Den zahlreichen in der unten aufgeführten Inschrift festgehaltenen Informationen ist hinzuzufügen, dass die Verehrung Antiochos’ I. im Rahmen eines Kultes an diesem Fest bekannt gemacht werden sollte.

Literatur: Chr. Habicht, Gottmenschentum und griechische Städte. Zetemata 14 (München 1970) 83-85.

Inschrift über die Finanzierung des Festes der Athena-Ilias, OGIS 444:

„ Übereinkunft und Abkommen zwischen den Städten über das Fest. … Kranz als Siegespreis. Die Festprozession ist auch jetzt so wie früher zu veranstalten und durchzuführen. Das Opfer ist so wie früher darzubringen. Die Kühe sind aus der Einnahme von allen Feldern zu kaufen, die von der Göttin verpachtet sind. Man soll der Göttin nach dem überlieferten Gesetz eine weitere Kuh opfern, so wie dem Zeus Polieus und ebenfalls allen Göttern, so wie es gesetzlich niedergelegt ist. Das Salböl sollen auch jetzt die Agonotheten und die Synhedroi zur Verfügung stellen, indem sie es für die künftige Pachteinnahme vorausstellen. Und was die Bühnenagone und die Vorträge betrifft, sollen sie die Agonotheten und die Synhedroi durchführen, indem sie die Kosten für die künftigen Einnahmen vorlegen. Der gymnische und hippische Agon soll bei den Großen Panathenäen stattfinden. Indessen soll man auch bei den Kleinen Panathenäen in gemeinsamer Entscheidung der Agonotheten und Synhedroi soviel wie möglich von der Einnahme reservieren. (weitere Bestimmungen) …“

Literatur: IGRR IV 197; Supplementum Epigraphicum Graecum 4, 661; P. Frisch, Die Inschriften von Ilion. Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien 3 (Bonn 1975) Nr. 10; K. Brodersen – W. Günther – H. H. Schmitt, Historische griechische Inschriften in Übersetzung, III. Der griechische Osten und Rom (250-1 v. Chr.). Texte zur Forschung 71 (Darmstadt 1999) 155-157 Nr. 509.