Aphrodisias, Panoramabild des Theaters (Photo: J. Leinweber)
Aphrodisias, Theater (Photo: J. Leinweber).
Aphrodisias, Theater (Photo Hof-Barocke).
Aphrodisias, Theater (Photo: J. Leinweber).
Aphrodisias, Theater (Photo: J. Leinweber).
Aphrodisias, Theater (Photo: © D. Osseman).

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Beschreibung

Das griechische Theater lehnt am Hang der Akropolis. Das Bühnengebäude wurde zwischen den Jahren 37-29 v. Chr. durch einen gewissen Zoilos geweiht. Es war griechisch indem es ein Logeion bzw. eine Bühne mit dorischer Ordnung auf einem Proskenion trug. Die Bühnenrückwand ist gerade und nicht wie bei römischen Beispielen in Nischen mit betonter Mitte gegliedert. Die scaenae frons war 2-Stöckig und bestand aus einer ionischen und einer korinthischen Ordnung. Von ihrer Skulpturenausstattung haben sich zahlreiche Reste erhalten. Im Laufe des 1. Jhs. n. Chr. kam der Zuschauerraum hinzu, den man über die seitlichen Parodoi betreten konnte.

Unter Kaiser Antoninus Pius wurde die summa cavea als zweiter und dritter Rang auf Radialkammern ruhend hinzugefügt. Die Orchestra entwickelte sich in mehreren Phasen und ist heute in ihrem Zustand des 2.-3. Jh. n. Chr. sichtbar. Wahrscheinlich sah die Bühne ursprünglich wie ein griechisches Theater aus, nämlich ohne ein pulpitum und mit einer Orchestra, die höher als die heutige lag und direkt an das Bühnengebäude heranreichte. Das pulpitum wurde dann vermutlich im Laufe des 1. Jhs. n. Chr. hinzugefügt. Hierfür spricht die Aufstellung von Ehrenstatuen auf dem griechischen Logeion, da sie gegen eine weitere Nutzung der griechischen Bühne als solcher spricht.

Unter Kaiser Marc Aurel wurde die Orchestra in eine Arena umgebaut, indem man eine Schutzmauer zwischen Zuschauerraum und Orchestra baute. Die siegreichen Gladiatoren konnten über eine Treppe ein Tribunal betreten.

Zu noch späterer Zeit wurde die Arena für Wasserspiele hergerichtet. In den Interkolumnien des Proskenions waren Bühnenbilder angebracht. An der Außenwand des Bühnengebäudes befindet sich die Inschrift eines Senatsbeschlusses republikanischer Zeit.

Literatur

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weblinks:

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