PANIONION, Poseidon-Heiligtum (Jonien)

Maße

Dm cavea 32 m
Dm orchestra 18,8 m

Beschreibung

Die Reste einer cavea gehören zum Poseidon-Heiligtum, dem politischen Mittelpunkt des ionischen Bundes.

Literatur

Th. Wiegand/H. Schrader, Priene (Berlin 1904) 26.
W. Müller-Wiener, in: G. Kleiner/P. Hommel/M. Müller-Wiener, Panionion und Melle, Jahrbuch des deutschen archäologischen Instituts 23. Ergänzungsheft (Berlin 1967) 28-37 Abb. 11-14.
G. E. Bean, Kleinasien I. Die ägäische Türkei von Pergamon bis Didyma (Stuttgart 1969) 217 f.
P. Ciancio Rossetto – G. Pisani Sartorio (Hrsg.), Teatri greci e romani alle origini del linguaggio rappresentato, III (Rom 1994) 446 Abb.
I. Nielsen, Cultic Theatres and Ritual Drama. A Study in Regional Development and Religious Interchange between East and West in Antiquity, Aarhus Studies in Mediterranean Antiquity 4 (Aarhus 2002) 139 f.

Veranstaltungen

Panionien:

Die Panionien wurden nach Diodor aus Sicherheitsgründen zeitweise in Ephesos abgehalten. Eine Notiz bei Philostrat gibt außerdem an, daß sie auch in Smyrna stattgegefunden haben müssen.

Herodot I 145.

Strabo XIV 1,20 (639):
„Wenn man von der samischen Meerenge bei Mykale Richtung Ephesos schifft, so ist zur Rechten die ephesische Küste, von welcher auch die Samier einen Teil besitzen. Zuerst kommt an der Küste das Panionium, drei Stadien vom Meer, wo die Panionien, das Bundesfest der Ioner, beim helikonischen Poseidon mit Opfern begangen werden.“

Diodor XV 49,1:
“In Ionien pflegten neun Städte eine Bundesversammlung zu halten, die Panionien, wobei sie dabei gemeinsam nach altem Brauch Poseidon große Opfer brachten, an einem abgeschiedenen Ort bei Mykale. Da sie aber später durch Kriege, die in diesen Gegenden entstanden, daran gehindert wurden, die Panionien abzuhalten, verlegten sie das Fest an einen sicheren Ort nahe Ephesos.“

Philostrat, Vita Apollonii IV 5:
„Als er dann nach Smyrna kam, zogen ihm die Ionier entgegen, da sie gerade mit Opfern das Fest der Panionien feierten. Hier las er ein Dekret der Ionier, in welchem er um Teilnahme an ihrem Fest ersucht wurde, und fand darin einen Namen, der nichts weniger als ionisch war. Hatte doch ein gewisswer Lucullus die Resolution unterzeichnet. Er schickte deshalb einen Brief an die versammlung, in welchem er ihr diesen Barbarismus zum Vorwurf machte. Auch einen Fabricius und andere namen dieser Art fand er in dem Dekret.“

Megale Pythia Panionia:

Erwähnt in einer Inschrift aus Didyma, doch bleibt unklar, ob hierzu auch musische Agone gehörten.

A. Rehm, Die Inschriften, Didyma II (Berlin 1958) Nr. 252.
S. Hornblower, Thukydides, the Panionian festival and the Ephesia, Historia 31, 1982, 241-245.

Festspiele zu Ehren Alexanders d. Gr.:

H. Schwingenstein, Die Skulpturenausstattung des griechischen Theatergebäudes. Münchener archäologische Studien 8 (München 1977) 111 f.