Timotheos von Milet wurde um 446 v. Chr. in Öffnet internen Link im aktuellen FensterMilet geboren. Er war Musiker und Dichter von Öffnet internen Link im aktuellen FensterDithyramben und galt als Vertreter einer „Neuen Musik“, um emotionalere und dramatischere Wirkungen zu erzielen. Durch die Hinzufügung einer weiteren Saite der Lyra setzte er sich der harschen Kritik traditionsbewusster Spartaner und Athener aus. Die Komödiendichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterAntiphanes in der Komödie Öffnet internen Link im aktuellen FensterKaineus, Öffnet internen Link im aktuellen FensterAnaxandrides in Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Hässliche, Öffnet internen Link im aktuellen FensterPherekrates im Öffnet internen Link im aktuellen FensterChiron und wohl auch Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos in der Öffnet internen Link im aktuellen FensterSynoris machten ihn zum Ziel ihres Spottes. Dies konnte seinen nachhaltigen Ruhm aber nicht verhindern: Noch in der römischen Kaiserzeit fanden bei den Isthmien Veranstaltungen statt, die seiner Kunst gewidmet waren und in welcher Themison aus Milet von seiner Heimatstadt eine Ehreninschrift gesetzt bekam.

Sein bekanntestes Werk ist die um 410–407 v. Chr. entstandene Dichtung „Die Perser“ (Πέρσαι), die durch Fragmente bei Plutarch und einen Papyrus überliefert ist, der 1902 bei deutschen Ausgrabungen in Abusir entdeckt wurde (Papyrus Berlin P 9875). Seine letzten Jahre verbrachte er am Hof des Archelaos I. in Makedonien.

Testimonia

Literatur

Öffnet externen Link in neuem FensterU. von Wilamowitz-Moellendorff (Hrsg.), Timotheus. Die Perser. Aus einem Papyrus von Abusir (Leipzig 1903).

Öffnet externen Link in neuem FensterT. Bergk, Poetae lyrici graeci, 3. Poetas melicos continens (Leipzig 18824) 619-626.

Öffnet externen Link in neuem FensterT. Reinach - M. Croiset, Revue des etudes grecques 16, 1903, 62-83. Öffnet externen Link in neuem Fenster323-348.

Öffnet externen Link in neuem FensterS. Sudhaus, Zu den Persern des Timotheos, Rheinisches Öffnet externen Link in neuem FensterMuseum 58, 1903, 481-499.

Öffnet externen Link in neuem FensterV. Strazzulla, Persiani di Eschilo ed il nomo di Timoteo (1904).

H.L. Ebeling, The Persians of Timotheos, American Journal of Philology 46, 1925, 317-331. (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR)

RE 12 (Stuttgart 1937) 1331-1337 s.v. Timotheos Nr. 9 (P. Maaß).

O. Hansen, On the Date and Place of the First Performance of Timotheus' Persae, Philologus128, 1984, 135-138.

T.H. Janssen, Timotheus Persae. A Commentary (Amsterdam 1984).

C.V. Palisca – N. Kovaleff Baker – B. Russano Hanning, Musical humanism and its legacy: essays in honor of Claude V. Palisca (1992) 37.

D.A. Campbell, Greek Lyric, V (Cambridge 1993).

B. Hutzfeld, Das Bild der Perser in der griechischen Dichtung des 5. vorchristlichen Jahrhunderts (Wiesbaden 1999).

I. Huber, Der Perser-Nomos des Timotheos. Zwischen Unterhaltungsliteratur und politischer Propaganda. in: M. Schuol - Udo Hartmann - Andreas Luther (Hrsg.), Grenzüberschreitungen: Formen des Kontakts zwischen Orient und Okzident im Altertum, Oriens et Occidens, 3 (Stuttgart 2001) 169-195.

J.H. Hordern, The Fragments of Timotheus of Miletus (Oxford 2002).

Werke