München 19312) 314; E. Schwarzenberg, Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in Wien 1972, 10 ff.; H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 91 f.; R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 167.

Statuenbasis für Eteokles, IG II 3, 1368; II2 3845 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

„Eteokles, Sohn des Öffnet externen Link in neuem FensterChremonides, aus Aithalis.“

Kommentar: Besser bekannt als Eteokles ist sein Vater Chremonides als athenischer Politiker des 3. Jhs. v.Chr., welcher den Chreminodeischen Krieg gegen Makedonien begann.

Literatur: R. Krumeich - Chr. Witschel, Hellenistische Statuen in ihrem räumlichen Kontext: das Beispiel der Akropolis und der Agora von Athen, in: A. Matthaei - M. Zimmermann (Hrsg.), Stadtbilder im Hellenismus (Berlin 2009) 188 Anm. 56; 195 Anm. 77.

 

Säulendenkmal den kappadokischen König Öffnet externen Link in neuem FensterAriobarzanes II.; IG III 542; Öffnet externen Link in neuem FensterIG II/III2 3427 (63/62-52/51 v. Chr.)

„Das Volk hat dem König Ariobarzanes Philopator, Sohn des Königs Ariobarzanes Philorhomaios und der Königin Athenais Philostorgos, seinem Wohltäter aufgestellt.“

Literatur: W. Judeich, Topographie von Athen (München 19312) 314; E. R. Fiechter, Das Dionysostheater in Athen III. Einzelheiten der Baugeschichte, Antike griechische Theaterbauten Heft 7 (Stuttgart 1936) 42 f.; H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 80.

Athen, Dionysos-Theater, Ehreninschrift auf der Statuenbasis des C. Iulius Antiochos Epiphanes Philopappos (Bild: Pittakis).

C. Iulius Antiochos Epiphanes Philopappos; IG III 78; IG II/III2 3112 (75/76 und 87/88; Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

„Die Phyle Oinis ehrt, weil er den dionysischen Chor wohl leitete, den Archonten und Agonotheten der Dionysien Öffnet externen Link in neuem FensterGaius Julius Antiochos Epiphanes Philopappos,  von der Phyle Besa, und seiner Wohltaten wegen. Moiragenes übte den Chor ein und Boulon, Sohn des Moiragenes, war Chorege. …“

Kommentar: Es handelt sich um eine Basis mit Ehren-Inschrift für den Enkel des letzten kommagenischen Königs Antiochos IV. und Wohltäter der Stadt Athen. Er erhielt das heute noch sichtbare Öffnet externen Link in neuem FensterGrabdenkmal auf dem Musenhügel der Stadt.

Literatur: K.S. Pittakis, Ephemeris 1862, 221-224 Taf. 32; Öffnet externen Link in neuem FensterTh. Mommsen, Die Dynastie von Kommagene, Mitt DAI Athen 1, 1876, 36-38; P. Graindor, Athènes de Tibère á Trajan (Kairo 1931) 51 mit Abb. 4; D. J. Geagan, The Athenian Constitution after Sulla. Hesperia Supplement 12 (1967) 137; D.E.E. Kleiner, The monument of Philopappos in Athens, Archaeologica, 30 (Rom 1983); D. Geagan, The Serapion Monument and the Quest for Status in Roman Athens, ZPE 85, 1991, 151 f.

Statuenbasis für Hadrian aus dem mittleren Keil des Zuschauerraumes, Öffnet internen Link im aktuellen FensterCIL III 550; IG III 464; IG II/III2 3286.

Vier Statuenbasen für Kaiser Hadrian, jeweils fast gleicher griechischer Text, Öffnet internen Link im aktuellen FensterIG III 466-469; IG II/III2 3287.

Statuenbasis für Öffnet externen Link in neuem FensterHerodes Atticus; IG III 1, 675:

„Rat und Volk den Konsul Tiberius Claudius Atticus Herodes aus Marathon Euergetes (Wohltäter).“

Literatur: W. Judeich, Topographie von Athen (München 19312) 314. Vgl. P. Graindor, Un milliardaire antique, Hérode Atticus et sa famille (Kairo 1930); H.C. Rutledge, Herodes the Great: Citizen of the World, The Classical Journal, 56,3, 1960, 97-109; G.W. Bowerstock, Greek Sophists in the Roman Empire (Oxford 1969); A.J. Papalas, Herodes Atticus: An Essay on Education in the Antonine Age, in: History of Education Quarterly, 21,2, 1981, 171-188; W. Ameling, Herodes Atticus, I-II (Hildesheim 1983); J. Tobin, Herodes Attikos and the city of Athens: patronage and conflict unter the Antonines (Amsterdam 1997); M. Galli, Die Lebenswelt eines Sophisten: Untersuchungen zu den Bauten und Stiftungen des Herodes Atticus (Mainz 2002).

Athen, Dionysos-Theater, Statuenbasis für Marc Aurel (Photo: J. Blänsdorf).

Statuenbasis des Marc Aurel; IG II/III2 3410 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

ΜρκονΑρλιον

Κασαρα Ατοκρ-

τορος ντωννου

υἱόν, τν προστ-

την ϑηναοι.

„Für den Cäsar Marcus Aurelius, den Sohn des Kaisers Antoninus (Pius), den Oberbefehlshaber, (haben) die Athener (aufgestellt)."

Lit.: A.S. Rousopoulos, Ephemeris 1862, 271.

Kopf eines Priesters (Lucius Verus?); NM Athen 356:

Lit.: A. Datsouli-Stavridi, Ρωμαικὰ Πορτραίτα (Athen 1985) 69 f. Taf. 85.

weblink: http://www.agathe.gr/id/agora/report/portrait%20of%20an%20imperial%20priest%202002

Statuenbasis für Claudius Lysiades; IG III 1, 676 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

„Den Claudius Lysiades aus Melitea, Sohn des Fackelträgers (Daduchos) Sospis, Sohn des Fackelträgers Lysiades, Enkel des Fackelträgers Leonidas, Archon Eponymos, haben die Brüder Tiberius Claudius Demostratus und Leonidas gemäß Abstimmung der Stadt (aufgestellt).“

Lit.: RE 13 (Stuttgart 1927) 2529 s. v. Lysiades (Kirchner); J. Bodel (Hrsg.), Epigraphic Evidence: Ancient History from Inscriptions (London 2001) 82 Abb. 3.1.

Choregische Weihgeschenke

Epistyl-Inschrift des Phileriphos; Öffnet externen Link in neuem FensterIG II2 3047; Athen, Dionysostheater NK 315:

Lit.: S. Agelidis, Choregische Weihgeschenke in Griechenland, Contributiones Bonnensis, Reihe III, Bd. 1 (Bonn 2009) 162 Nr. 17 Taf. 2f. 3a.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterEpistyl-Inschrift des Xenokles; IG II2 3073, 307/6 v.Chr.

Athen, Omphalos-Apollon aus dem Dionysos-Theater (Bild: wikimedia).

Statuen für Götter und mythische Personen

Herme ohne Kopf, Öffnet externen Link in neuem FensterIG III 1, 694 (192/93 n. Chr.):

Übersetzung:

“Caius Helvidius Secundus aus Pallene, Archon eponymos.“

Herme ohne Kopf, IG III 1, 710:

Übersetzung:

„Die Amtsgenossen, die (es) von Seiten des Rates des Areopags erbeten haben, stellten für den Archon dessen (Bildnis) auf. Archon eponymos …“

Omphalos-Apoll, Nationalmuseum Athen inv. 45:

Der Name der Statue rührt von dem Omphalos her, der neben ihr im Jahre 1862 im Dionysos-Theater gefunden wurde. Der Gott trägt eine aufwändige Zopffrisur, ein typisches Merkmal klassischer Götterfiguren. Hier handelt es sich um eine kaiserzeitliche Kopie des 2. Jhs. n.Chr. nach einem Bronzevorbild der Jahre 460-450 v.Chr., das dem Bildhauer Öffnet externen Link in neuem FensterKalamis zugeschrieben wird.

Literatur: Öffnet externen Link in neuem FensterTh. Schreiber, Der altattische Krobylos, II. Kallimachos und Pasiteles, Mitt DAI Athen 9, 1884, 239; S. Karusu, Antike Skulpturen, Archäologisches Nationalmuseum, Führer Nr. 23 (Athen 1969) 46 Taf. 24; P. Zanker, Klassizistische Statuen. Studien zur Veränderung des Kunstgeschmacks in der römischen Kaiserzeit (Mainz 1974) 91 Taf. 74,4.

Öffnet externen Link in neuem FensterArachne

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia-Bild

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia

Athen, Dionysos-Theater, Unterteil einer weiblichen Gewandfigur, Muse (?).
Athen, Dionysos-Theater, Unterteil einer weiblichen Gewandfigur, Muse (?).

Zwei kolossale weibliche Gewandfiguren:

Literatur: R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) 16. 33 Abb. 13-14 Taf. 6,1-3; A. W. Pickard-Cambridge, The Theater of Dionysos in Athens (Oxford 1946) Abb. 139-140; H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 57 (Musen); C. Schneider, Die Musengruppe von Milet, Milesische Forschungen, 1 (Mainz 1999) 205; Chr. Papastamati-von Moock, Θέατρο του Διονύσου Ελευθερέως. Tα γλυπτά της ρωμαϊκής σκηνής: χρονολογικά, καλλιτεχνικά και ερμηνευτικά ζητήματα, in: Th. Stephanidou-Tiberiou P. Karanastasi D. Damaskos (Hrsg.), Κλασική παράδοση και νεωτερικά στοιχεία στην πλαστική της ρωμαϊκής Ελλάδας, Πρακτικά Διεθνούς Συνεδρίου Θεσσαλονίκη, 7-9 Μαΐου 2009 (Thessaloniki 2012) 132 ff. Abb. 1-5. (Leitet Herunterladen der Datei einpdf-download)

Unterteil einer weiblichen Kolossalfigur:

Literatur: R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) 33 f. Abb. 15-16 Taf. 7,1; C. Schneider, Die Musengruppe von Milet, Milesische Forschungen, 1 (Mainz 1999) 205.

Oberschenkelpartien einer männlichen Kolossalfigur:

Literatur: R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) Taf. 7,2.

Satyr-Atlant:

Literatur: R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) 9 f. Abb. 1-2.


Athen, Dionysos-Theater, Zottelsilen.

Zottelsilene:

Literatur: R. Herbig, Die Skulpturen vom Bühnenhaus, in: E. R. Fiechter, Das Dionysos-Theater in Athen II. (Antike Theaterbauten Heft 6, Stuttgart 1935) 10-13 Abb. 3-9 Taf. 3-4; Chr. Papastamati-von Moock, Θέατρο του Διονύσου Ελευθερέως. Tα γλυπτά της ρωμαϊκής σκηνής: χρονολογικά, καλλιτεχνικά και ερμηνευτικά ζητήματα, in: Th. Stephanidou-Tiberiou P. Karanastasi D. Damaskos (Hrsg.), Κλασική παράδοση και νεωτερικά στοιχεία στην πλαστική της ρωμαϊκής Ελλάδας, Πρακτικά Διεθνούς Συνεδρίου Θεσσαλονίκη, 7-9 Μαΐου 2009 (Thessaloniki 2012) 140 f. Abb. 9-10. (Leitet Herunterladen der Datei einpdf-download)