Der altrömische Komödiendichter Plautus wurde vor 250 v.Chr. im heutigen Sarsina in der Emilia Romagna geboren und starb 184 v.Chr. Er schrieb ausschließlich Komödien, über deren Echtheit als Erzeugnisse des Plautus schon in der Antike gestritten wurde. 130 Komödien wurden ihm zugeschrieben, das bei Gellius überlieferte Zeugnis des Varro beläßt ihm aber nur 21, so viele, wie tatsächlich unter seinem Namen überliefert sind: Folglich unterschied man zwischen 'plautinischen' Komödien und solchen des Plautus selbst. Vorbilder waren die griechischen Komödien des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAlexis, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilosÖffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon und Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander.

Sein Geschlechtername 'Maccius' könnte mit dem Wort Öffnet internen Link im aktuellen Fenstermaccus zusammenhängen, einer Witzfigur der Öffnet internen Link im aktuellen FensterAtellane.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTestimonia

Öffnet internen Link im aktuellen FensterAusgaben und Literatur

Darstellungen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWerke

Testimonia

Öffnet internen Link im aktuellen FensterCicero, Brutus 60. Öffnet internen Link im aktuellen Fenster73.
Öffnet internen Link im aktuellen FensterCicero, Tusc. I 3.
Gellius I 24,3.
Gellius III 3:

(1) Ich habe mich vollkommen von der Richtigkeit der Behauptung überzeugt, die ich von einigen sich in der Literatur sehr gut auskennenden Männern geschrieben gelesen habe, von Leuten, welche die Stücke des Plautus mehrfach genau und aufmerksam durchgelesen hatten und ganz unverhohlen aussprechen, dass man sich nicht auf die Titelangaben eines Öffnet externen Link in neuem Fenster(L.) Aelius (Stilo Praeconinus), eines (Öffnet externen Link in neuem FensterVolcatius)Sedigitus, eines (Servius) Claudius oder eines Aurelius (Opilius), eines Öffnet internen Link im aktuellen FensterAccius oder (Marcus) Öffnet externen Link in neuem FensterManilius über die sog. zweifelhaften Stücke verlassen solle, sondern dass man allein Plautus selbst zu Rate ziehen dürfe, nur ihn selbst mit seiner Eigentümlichkeit in geistiger Auffassung und im Sprachstil.

(2) Diese Methode in der Beurteilung bediente sich Varro, wie wir sehen werden.

(3)  Denn außer den bei Varro als echt angesehenen 21 Komödien, die er deshalb ganz besonders von den übrigen abhebt, weil man an ihrer Echtheit keinen Zweifel hegte, sondern sie allgemeinem Urteil nach für echt hielt, außer diesen 21 also, wies er auch noch für einige andere deren Echtheit nach wegen deren eigenartigem Zug  und feinem Witz, der auch in diesen Stücken so ganz mit dem Wesen des Plautus verbundenen Ausdrucksweise, und rettete so die schon von anderen in Beschlag genommene Urheberschaft mit Recht für Plautus, wie zum Beispiel die unter dem Namen 'Böotierin' bekannte Komödie, das wir erst neulich lasen.

(4) Denn obwohl sich dieses Stück nicht unter den 21 Genannten befindet und außerdem noch für ein Produkt des Aquilius gehalten wird, so zögerte doch Varro nicht im Geringsten, Plautus für ihren Dichter zu halten. Und jeder andere fleißige Leser des Plautus wird diese Behauptung ebenfalls nicht anzweifeln, ...

(6) Als ich Plautus' 'Nervolaria' las, das ebenfalls unter seine zweifelhaften Stücke gerechnet wird, und Favorin nur folgende wenige Ausdrücke aus dieser Komödie gehört hatte: strattae (Straßenwälzer), scrupipedae (Humpelbeine), strittivillae (Kahlbäuche), sordidae (Schmutzlappen), wurde er in höchstem Maße belustigt durch diese nur aus der Mode gekommenen Ausdrücke, die Anspielungen auf die Laster und Gebrechen den Dirnen enthalten, und rief aus: 'Bei Gott, allein dieser Vers kann uns vollkommen in dem Glauben bestätigen, dass dies ein Stück des Plautus sein muss!'

(7) Als ich selbst neulich erst 'Die Meerenge (fretum)' las, welches der Titel eines Schauspiels ist, das einige dem Plautus absprechen wollen, war ich doch in keinem Augenblick im Zweifel, dass dieses ein Kunstwerk dieses Meisters ist, und zwar ein wirklich ganz Unverfälschtes. ...

(9) Varro führt in seinem ersten Buch 'Über die plautinischen Komödien' des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAccius eigene Worte an: 'Denn weder das Stück 'Kupplerpaar (gemini lenones) noch 'Der Sklavenring (condalium)' noch 'Das alte Brummeisen (anus)' rühren von Maccius Titus (Plautus) her, noch 'Der zweimal Geängstigte (bis compressa)' noch 'Die Böotierin (Boeotia)' ja selbst nicht einmal 'Der Bauerntölpel (ἄγροικος)' und auch nicht 'Der Gesellschaftstod (commorientes)' haben ihn zum Verfasser, sondern diese Stücke sind allesamt von Aquilius. ...

(11) Man nimmt aber allgemein an, dass etwa 130 Komödien des Plautus in Umlauf sind.

(12) Allein der Gelehrte M. Aelius hält davon nur 25 für echt. ...

(14) Allein Varro und mit ihm einige andere berichten, dass er den 'Saturio' und den 'Schuldgefangenen (addictus)' und noch ein drittes Stück, dessen Name mir entfallen ist, in einer Mühle geschrieben habe. Damals habe er den gesamten aus seinen Schauspielen erzielten Gewinn in Warenhandel investiert und sei vollkommen verarmt nach Rom zurückgekehrt; um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hatte er sich bei einem Müller eingemietet, wo er das Mahlzeug von einer sogenannten Handmühle in Betrieb halten mußte."

Gellius XVII 21,47:

„Und nicht lange nachher blühten Cato als Staatsredner und Plautus als Bühnendichter." (Übers. nach F. Weiss)

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHoraz, epistulae II 1, 50-65.
Horaz, epistulae II 1,170-175:

... Aspice, Plautus
quo pacto partis tutetur amantis ephebi,
ut patris attenti, lenonis ut insidiosi,
quantus sit Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossenus edacibus in parasitis,
quam non adstricto percurrat pulpita socco;
gestit enim nummum in loculos demittere, post hoc
securus, cadat an recto stet fabula talo.

Ausgaben

W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I-IV (Stuttgart 1969; Berlin o.J.6).

G. Goetz - F. Schoell (Hrsg.), Plauti Comoediae, I-VII (Leipzig 1893-1896).

F. Leo (Hrsg.), Plauti Comoediae, 2 Bände (Berlin 1895–1896).

W.M. Lindsay (Hrsg.), T. Macci Plauti Comoediae, I-II Oxford 1904–1905).

A. Ernout (Hrsg.), Plaute, I-VII (Paris 1932–1962).

W. Ludwig (Hrsg.), Plautus. Terenz, Antike Komödien, I-II (München 1966).

W. Hofmann - R. Schottländer - L. Seger (Hrsg.), Antike Komödien. Aristophanes, Menander, Plautus, Terenz (Berlin - Weimar 1967).

P. Rau (Hrsg.), Plautus, Lateinisch und deutsch, I-VI (Darmstadt 2007–2009).

W. de Melo (Hrsg.), Plautus I-III,  Loeb Classical Library (Princeton 2011)

Literatur

F.W. Ritschl, Plautus, I-IV (Leipzig 1871–1894) ; F. Skutsch, Plautinisches und Romanisches (Leipzig 1892); F. Leo, Plautinische Forschungen (Berlin 1895; 2. Auflage 1912; ND Darmstadt 1966); RE XIV (Stuttgart 1930) 95-126 s.v. Maccius (Sonnenburg); K. Abel, Die Plautusprologe (Diss. Frankfurt 1955); M. Bieber, The History of the Greek and Roman Theater (Princeton 1961) 150-152; E. Paratore, Plauto (Florenz 1961); G.E. Duckworth, AJPh 85, 1964, 100; G. Maurach, Untersuchungen zum Aufbau plautinischer Lieder, Hypomnemata 10 (1964); J. Blänsdorf, Archaische Gedankengänge in den Komödien des Plautus, Hermes Einzelschriften, 20 (1967); L. Brau, Die Cantica des Plautus (Göttingen 1970); K. Gaiser, Zur Eigenart der römischen Komödie. Plautus und Terenz gegenüber ihren griechischen Vorbildern, in: ANRW  I 2 (Berlin 1972) 1027-1113; E. Lefèvre, Die römische Komödie: Plautus und Terenz, Wege der Forschung, 236 (Darmstadt 1973); J. Blänsdorf, Plautus, in: E. Lefèvre (Hrsg.), Das römische Drama, Grundriss der Literaturgeschichten nach Gattungen (Darmstadt 1978)  135-222; R.C. Beacham, Violence on the street: playing rough in Plautus, in: J. Redmond (Hrsg.), Violence in Drama, Themes in Drama, 13 (Cambridge 1991) 47-.

Darstellungen

Werke

Amphitruo (Amphitryon)

Komödien gleichen Titels sind von Archippos, einem Dichter der Alten Komödie, und von Öffnet internen Link im aktuellen FensterRhinton aus Tarent bekannt.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 7-59; W.B. Sedgwick (Hrsg.), Plautus, Amphitruo, edited with introduction and notes (Manchester 1960); Plautus, Amphitruo, Aulularia, Mostellaria, Übers., Nachw. und Anm. von W. Hofmann (Leipzig 1971).

Argumentum I

„Einstmals verwandelte Zeus sich in Amphitruo,
als dieser mit den Teleboerfeinden führte Krieg,
und lieh sich Alcumena, dessen Frau, auf Zeit.
Mercur mimt unterdessen den Sklaven Sosia,
der auch im Krieg ist: Alcumena erliegt der List.
Der wahre Amphitruo kehrt dann heim mit Sosia,
und beide werden ganz erstaunlich nasgeführt.
Daher ein Streiten, Toben zwischen Mann und Frau,
bis Zeus vom Himmel seine Donnerstimme schickt
und, dass er selbst der Ehebrecher ist, gesteht."

v 50-63

„Erst sag' ich nun den Wunsch, mit dem ich kam,
erzähle euch dann den Stoff der Tragödie.
Wie, eure Stirn gerunzelt, weil es hieß:
Tragödie? Ich bin Gott, ich ändre es gleich:
Dies Stück lass ich nach Wunsch mit gleichem Text
Komödie werden aus Tragödie!
Nun, wollt ihr oder nicht? Ich bin doch dumm,
dass ich als Gott nicht weiß, ihr wollt es gern.
Es ist mir klar, wonach das Herz euch steht:
Ich mische sie euch als ... Tragikomödie!
Denn dass sie ganz und gar Komödie wird,
wo Gott und König spielen, geht nicht an.
Was also? Da ein Sklave auch erscheint,
sei frisch kreiert die Tragikomödie." (Übers. J. Blänsdorf)

v 64-96 (Beschreibung einer Theateraufführung):

nunc hoc me orare a vobis iussit Iuppiter, 
ut conquaestores singula in Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersubsellia         65 
eant per totam caveam spectatoribus, 
si cui favitores delegatos viderint, 
ut is in cavea pignus capiantur togae; 
sive qui ambissint palmam histrionibus 
sive cuiquam artifici, si per scriptas litteras    70 
sive qui ipse ambissit seu per internuntium, 
sive adeo aediles perfidiose cui duint, 
sirempse legem iussit esse Iuppiter, 
quasi magistratum sibi alterive ambiverit. 
virtute dixit vos victores vivere,        75 
non ambitione neque perfidia: qui minus 
eadem histrioni sit lex quae summo viro? 
virtute ambire oportet, non favitoribus. 
sat habet favitorum semper qui recte facit, 
si illis fides est quibus est ea res in manu.     80 
[hoc quoque etiam mihi <pater> in mandatis dedit, 
ut conquaestores fierent histrionibus: 
qui sibi mandasset delegati ut plauderent 
quive quo placeret alter fecisset minus, 
eius ornamenta et corium uti conciderent.
]  85 
mirari nolim vos, quapropter Iuppiter 
nunc histriones curet; ne miremini: 
ipse hanc acturust Iuppiter comoediam. 
quid? admirati estis? quasi vero novom 
nunc proferatur, Iovem facere histrioniam;    90 
etiam, histriones anno cum in proscaenio hic 
Iovem invocarunt, venit, auxilio is fuit. 
praeterea certo prodit in tragoedia. 
hanc fabulam, inquam, hic Iuppiter hodie ipse aget, 
et ego una cum illo. nunc <vos> animum advortite,      95 
dum huius argumentum eloquar comoediae.

 

„An euch nun richtet Zeus den Wunsch:
Kontrollbeamte sollen zu jedem Sitz
Patrouille gehen beim ganzen Publikum,
damit sie Mietclaqueurs erspähen und
die Toga pfänden hier am Ort.
Auch solche, die erschleichen für die Stars
und andre Künstler Prämien durch Betrug
a) selbst, b) brieflich, c) durch Mittelsmann,
auch falls Ädilen ungerecht den Preis
verteilen, sie seien nach Jupiters Befehl
verurteilt wie bei jedem Wahlbetrug.
Er sagt, durch Tugend habt ihr euren Sieg,
nicht durch betrug und Schiebung – also gilt
für Mimen gleiches Recht wie für die Herrn.
Mit Tugend muss man werben, nicht mit Claqueurs!
Genug Claqueurs hat, wer stets Gutes tut,
sofern – den Richtern selbst zu trauen ist.
[Auch dies noch trug mir mein Vater auf,
dass ihr für Mimen Kontrolleure wählt.
Wer Auftrag gab, dass man ihm Beifall klatscht,
Intrigen spinnt, dass andre nicht gefalln:
den sollen sie strafen am Kostüm und seinem Fell!]
Doch seid nicht überrascht, warum sich Zeus
für Mimen intressiert; nein, staunt nur nicht:
denn Zeus agiert hochselbst in diesem Stück.
Wie, wundert’s euch? Als brächten wir was Neu’s,
dass zeus die Schauspielkunst nun hier betreibt.
Auch letztes Jahr, als Mimen riefen:
«Zeus»
auf offner Bühne, kam als Retter er.
Tragödie außerdem ist recht sein Platz!
Dies Stück, sag ich, spielt Jupiter heute selbst
und ich mit ihm zusammen. Nun merkt auf,
wenn ich erzähle der Komödie Stoff." (Übers. J. Blänsdorf)

Sekundärliteratur: Öffnet externen Link in neuem FensterF. Osann, Über den Amphitruo des Plautus, Rheinisches Museum für Philologie 2, 1834, 305-335; J. Genzmer, Der Amphitruo des Plautus und sein griechisches Original, Dissertation Kiel 1956; L.R. Shero, Alcmena and Amphitryon in ancient and modern drama, Trans. and Proceedings of the American Philological Ass. 87, 1956, 192-238; C.D.N. Costa, The Amphitryo-Theme, in: T.H. Dorey - D.R. Dudley (Hrsg.), Roman Drama (New York 1965) 91-122; Ö. Lindberger, The transformations of Amphitryon, Acta Universitatis Stockholm, 1 (Stockholm 1965); K. Büchner, Plautus' Amphitruo und sein Verhältnis zum Amphitryon, in: Studien zur römischen Literatur, 7 (Wiesbaden 1968) 152-207; U. Reinhardt, Amphitryon und Amphitruo, in: Musa Iocosa. Festschrift für A. Thierfelder (Hildesheim - New York 1974) 95-130.

weblink:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Amphitruo_(Plautus)

Testimonia

Öffnet internen Link im aktuellen FensterArnobius, adversus nationes VII 33,3

Darstellungen

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhlyakenvase des Assteas; AO: Vatikan, Museo Gregoriano Etrusco, Inv. 17106.

Asinaria (Eselskomödie)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 61-107; F. Hurka, Die Asinaria des Plautus. Einleitung und Kommentar, Zetemata, 138 (München 2010).

V 1-15

PROLOGUS

Hoc agite sultis, spectatores, nunciam, 
quae quidem mihi atque vobis res vertat bene 
gregique huic et dominis atque conductoribus. 
face nunciam tu, praeco, omnem auritum poplum. 
age nunc reside, cave modo ne gratiis. 
nunc quid processerim huc et quid mihi voluerim 
dicam: ut sciretis nomen huius fabulae; 
nam quod ad argumentum attinet, sane brevest. 
nunc quod me dixi velle vobis dicere, 
dicam: huic nomen graece Onagos fabulae;
Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilus scripsit, Maccus vortit barbare; 
Asinariam volt esse, si per vos licet. 
inest lepos ludusque in hac comoedia, 
ridicula res est. date benigne operam mihi, 
ut vos, ut alias, pariter nunc Mars adiuvet.

„Merkt auf jetzt, ihr Zuschauer, wenn's gefällig ist!
Wie euch, so wünsch' auch mir ich alles Glück hierzu,
Dem Schauspielpersonal, wie den Öffnet internen Link im aktuellen FensterÄdilen auch,
Sowie den Unternehmern der Komödie.
Nun, Herold, setze du dem Völkchen Ohren an!
Gut! Nimm jetzt Platz! Man weiß, du tust nichts ohne Lohn.
Nunmehr erzähl' ich, weshalb ich gekommen bin
Und was ich hier will, dass den namen ihr erfahrt
Von unserm Stück; denn was den Inhalt anbelangt,
Bedarf's kein Wort. Das ist es, was ich sagen will:
Onagos ist auf griechisch unser Stück benannt,
Gedichtet hat es Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos, Maccius übersetzt
In eurer Heimat Sprache: Eselsspiel sei nun
Sein Name, wenn ihr damit einverstanden seid.
An Späßen und an Laune fehlts dem Stücke nicht,
Der Stoff ist recht zum Lachen, steht nur hübsch mir bei!
O möge Mars, wie sonst auch, euer Schirmer sein!" (Übers. W. Binder)

 

Aulularia (Goldtopfkomödie)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, IV (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 109-147; Aulularia. Goldtopf-Komödie, lateinisch/deutsch von H. Rädle (Stuttgart 1978).

Sekundärliteratur: E. Burck, Zur Aulularia des Plautus, Wiener Studien 69, 1956, 265-277; F. Klinger, Über eine Szene der plautinischen Aulularia, Studi Italiani 27/28, 1956, 157-170; W. Ludwig, Aulularia-Probleme, Philologus 105, 1961, 44-71; W. Kraus, Dyskolos und das Original der Aulularia, in: Serta Philologiae Aenipontica (Innsbruck 1962) 185-190.

Bacchides (Die Schwestern Bacchis)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, III (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 149-203.

Vorbild war die Komödie Öffnet internen Link im aktuellen FensterΔς ξαπατν, Der doppelte Betrüger, des Menander.

v 213-217

CHRYS. Non res, sed actor mihi cor odio sauciat.
etiam Epidicum, quam ego fabulam aeque ac me ipsum amo,
nullam aeque invitus specto, si agit Pellio.
sed Bacchis etiam fortis tibi visast? PIST. Rogas?
ni nanctus Venerem essem, hanc Iunonem dicerem.

„Chrysalus: O, nicht der Herr, der Spieler nur, schlägt in das Herz die Wunde mir.
Selbst den Öffnet internen Link im aktuellen FensterEpidicus - ich liebe dieses Stück
Nicht minder als mich selbst - seh ich mit Ekel nur,
Wenn Pellio drin die Rolle spielt. - Doch sprich,
Hälst du die Bacchis nicht auch für ein herrlich Weib?" (Übers. W. Binder)

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Bacchides_(Plautus)

Captivi (Die Gefangenen)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, IV (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 205-249.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Captivi_(Plautus)

Casina

Vorbild war eine griechische Komödie des Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos.

Das Stück spielt in Athen. Casina ist der Name eines jungen Mädchens, das von ihrer Mutter ausgesetzt wurde. Ein Sklave beobachtete sie dabei und bat sie, ihm das Kind auszuhändigen, um es seiner Herrin Cleostrata zu übergeben. Nachdem das Mädchen in der Obhut ihrer Pflegemutter eine junge Frau geworden war, hatten sich sowohl der Mann der Cleostrata namens Lysidamus und sein Sohn namens Euthynicus in Casina verliebt. Lysidamus gelang jedoch keine Annäherung an Casina und so überredete er seinen Gutsverwalter Olympio, bei Cleostrata um die Hand der Casina anzuhalten und versprach ihm obendrein die Freiheit, wenn Olympio seinem Herren das ius primae noctis einräume. Der Sohn Euthynicus kam jedoch hinter diesen Plan und überredete seinen Waffenträger Chalinus, ebenfalls um die Hand der Casina bei seiner Mutter anzuhalten, nicht ohne auch ihm bei Überlassung des ius primae noctis  die Freiheit zu versprechen und obendrein seiner Mutter den Plan ihres Gatten zu offenbaren. In Kenntnis der Pläne ihres Mannes gab Cleostrata ihm zu verstehen, dass Chalinus, der Sklave ihres Sohnes, ihr als Gatte der Casina lieber sei als Olympio, der Gutsverwalter ihres Mannes. Der Grund ihrer Entscheidung blieb Lysidamus aber auch nicht verborgen und so schickte er seinen Sohn auf eine weite Reise außer Hauses.

Da sich zwischen den Kombattanten keine Entscheidung herbeiführen ließ, musste schließlich das Los entscheiden und Cleostrata selbst zog aus einem Topf die Scherbe mit dem Namen des Olympio, des Steigbügelhalters ihres eigenen Mannes. Chalinus bekam bald heraus, dass Olympio und dessen Herr Lysidamus sich das Haus ihres Nachbarn Alcesimus auserkoren hatten, um Casina beizuwohnen. Chalinus erzählte die ganze Sache natürlich seiner Herrin Cleostrata und diese wies ihre Sklavin Pardalisca an, dem Olympio und ihrem Mann zu erzählen, dass sich Casina nur mit einem Schwert bewaffnet zu ihnen begeben wolle. Olympio bat Pardalisca inständig, Casina von ihrem Mordplan abzubringen, was diese auch versprach. Tatsächlich steckten Cleostrata und ihre Nachbarin Myrrhina nun den Chalinus in die Kleider der Casina und dieser ging in der Nacht zu den beiden, die in der Dunkelheit nicht bemerkten, wen sie wirklich vor sich hatten. Beide wurden von Chalinus heftig verprügelt und am Ende stellte sich heraus, dass Casina in Wirklichkeit die Tochter des Alcesimus war, womit einer Heirat mit Euthynicus nichts mehr im Wege stand.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 215-295; W. de Melo (Hrsg.), Plautus II,  Loeb Classical Library, 61 (Cambridge - London 2011) 1-120.

Sekundärliteratur: S. O'Bryhim, The originality of Plautus' Casina, American Journal of Philology 110, 1989, 81-103; B. Williams, Games People Play: Metatheatre as performance critcism in Plautus' Casina, Ramus 22, 1993, 35-59; G.F. Franko, Imagery and names in Plautus' Casina, Classical Journal 95/1, 1999-2000, 1-17; M.L. Way, Violence and performance of class in Plautus' Casina, Helios 27/2,  2000, 187-206.

Cistellaria (Kästchenkomödie)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 297-328; W. de Melo (Hrsg.), Plautus II,  Loeb Classical Library, 61 (Cambridge - London 2011) 121-215; W. Stockert, T. Maccius Plautus - Cistellaria. Einleitung, Text und Kommentar, Zetemata, 143 (München 2012).

lateinischer Text:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.02.0036

Die Komödie 'Cistellaria' geht auf das griechische Vorbild Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Synaristosai' des Menander zurück.

v 199-202:

servate vostros socios, veteres et novos,
augete auxilia vostra iustis legibus,
perdite perduellis, parite laudem et lauream,
ut vobis victi Poeni poenas sufferant.

„Sucht eure Bundesgenossen, alt' und neue, euch
Zu wahren; durch Gerechtigkeit mehrt alles, was
Euch Hilfe schaffen kann; vertilget, was sich euch
Entgegensetzt; erwerbt euch Lob und Ehrenkranz,
Damit von euch der Pöner seine Pön erhält." (Übers. W. Binder)

Literatur: E. Fraenkel, Das Original der Cistellaria des Plautus, Philologus 87, 1932, 117-120; W. Süss, Zur Cistellaria des Plautus, Rheinisches Museum für Philologie 84, 1935, 161-187; ders., Nochmals zur Cistellaria des Plautus, ebda. 87, 1938, 97-141; A. Thiefelder, De Plauti Cistellaria, Studi Urbinati di storia, filosofia e letteratura 35, 1961, 113-117; W. Ludwig, Die plautinische Cistellaria und das Verhältnis von Gott und Handlung bei Menander, in: Entretiens sur l'Antiquitè classique 16 (1970) 43-96; E. Wytek, Ein Cistellariaproblem, Wiener Studien 84, 1971, 110-122; R.F. Hartkamp - F. Hurka (Hrsg.), Studien zu Plautus Cistellaria (Tübingen 2004); W. Stockert, T. Maccius Plautus. Cistellaria. Einleitung, Text und Kommentar, Zetemata, 143 (München 2012).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensteren.wikipedia.org/wiki/Cistellaria

Curculio (Der Kornwurm)

Der Titel des Stückes rührt vom Parasiten Curculio her, der sich überall durchfrißt.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 329-365; W. de Melo (Hrsg.), Plautus II,  Loeb Classical Library, 61 (Cambridge - London 2011) 217-314; J.C.B. Lowe, The Finale of Plautus’ Curculio, Rheinisches Museum 154, 2011, 285 ff.

Epidicus

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, III (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 367-405; W. de Melo (Hrsg.), Plautus II,  Loeb Classical Library, 61 (Cambridge - London 2011) 315-416.

Maenechmi (Die beiden Mänechmi)

Das griechische Vorbild der Komödie wurde unterschiedlich in einem Werk des Poseidippos oder in den Adelphoi des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAlexis gesehen.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I (Stuttgart 1869; Berlin o.J.6) 23-119; W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 407-459; H. Rädle (Hrsg.), Menaechmi, lateinisch/deutsch (Stuttgart 1980); E. Stärk, Die Maenechmi des Plautus und kein griechisches Original (Tübingen 1989); W. de Melo (Hrsg.), Plautus II,  Loeb Classical Library, 61 (Cambridge - London 2011) 417-547.

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Menaechmi

Mercator (Der Handelsherr)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, IV (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 461-513.

weblink:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Mercator_(Plautus)

Miles Gloriosus (Der prahlerische Offizier)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I (Stuttgart 1869; Berlin o.J.5); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 515-587; A.O.F. Lorenz, Ausgewählte Komödien des T. Maccius Plautus, III. Miles Gloriosus (Berlin 18862); P. Rau (Hrsg.), Miles gloriosus. Der glorreiche Hauptmann, lateinisch/deutsch (Stuttgart 1984).

v. 210-212:

apage, non placet profecto mi illaec aedificatio;
nam os columnatum poetae esse indaudivi barbaro
quoi bini custodes semper totis horis occubant.

„Aber sieh, nun baut er: setzt sich eine Säule unters Kinn!
Geh doch! mir mißfällt entschieden eine solche Bauerei;
Denn sein Haupt, heißt's, sützt auf Säulen ein barbarischer Poet,
Dem zwei Wächter angelegt sind ständig und zu jeder Stund." (Übers. P. Rau)

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Miles_Gloriosus_(Plautus)

Zur Haltung des Palaestrio siehe die Darstellung aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterTralles.

Kohlebecken aus Terracotta mit Schauspielermasken: Die vordere zeigt eine häßliche Alte, ähnlich der bei Plautus beschriebenen; Museum Mykonos.

Mostellaria (Gespensterkomödie)

Vorbild war vermutlich die Komödie 'Phasma' des Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon oder des Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I (Stuttgart 1869; Berlin o.J.3); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 589-645; Plautus, Amphitruo, Aulularia, Mostellaria, Übers., Nachw. und Anm. von W. Hofmann (Leipzig 1971).

v 273-279 (Beschreibung einer alten Hetäre):

„Doch jene Vetteln, die beschmiert mit Salben sind,
die dick geschminkten, ausgezehrten ohne Zahn,
die unter Cremes bergen ihres Körpers Schmach;
die riechen, wenn der Schweiß sich mit den Salben mischt,
gerade so, als göß' ein Koch verschiedne Brühen
in ein Gefäß. Man wird nicht schlau, wonach es riecht.
Das eine nur erkennt man, dass es übel riecht.”

Lit.: P. Zanker, Die trunkene Alte (Frankfurt 1989) 39. Maske: FO: Delos; AO: Mykonos, Museum: Öffnet externen Link in neuem FensterJ. Marcadé, Hermès doubles, BCH 76, 1952, 623 Abb. 25; T.B.L. Webster, Monuments illustrating New Comedy, Institute Classical Studies Bulletin Suppl. 11 (London 1961) 59 AV 25 Taf. IIa.

v 770:

TRA: quid? Sarsinatis ecqua est, si Umbram non habes?

„Tranio: Wie? Hast eine du vielleicht
Aus Sarsina, wenn sie nicht aus Schattenweiler (= Umbrien, Schatten) ist?" (Übers. W. Binder)

v 1149-1151:

THEO: Quid ego nunc faciam? TRA: Si amicus Diphilo aut Philemoni es,
dicito eis, quo pacto tuos te servos ludificaverit:
optumas frustrationes dederis in comoediis.

„Theoropides: Was mach ich nun? Tranio: Wenn meine Freunde Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos und Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon,
Erzähl es ihnen, wie dein Knecht
Dich an der Nas' herumgeführt; den schönsten Stoff
Zu einem Lustspiel lieferst du damit."

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Mostellaria_(Plautus)

Sklavenschauspieler auf einem Altar, Terracottafigur Paris, Louvre CA 265 (Bild: wikimedia).
Darstellungen

Am Ende des Stückes bereitete der Hausherr Theopropides für seinen Sklaven Tranio eine schlimme Bestrafung vor, weil sich dieser während der langen Abwesenheit seines Herrn weder angemessen um das Haus noch die Erziehung seines Sohnes gekümmert hatte. Aus Angst setzte sich Tranio auf einen Straßenaltar, um diesen als Asyl zu benutzen (v 1093-1096). Auf diese oder eine ähnliche Szene könnten sich die in zahlreichen Exemplaren erhaltenen Statuetten eines auf dem Altar sitzenden Schauspielersklaven beziehen. Vgl. auch Öffnet internen Link im aktuellen FensterTerenz, Heautontimoroumenos 975.

V 1093-1096

THEO: Quid si igitur ego accersam homines? TR. Factum iam esse oportuit.
ego interim hanc aram occupabo. THEO: Quid ita? TR: Nullam rem sapis.
ne enim illi huc confugere possint, quaestioni quos dabit.
hic ego tibi praesidebo, ne interbitat quaestio.

„Theorupides: Ich will doch lieber erst die Sklaven zum Verhör
annehmen. Tranio: Gut, der Meinung bin ich auch. Indes
Setz' hier auf den Altar ich mich. Theorupides: Wozu denn das?
Du hast doch gar kein Einsehen: dass die Sklaven sich
nicht hierher flüchten, die er zum Verhöre stellt.
Drum führ ich hier den Vorsitz, dass kein nichtiges Verhör stattfinde." (Übers. W. Binder)

Tanagräische (?) Terrakottafigur eines Sklaven auf einem Altar; FO: ?; AO: Paris, Louvre CA 265 (Öffnet externen Link in neuem Fensterwikimedia):

Literatur: Öffnet externen Link in neuem FensterG. Körte, Archäologische Studien zur Alten Komödie, Jahrbuch DAI 8, 1893, 83 Nr. 70; M. Bieber, History of the Greek and Roman Theater (Princeton 1961) 40 Abb. 150; S. Besques, Catalogue raisonné des figurines et reliefs en terre-cuite grecs étrusques et romains, 3. Époques Hellénistique et Romaine, Gréce et Asie Mineure (Paris 1972) 38 C 638 Taf. 46d; T.B.L. Webster, Monuments illustrating old and middle comedy, Bulletin supplement University of London, Institute of Classical Studies, 39  (London 1978) 56 AT 20b; J.Ch. Moretti, Théâtre et société dans la Grèce antique (Paris 2001) 150 Abb. 17; Tanagra. Mythe et archéologie, Katalog der Ausstellung Musée du Louvre, Paris 15 septembre 2003-5 janvier 2004, ... (Paris 2003) 133 Nr. 78.

Attische Terracottafigur wie oben; FO: Piräus (?); AO: London BM 743:

Literatur: H.B. Walters, Catalogue of the Terracottas in the British Museum (London 1903) C 90; D. Burr Thompson, Three centuries of hellenistic terracottas, Hesperia 21, 1952, 141 Taf. 38; R.A. Higgins, Catalogue of the Terracottas in the ... British Museum, I: Greek: 730-330 B.C. (London 1954) 200 Nr. 743 Taf. 98.

Böotische (?) Terracottafigur; FO.: ?; AO: London BM 2143:

Literatur: L. Burn - R. Higgins, Catalogue of Greek terracottas in the British Museum, III (London 2001) 70 Nr. 2143 Taf. 27.

Persa (Die Perser)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Ludwig (Hrsg.), Plautus/Terenz. Antike Komödien, 1 (Darmstadt 1966) 647-695.

Poenulus (Der junge Punier)

Sowohl Öffnet internen Link im aktuellen FensterAlexis als auch Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander schrieben eine Komödie 'Karchedonios', die als Vorbild gedient haben könnte.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, III (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2).

weblinks:

Öffnet externen Link in neuem Fensterde.wikipedia.org/wiki/Poenulus_(Plautus)

PROLOGVS

v 1-5

Achillem Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristarchi mihi commentari lubet:
inde mihi principium capiam, ex ea tragoedia.
'sileteque et tacete atque animum advortite,
audire iubet vos imperator' —  histricus,
bonoque ut animo sedeate in subselliis,

 

„Des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristarch 'Achilles' nachzubilden kommt
Die Lust mich an. Aus diesem seinem Trauerspiel
Wähl’ ich den Eingang mir; verstummt und schweiget still
und wendet euch aufmerksam her; mir euer Ohr
Zu leihn befiehlt euch der Theaterintendant.
Behaglich nehm ein jeder auf den Bänken Platz.“

v 32-39:

matronae tacitae spectent, tacitae rideant,
canora hic voce sua tinnire temperent,
domum sermones fabulandi conferant,
ne et hic viris sint et domi molestiae.
Quodque ad ludorum curatores attinet,
ne palma detur quoiquam artifici iniuria
neve ambitionis causa extrudantur foras,
quo deteriores anteponantur bonis.

„Die Damen mögen still zuschaun, still lachen auch,
Dem Klinklang ihrer hellen Stimmen werde Ruh';
Sie sollen, um zu klatschen, nur nach Hause gehn
Und nicht auch hier den Männern lästig sein wie dort.
Was nun des Spieles Direktoren anbelangt,
So werde keinem Künstler unverdient der Preis,
Auch keiner werd' aus Eifersucht hinweggedrückt,
Noch ziehe den Geringern man dem Bessern vor."

v 40-45

et hoc quoque etiam, quod paene oblitus fui:
dum ludi fiunt, in popinam, pedisequi,
inruptionem facite; nunc dum occasio est,
nunc dum scriblitae aestuant, occurrite.
Haec quae imperata sunt pro imperio histrico,

„Und noch ein Punkt: vergessen hätt’ ich den beinah:
Solang gespielt wird, stürzt ihr, der Bediententross,
Der Küche zu – gar schön ist die Gelegenheit -,
Jetzt, da die Törtchen dampfen, macht euch frisch daran.
Das ist’s, was die Theaterpolizei verlangt, ...“

v 53-58

Carchedonius vocatur haec comoedia,
latine Plautus Patruus Pultiphagonides.
nomen iam habetis. nunc rationes ceteras
accipite; nam argumentum hoc hic censebitur:
locus argumentost suom sibi Öffnet internen Link im aktuellen Fensterproscaenium,
vos iuratores estis. quaeso, operam date.

„Das Lustspiel heiß ursprünglich ‘Karchedonios’,
Plautus hat’s ‚Onkel Breifraß’ im Latein genannt;
Den Namen habt ihr. Nun vernehmt das Weitere:
Den Inhalt unterbreiten euerm Urteil wir:
Der Ort der Handlung stellt sich auf der Bühne dar,
Ihr selbst seid die Geschworenen, darum gebt doch Acht!“ (Übers. nach W. Binder)

Pseudolus (Der Sklave Pseudolus)

Das Stück wurde erstmals im Jahre 191 v.Chr. aufgeführt.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, III (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2).

Öffnet internen Link im aktuellen FensterCicero, de senectute XIV 50.

Rudens (Das Seil)

Ausgaben und Übersetzungen: E. Geppert, Rudens: Eine Comödie des Plautus, lateinisch und deutsch (Berlin 1846) (Öffnet externen Link in neuem Fenstergoogle-Buch); W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, IV (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2).

Stichus (Der Sklave Stichus)

Die Komödie 'Stichus' geht auf das griechische Vorbild Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Adelphoi' des Menander zurück. Das Stück wurde an den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLudi Plebeii im Jahre 200 v.Chr. erstmals aufgeführt.

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, III (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); H. Petersmann, T. Maccius Plautus: Stichus. Einleitung, Text, Kommentar (Heidelberg 1973); G. Vogt-Spira, Stichus oder ein Parasit wird Hauptperson, in: E. Lefèvre - E. Stärk - G. Vogt-Spira (Hrsg.), Plautus barbarus. Sechs Kapitel zur Originalität des Plautus (Tübingen 1991) 163-174; W.M. Owens, Plautus' Stichus and the political crisis of 200 B.C., American Journal of Philology 121, 2000, 385-407; J. Henderson, Plautus, V. Loeb Classical Library, 328 (London 2013) 1-105.

Didascalia:

T. Macci Plauti Stichus.
Graeca Adelphoe Menandru.
acta ludis plebeis
Cn. Baebio C. Terentio aed. pl.
egit
T. Publilius Pellio.
modulatus est
Marcipor Oppii
tibiis Sarrans totam.
C. Sulpicio C. Aurelio cos.

„Stichus von Titus Maccius Plautus. Griechisch: Menanders Adelphoe. Aufgeführt an den Ludi Plebeii unter den plebeiischen Öffnet internen Link im aktuellen FensterÄdilen Gnäus Bäbius und Gaius Terentius. T. Publilius Pellio hat es auf die Bühne gebracht. Die musikalische Begeleitung hat Marcipor, Sklave des Oppius, mit Sarranischen Flöten zur Gänze besorgt. Unter den Konsuln Öffnet externen Link in neuem FensterGaius Sulpicius und Gaius Aurelius (Cotta).”

Trinummus (Der Dreigroschentag)

Vorbild war eine Komödie des Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon. Vers 990 ist für die Datierung der Uraufführung wichtig, weil dort die Strafe durch die neu ins Amt gekommenen Öffnet internen Link im aktuellen FensterÄdilen angedroht wird: Die Ädilen traten im März ihr Amt an und kurz danach fanden in Rom die Öffnet internen Link im aktuellen Fensterludi Megalenses zu Ehren der kleinasiatischen Göttermutter statt, wo man demzufolge die Uraufführung annimmt. Bei diesen Feiern fanden erst ab dem Jahre 194 v.Chr. ludi scaenici statt. Ein weiter herabführender terminus post quem wird in der Erwähnung syrischer Sklaven in Zeile 542 gesehen, deren Auftauchen in Rom erst nach dem Krieg gegen den Seleukiden Öffnet externen Link in neuem FensterAntiochos III. 191 v.Chr. denkbar sei; noch weiter nach 189/88 führe die Erwähnung eines census herab, mit dem auf die Amtszeit der Zensoren Öffnet externen Link in neuem FensterMarcus Claudius Marcellus und Öffnet externen Link in neuem FensterTitus Quinctius Flamininus angespielt sein könne.

Ausgaben und Übersetzungen: Öffnet externen Link in neuem FensterC.E. Geppert, Der Trinummus des Plautus (Berlin 1844); W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, I (Stuttgart 1869; Berlin o.J.5); Öffnet externen Link in neuem Fenstered. Morris, London - Boston 1898;  J. Henderson, Plautus, V. Loeb Classical Library, 328 (London 2013) 107-249.

v 989-990

SYC. Enim vero serio, quoniam advenis—
vapulabis meo arbitratu et novorum aedilium.

„Sykophant: Nun denn, weil du hier
So spät dich eingefunden hast, wirst du auf mein
Geheiß und das der neuen Öffnet internen Link im aktuellen FensterÄdiln abgepeitscht." (Übers. W. Binder)

Truculentus (Der Grobian)

Ausgaben und Übersetzungen: W. Binder (Hrsg.), Titus Maccius Plautus. Lustspiele, deutsch, II (Stuttgart 1869; Berlin o.J.2); W. Hofmann (Hrsg.), Plautus, Truculentus (Darmstadt 2001); J. Henderson, Plautus, V. Loeb Classical Library, 328 (London 2013) 251-383.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterCicero, de senectute XIV 50.

Vidularia

Lit. und Ausgaben: F. Leo, De Plauti Vidularia commentatio (Göttingen 1894-95); R. Schenk, O Plautove Vidularii (Prag 1899-1900); T. Birt, Laus und Entlausung: Ein Beitrag zu Lucius und Martial, Rheinisches Museum 71, 1916, 270-277; K. Dér, Vidularia: outlines of a reconstruction, Classical Quarterly 37, 1987, 432-443; R. Calderan, Vidularia: Introduzione, testo critico a commento (Urbino 2004); J. Henderson, Plautus, V. Loeb Classical Library, 328 (London 2013) 385-415.

weblink:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://de.wikipedia.org/wiki/Vidularia