Darstellung des Phrynichos auf einer rotfigurigen Vase (Bild: CVA Danemark, Copenhague, fasc. 8 Taf. 349, 1b).

Der Komödiendichter Phrynichos aus Athen ist nicht mit dem Öffnet internen Link im aktuellen Fensterälteren oder dem jüngeren Tragödiendichter oder dem Schauspieler zu verwechseln. Der Komödiendichter Ph. wird der Alten Komödie zugeordnet. Erstmalig trat er im Jahre 429 v.Chr. zeitgleich mit dem Komödiendichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterEupolis auf. In den Siegerlisten der Dionysien steht er drei Plätze hinter Aristophanes und zwei hinter Eupolis. Bei den Lenäen gewann er zweimal den ersten Preis. Von seinen Werken sind heute noch Fragmente erhalten und einige Titel bekannt. Bekannte Athener wie Peisandros, Exekestides, Meton, Nikias und Syrakosios wurden in seinen Komödien vorgeführt.

Testimonia

Siegerliste der Dionysien; IG II2 2325 Z 61.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterSiegerliste der Lenäen; IG II2 2325 Z 124.
Suda φ 763 (Öffnet externen Link in neuem FensterSuda-online)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterΤῶν τῆς ἀρχαίας κωμῳδίας ποιητῶν ὀνόματα καὶ δράματα

Darstellungen

Attisch-rotfigurige Vase des Kleophon-Malers; AO: Kopenhagen Ny-Carlsberg-Museum, Inv. 13817:

Der Krater unbekannter Herkunft aus der Zeit um 425 v.Chr. zeigt auf einer Seite sechs bekränzte männliche Figuren mit griechischen Beischriften, die heute stark verblaßt sind. Eine von ihnen mit frontal dargestelltem Gesicht, ist mit 'ΦΡΥΝΙΧΟΣ' beschriftet, was im allgmeinen auf den attschen Komödiendichter bezogen wird. Die sechs Männer, von denen einer Aulos spielt, sind bei der Darbietung eines Öffnet internen Link im aktuellen Fensterdithyrambischen Chores im Rahmen von Dionysien wiedergegeben. 

Lit.: K. Friis Johansen, Eine Dithyrambos-Aufführung, Danske Videnskabernes Selskag. Copenhagen Arkaeologisk-kunsthistoriske Meddelelser 4, Nr. 2 (Kopenhagen 1959); K. Friis Johansen, Corpus Vasorum Antiquorum, Danemark, Copenhague: Musé National,  fasc. 8 (Kopenhagen 1963) 267 Taf. 347; E. Simon, Ein Anthesterien-Skyphos des Polygnotos, Antike Kunst 6, 1963, 20; J. Beazley, Attic red-figured vases, II (Oxford 19632) 1145 Nr. 35.

Literatur und Ausgaben

Öffnet externen Link in neuem FensterKock, CAF I 369-391.

RE XX (Stuttgart 1941) 918-920 s.v. Phrynichos Nr. 7 (Körte).

R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci (PCG), VII. Menecrates-Xenophon (Berlin 1989) 393-430.

B. Zimmermann (Hrsg.), Handbuch der griechischen Literatur der Antike, I. Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit (München 2011) 749–751.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwikipedia

Werke

Εϕιάλτης, Ephialtes

Lit.:

Κόννος, Konnos.

Der Musiklehrer des Sokrates hieß Konnos, um diesen ging es in der Komödie. Ein gleichnamiges Stück ist von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmeipsias bekannt.

Lit.:

Κρόνος, Kronos.

Lit.:

Κωμασταί, Die Nachtschwärmer.

Ein gleichnamiges Stück ist von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmeipsias bekannt.

Lit.:

Σάτυροι, Satyrn.

Lit.:

Τραγωδοὶ ἢ Απελεύϑεροι, Die Tragödienschauspieler oder Die Freigelassenen.

Athenaios III (115B).

Lit.:

Μονότροπος, Der Einsiedler

Öffnet internen Link im aktuellen Fenster414 v.Chr. dritter Platz bei den städtischen Dionysien hinter dem erstplatzierten Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmeipsias mit dem Stück 'Die Nachtschwärmer' und dem zweitplatzierten Aristophanes mit den 'Vögeln'. Die Titelfigur erinnert an die Hauptperson im Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Dyskolos' des Menander.

Argumentum I Aristoph. Vögel p. 209 11 (Duebner).

Lit.:

Μοῦσαι, Die Musen.

Im Jahre Öffnet internen Link im aktuellen Fenster405 v.Chr. errang Phrynichos mit der Komödie an den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLenäen den zweiten Rang. Wahrscheinlich ging es in dem Stück um einen Dichterwettbewerb, in dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles und Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides gegeneinander antraten.

Argumentum I Aristoph. Frösche p. 273 1 (Duebner).

Lit.:

Μύστης, Die Mystin.

Lit.:

Προάστριαι, Frauen vom Lande. 

Lit.: