Ausgewählte Daten

536-533 v. Chr.

Aufführung der ersten Tragödie durch Öffnet internen Link im aktuellen FensterThespis aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterIkaria mit ihm als einzigem Schauspieler.

Quellen:

Drakon von Öffnet externen Link in neuem FensterLampsakos, Scholion des Hermogenes (hrsg. von H. Raabe, Aus Rhetoren-Handschriften, Rheinisches Museum für Philologie 63, 1908, 150; TrGF I 1 Thespis T 1,2).

Öffnet externen Link in neuem FensterMarmor Parium (abgefaßt um 260 v. Chr.) IG XII 5,444 A 43 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI).

ϕ’ ο Θσπις ποιητς [πεκρνα]το πρτος, ς δδαξε [δρ][μα ν στ[ει, κα ϑλον ϑη [τ]ργος, τη ΗΗ

((Achtung: technische Probleme im Datensatz zu 536-533 v.Chr., diese sind unvollständig))

486 v. Chr.

Erste Aufführung einer Komödie, bei welcher Öffnet internen Link im aktuellen FensterChionides siegte.

Die Siegerliste vom Südhang der Akroplis  IG II/III2 2325 II Col. 1, 41 ist hierbei unvollständig:

„ Während Telesinos Archont war, fand erstmals eine Komödie statt […] der Knabenchöre […] war Chorege […] der Männerchöre […] war Chorege […] im Agon der Komöden […] war Chorege […] Chionides war (siegreicher) Didaskalos …“, kann aber durch eine Notiz bei

Suidas s. v. Χιονιδης:

„Athener, Komödiendichter der Alten Kommödie, der auch als der Erste der alten Komödiendichter angesehen wird, gab seine Aufführung im 8. Jahr vor den Persern.“

und Aristoteles ∨ ∨ ergänzt werden.

Literatur: R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci (1983) IV Chionides T 1; P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 22-25; H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 8 f.

484 v. Chr.

Erster Sieg des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos im Tragödienwettbewerb.

Die Siegerliste vom Südhang der Akroplis  IG II/III2 2325 I col. I 1. nennt Aischylos und kann durch eine Partie im Marmor Parium ep. 50 ergänzt werden:

„Während des Archontats des Philokrates […] der Knabenchöre […] war Chorege […] der Männerchöre […] war Chorege […] im Agon der Komöden […] war Chorege […] war (siegreicher) Didaskalos (d.h. Übungsleiter) […] im Agon der Tragöden […] Aischylos (siegreicher) Didaskalos.“

Literatur: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 9.

472 v.Chr.

Sieg des Aischylos mit der Tragödie »Öffnet externen Link in neuem FensterDie Perser«.

468 v.Chr.

Erste Teilnahme und erster Sieg des Öffnet externen Link in neuem FensterSophokles.

Plutarch, Kimon 8:

„Zu seinem Ruhme bestellten sie auch das berühmt gewordene Gericht über die tragischen Dichter. Denn als Sophokles, noch jung, sich zum ersten Male an der Tragödienkonkurrenz beteiligte und beim Publikum sich Spannung und Parteiungen gebildet hatten, da bestimmte der Archon Apsephion die Kampfrichter nicht durch Los, sondern als Kimon und seine Mitfeldherren ins Theater kamen und dem Gott die hergebrachten Trankopfer darbrachten, ließ er sie nicht gehen, sondern verteidigte sie und nötigte sie, sich niederzusetzen und das Urteil zu sprechen, alle zehn, je einer von jeder Phyle. So wurde der Wetteifer auch durch das Ansehen der Kampfrichter zu höchster Leistung angespornt, und als Sophokles den Preis erhielt, betrübte und kränkte dies Aischylos schwer, so wird berichtet, und er blieb nicht mehr lange in Athen, sondern reiste voll Zorn nach Sizilien, wo er auch gestorben ist und bei Gela begraben liegt." (Übers. K. Ziegler)

467 v. Chr.

Sieg des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos mit der Thebanischen Tetralogie.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHyp. Aisch. Sept.

„ Während Theagenides Archon war, (Sieger) der Dichter Aischylos mit dem Schauspiel »Öffnet internen Link im aktuellen FensterLaios«, mit dem Schauspiel »Öffnet internen Link im aktuellen FensterÖdipus«, mit dem Schauspiel »Öffnet internen Link im aktuellen FensterSieben gegen Theben« und dem Satyrspiel »Öffnet internen Link im aktuellen FensterSphinx«, zweiter war Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristias mit den Stücken seines Vaters Öffnet internen Link im aktuellen FensterPratinas, nämlich dem Schauspiel »Perser«, dem Schauspiel »Tantalos«, dem Satyrspiel »Palaistai« (Ringer), dritter war Polyphrasmon“.

Pap. Oxy. 2256 (Öffnet externen Link in neuem FensterPOxy Oxyrhynchus Online)

Lit.: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 85. 153; R. Krumeich – N. Pechstein – B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel. Texte zur Forschung 72 (Darmstadt 1999) 74-75. 189; E. Pöhlmann, Die Anfänge der Tragödie und Komödie in Athen, in: S. Moraw - E. Nölle (Hrsg.), Die Geburt des Theaters in der griechischen Antike (Mainz 2002) 21 ff.

463 v. Chr.

Sieg des Aischylos mit der Tragödie »Die Schutzflehenden«.

Hyp. Aisch. Supl.:

ἐπὶ α[
ἐνίκα [Αἰ]σχύλο[ς
Δαν[αΐ]σι, Ἀμυ[μώνῃ
δεύτ[ε]ρ[ο[ς Σοφοκλῆ[ς, τρίτος
Μέσατος ...

„Unter dem Archontat des A[rchedemides] siegte Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster ['Schutzflehenden', den 'Ägyptern'], den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Danaiden' und dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Amymone'. Zweiter war Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles. Dritter war Öffnet internen Link im aktuellen FensterMesatos  ... ”

Lit.: E. Lobel - C.H. Roberts - E.P. Wegener, POxy 20, 1952, 30-31; J.A. Davison, Ox. Pap. 2256, Fr. 3, CR 67, 1953, 144; A. Lesky, Die Datierung der Hiketiden und der Tragiker Mesatos, Hermes 82, 1954, 1-13; H.J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 154.

458 v. Chr.

IG II/III2 2318, col. II b,41-51, sog. „fasti“ (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

„Während des Archontats des Philokles waren siegreich: die Phyle Oineis im Agon der Knabenchöre, Demodoros war Chorege, die Phyle Hippothontis im Agon der Männerchöre, Euktemon aus dem Demos Eleusis war Chorege, im Agon der Komödien war Eurykleides (siegreicher) Chorege, Euphronios (siegreicher) Didaskalos, im Agon der Tragödien Öffnet internen Link im aktuellen FensterXenokles aus dem Demos Aphidna (siegreicher) Chorege, Öffnet internen Link im aktuellen FensterAischylos (siegreicher) Didaskalos.“

Lit.: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 5. 13.

455 v. Chr.

Aufführung der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Peliaden' des Euripides, die weiteren Stücke der Tetralogie sind unbekannt.

449 v. Chr.

Erstmals Sieg und Preis für einen tragischen Schauspieler, den Herakleides.

IG II/III2 2325 Col. I p:

„Der tragischen Schauspieler: Herakleides …“

Literatur: A. Wilhelm, Urkunden dramatischer Aufführungen in Athen (Wien 1906) 9; H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 164 V A 2.

Ca. 443 v.Chr.

»Öffnet externen Link in neuem FensterAntigone« des Öffnet externen Link in neuem FensterSophokles.

438 v. Chr.

Erster Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles, zweiter Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides mit der Tetralogie aus den 'Kreterinnen', dem 'Alkmaion in Psophis', 'Telephos' und der 'Alkestis'. Der Drittplatzierte ist unbekannt.

Scholia in Euripides Alcestin, Hypothesis Aristoph.:

Τὸ δρᾶμα ἐποιήϑη ιζʹ. ἐδιδάχϑη ἐπὶ Γλαυκίνου ἄρχοντος ὀλυμπιάδος πέ ἔτει δευτέρῳ. πρῶτος ἦν Σοϕοκλῆς, δεύτερος Εὐριπίδης Κρήσσαις, Ἀλκμαίωνι τῷ διὰ Ψωϕῖδος, Τηλέϕῳ, Ἀλκήστιδι --- τὸ δὲ δρᾶμα κωμικωτέραν ἔχει τὴν καταστροϕήν. Ἡ σκηνὴ τοῦ δράματος ὑπόκειται ἐν Φεραῖς μιᾷ πόλει τῆς Θετταλίας. ... προλογίζει ὁ Ἀπόλλων. Εἰσιδ.---- ἐχορήγει.

„Das Drama ist als Siebzehntes verfasst worden. Es wurde unter dem Archonten Glaukinos im zweiten Jahr der 85. Olympiade ausgeführt. Erster war Sophokles, zweiter Euripides mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Kreterinnen', dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkmaion in Psophis', dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Telephos', der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alkestis' ---- das Drama hat einen eher komischen Ausgang. Die Bühne des Dramas spielt in Pherai, eine Stadt in Thessalien. .... Den Prolog spricht Apollon. Es gibt ---- Öffnet internen Link im aktuellen FensterChoregen.“

431 v. Chr.

Erster Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuphorion, zweiter des Öffnet internen Link im aktuellen FensterSophokles, dritter des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides mit der Tragödie »Medeia«.

Quelle:

Scholia in Euripidem, Hyp. Öffnet externen Link in neuem FensterAristoph.:

ἐδιδάχϑη ἐπὶ Πυϑοδώρου ἄρχοντος ὀλυμπιάδος πζʹ ἔτει πρώτῳ. πρῶτος Εὐϕορίων, δεύτερος Σοϕοκλῆς, τρίτος Εὐριπίδης Μηδείᾳ, Φιλοκτήτῃ, Δίκτυϊ, Θερισταῖς σατύροις. οὐ σώζεται. 

„Es wurde aufgeführt unter dem Archonten Pythodoros im 1. Jahr der 87 Olympiade (= 431 v.Chr.), erster war Euphorion, zweiter Sophokles, dritter Euripides mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedeia, dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhiloktet, dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiktys (und) dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchnitter. Es ist nicht erhalten.“

Lit.: C.W. Müller, Der Sieg des Euphorion, die Zurücksetzung des Sophokles und die Niederlage des Euripides im Tragödienagon des Jahres 431, Rheinisches Museum für Philologie 145, 2002, 61–67. (Öffnet externen Link in neuem Fensterpdf-Dokument)

428 v. Chr.

Erster Platz des Euripides mit der Tragödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster»Hippolytos«.

Quelle:

Hyp. Eur. Hippolytos:

ριστοϕάνους γραμμάτικον πόϑησις
σκην το δράματος πόκειται ν Τροιζνι. διδάχϑη π παμείνονος ρχοντος λυμπιάδι πζʹ, τει δʹ. πρτος Εριπίδης, δεύτερος οϕν, τρίτος ων. στι δ οτος ππόλυτος δεύτερος κα στεϕανίας προσαγορευόμενος. μϕαίνεται δ στερος γεγραμμένος·τ γρ πρεπς κα κατηγορίας ξιον ν τούτ διώρϑωται τ δράματι. τ δ δρμα τν πρώτων.

„Die Bühne des Dramas liegt in Troizen. Es wurde unter dem Archonten Epaminondas im 4. Jahr der 87. Olympiade aufgeführt. Erster war Euripides, zweiter Öffnet externen Link in neuem FensterIophon, dritter Öffnet internen Link im aktuellen FensterIon. Dies war der zweite Hippolytos, welcher „Der Bekränzte" genannt wird. Es ist bekannt, dass er später geschrieben wurde: Das Unziemliche und das, was der Verurteilung wert ist, ist in diesem Drama verbessert worden. Das Drama gehört zu den besten."

Lit.: E. Schwartz, Scholia in Euripidem, II (Berlin 1891; ND 1966) 2,8; Öffnet externen Link in neuem FensterRE 6 (Stuttgart 1909) 1255 f.; 1266 s.v. Euripides (Dieterich); W.S. Barrett (Hrsg.), Euripides Hippolytos (Oxford 1964); H.J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 87 (III A 1,87). 155; M.R. Halleran, Euripides Hippolytos (Warminster 1995) 62; K. Matthiessen, Die Tragödien des Euripides, Zetemata, 114 (München 2002) 77 ff.

425 v.Chr.

Bei den Lenäen siegte Aristophanes mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Acharnern', Öffnet internen Link im aktuellen FensterKratinos mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Männern im Sturm' wurde zweiter, Öffnet internen Link im aktuellen FensterEupolis mit dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Neumondsfest' dritter.

424 v.Chr.

Bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLenäen siegte Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristophanes mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Rittern' zweiter Öffnet internen Link im aktuellen FensterKratinos mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Satyrn', dritter Aristomenes mit den 'Holzträgern'.

423 v. Chr.

Erster Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterKratinos mit der Komödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Pytine' (Weinflasche), zweiter Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmeispsias mit dem Stück Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Konnos', dritter Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristophanes mit der Komödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Wolken'.

421 v. Chr.

wurde die Komödie «Öffnet externen Link in neuem FensterFrieden» des Öffnet externen Link in neuem FensterAristophanes aufgeführt und erhielt den zweiten Platz.

Hypothes. III Aristophanes Είρ. p. 96,48C:

„Es siegte im Drama der Dichter unter dem Archonten Alkaios bei den Dionysien: erster wurde Öffnet internen Link im aktuellen FensterEupolis mit dem «Schmeichler», zweiter Aristophanes mit «Frieden», dritter Leukon mit den «Fratres». Das Drama spielte der Schauspieler Apollodoros.“

Literatur: Öffnet externen Link in neuem FensterA. Körte, Zu attischen Dionysos-Festen, Rheinisches Museum für Philologie 52, 1897, 172-174; H.J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 157.

Vgl. zu Eupolis: Lukian, Fischer 26-27:

„Denn das ist nun einmal die Art des großen Haufens, sie hören nichts lieber als Spotten und Satirisieren, zumal wenn es über die Dinge geht, die insgeheim für die Ehrwürdigsten gehalten werden. Gerade wie sie schon vor alten Zeiten eine so große Freude daran hatten, als ein Aristophanes und ein Eupolis unsern Sokrates auf die Bühne brachten und in gewissen abgeschmackten Komödien dem öffentlichen Gelächter preisgaben. Und gleichwohl nahmen sich jene Komödiendichter diese Freiheit nur gegen einen einzigen Mann heraus, und das an den Dionysien, wo dergleichen Possenspiele geduldet wurden, weil man sie für ein Zubehör des Festes hielt und Dionysos selbst als ein Freund vom Lachen vielleicht Gefallen daran hat.“

Zu einer Porträtherme des Eupolis aus Athen: R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 165 Anm. 27.

415 v. Chr.

Aelian, var. hist. II 8 (Öffnet externen Link in neuem FensterPerseus):

κατ τν πρώτην κα νενηκοστν λυμπιάδα, καϑ ν νίκα ξαίνετος ὁ Ἀκραγαντνος στάδιον, ντηγωνίσαντο λλήλοις Ξενοκλς κα Εριπίδης. κα πρτός γε ν Ξενοκλς, στις ποτ οτός στιν, Οδίποδι κα Λυκάονι κα Βάκχαις κα ϑάμαντι Σατυρικ. τούτου δεύτερος Εριπίδης νλεξάνδρ κα Παλαμήδει κα Τρωσ κα Σισύϕ Σατυρικ. γελοον δὲ῾ο γάρ᾿Ξενοκλέα μν νικν, Εριπίδην δ ττσϑαι, κα τατα τοιούτοις δράμασι. τν δύο τοίνυν τὸ ἕτερον: ἢ ἀνόητοισαν ο τς ψήϕου κύριοι καὶ ἀμαϑες κα πόρρω κρίσεωςρϑς, ἢ ἐδεκάσϑησαν. τοπον δὲ ἑκάτερον καὶ Ἀϑηναίωνκισταξιον .

„In der 91. Olympiade, als Exainetos von Akragas im Stadionlauf siegte, lagen Öffnet internen Link im aktuellen FensterXenokles und Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides miteinander im Wettstreit. Und erster war Xenokles mit den Stücken Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Ödipus' und Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Lykaon' und den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Bacchen' sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Athamas'. Zweiter war Euripides mit Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Alexandros' und Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Palamedes' und den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Troerinnen' sowie dem Satyrspiel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Sisyphos'. Es ist schon witzig, dass Xenokles siegte, Euripides aber geschlagen wurde, und das in derartigen Dramen. Es gibt eine von zwei Möglichkeiten: entweder waren die für die Entscheidung verantwortlichen Herrschaften ohne Verstand und ungebildet und fern eines korrekten Urteilsvermögens, oder sie waren bestochen. Jede der Möglichkeiten ist nicht am Platze und der Athener unwürdig.”

414 v. Chr.

Städtische Dionysien: Erster Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmeipsias, zweiter Platz des Aristophanes mit der Komödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster»Die Vögel«, dritter Platz für Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhrynichos.

Aristophanes, Vögel argumentum I:

Ἐδιδάχϑη ἐπὶ Χαβρίου διὰ Καλλιστράτου ἐν ἄστει, ὃς ἦν δεύτερος τοῖς Ὄρνισι, πρῶτος Ἀμειψίας Κωμασταῖς, τρίτος Φρύνιχος Μονοτρόπῳ.

„Es wurde unter dem Archontat des Chabrias von Kallistratos an den Städtischen (Dionysien) aufgeführt, der mit den ‚Vögeln’ Zweiter wurde, erster Ameipsias mit den Öffnet internen Link im aktuellen FensterKomasten, dritter Phrynichos mit dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterMonotropos.“

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterF. Duebner, Scholia graeca in Aristophanem (Paris 1842) 209 I Z. 9-11; R. Kassel - C. Austin, Poetae comici graeci, II. Agathenor - Aristonymos (Berlin 1991) 203; Öffnet externen Link in neuem FensterChr. Brockmann, Aristophanes und die Freiheit der Komödie. Untersuchungen zu den frühen Stücken unter besonderer Berücksichtigung der Acharner (München - Leipzig 2003) 202 ff.

411 v. Chr. (?)

Aufführung von Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristophanes' Komödie »Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Thesmophoriazusen«.

405 v. Chr. 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterStädtische Dionysien: Erster Platz des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEuripides mit der postumen Aufführung der Tragödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Iphigenie in Aulis'.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterLenäen: Erster Öffnet internen Link im aktuellen FensterAristophanes mit den Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Fröschen', zweiter  Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhrynichos mit der Komödie Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Die Musen', dritter Öffnet internen Link im aktuellen FensterPlato mit dem Öffnet internen Link im aktuellen Fenster'Kleophon'..

Aristophanes, Frösche argumentum I:

ἐδιδάχϑη ἐπὶ Καλλίου τοῦ μετὰ Ἀντιγένη διὰ Φιλωνίδου εἰς Λήναια. πρῶτος ἦν δεύτερος Φρύνιχος Μούσαις Πλάτων τρίτος Κλεοϕῶντι. οὕτω δὲ ἐϑαυμάσϑη τὸ δρᾶμα διὰ τὴν ἐν αὐτῷ παράβασιν, ὥστε καὶ ἀνεδιδάχϑη, ὥς ϕησι Δικαίαρχος.

„Das Stück wurde unter dem Archontat des Kallias, der nach Antigenes Archon war, durch Philonides bei den Lenäen aufgeführt, zweiter war Phrynichos mit den ‚Musen’, Platon war dritter mit dem ‚Kleophon’.“

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterDuebner p. 273.

405 v. Chr. (?)

Städtische Dionysien: Erster Platz des Euripides mit der postumen Aufführung der Tragödie »Die Bakchen« (Öffnet externen Link in neuem Fenstergriechischer Text).

388 v. Chr.

Aufführung bei nicht genanntem Fest vom

zweiten Öffnet internen Link im aktuellen FensterPlutos des Aristophanes, den Lakoniern des Öffnet internen Link im aktuellen FensterNikochares, dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterAdmetos des Aristomenes, dem Öffnet internen Link im aktuellen FensterAdonis des Nikophon und der Öffnet internen Link im aktuellen FensterPasiphae des Alkaios:

Aristophanes, Plutos, hyp. IV:

Ἐδιδάχϑη ἐπὶ ἄρχοντος Ἀντιπάτρου, ἀνταγιζομένου αὐτῳ Νικοχάρους μὲν Λάκωσιν, Ἀριστομένους δὲ Ἀδμήτῳ, Νικοϕῶντος δὲ Ἀδώνιδι, Ἀλκαίου δὲ Πασιϕάῃ, τελευταίαν δὲ διδάξας τὴν κωμῳδίαν ταύτην ἐπὶ τῷ ἰδίῳ ὀνόματι, καὶ τὸν ὑιὸν αὑτοῦ συστῆσαι Ἀραρότᾳ δι’αὐτῆς τοῖς ϑεαταῖς βουλόμενος τὰ ὑπόλοιπα δύοδι’ἐκείνου καϑῆκε, Κώκαλον καὶ Αἰλοσίκωνα.

Lit.: Öffnet externen Link in neuem FensterDübner, Scholia Graeca in Aristophanem 323.

Seit 386 v. Chr.

fanden Wiederaufführungen der „Alten Tragödien“ statt.

Quellen:
“Fasti“, Siegerliste der Tragödiendichter bei den Dionysien, IG II2 2318 col. VIII 201-202:

„Unter Theodotos führten die Tragödienschauspieler zum ersten Mal wieder ein „Altes Drama" auf.“

Vgl. Plato 700a.

Literatur: A. Wessels, Die Didaskalien der Jahre 341 bis 339 v. Chr., in: Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002 (Mainz 2002) 531 f.

364 v. Chr.

Bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLenäen wurde der Tragödiendichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterNikomachos Dritter.

Quellen:

Öffnet internen Link im aktuellen FensterSEG XXVI 203.

363 v. Chr.

Bei den Öffnet internen Link im aktuellen FensterLenäen wurde der Tragödiendichter Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheodorides Zweiter, Öffnet internen Link im aktuellen FensterKleainetos Dritter.

Quellen:

Öffnet internen Link im aktuellen FensterSEG XXVI 203.

362 v. Chr.

Quellen:

341 v.Chr.

Dritter Platz des Aphareus bei den Städtischen Dionysien mit einer Trilogie aus den 'Peliaden', Orestes' und 'Auge'.

Seit 339 v. Chr. Wiederaufführungen der „Alten Komödie“.

“Fasti“, Siegerliste der Tragödiendichter bei den Dionysien, IG II/III2 2318 col. XII 316-318:

„Unter Theophrastos führten die Komödienschauspieler als erstes wieder das „Alte Drama" auf.“

Literatur: A. Wessels, Die Didaskalien der Jahre 341 bis 339 v. Chr., in: Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002 (Mainz 2002) 531 f.

316/15 v. Chr. Erster Sieg des Komödiendichters Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander.

Marmor Parium:

ϕ' ο Κσσανδρος ες Μακεδοναν κατλϑεν, κα Θβαι οκσϑησαν, κα λυμπις τελετησεν, κα Κασσνδρεια κτσϑη, κα γαϑοκλς Συρακουσσ[τυρννευσεν, τη/ΗΙΙ, ρχοντος ϑνησι Δημοκλεδ[ου]· νκα δ κα Μνανδρος κωμοιδοποις ϑνησιν ττε πρτον.

„Seitdem Kassander in Makedonien einmarschierte und sie wieder in Theben siedelten und Olympias starb und Kassandreia gegründet wurde und Agathokles aus Syrakus Tyrann wurde sind es 52 Jahre, als in Athen Damokleides Archont war und der Komödiendichter Menander zum ersten Mal in Athen siegte.“

weblink zum Marmor Parium:
http://www.hs-augsburg.de/MarmorParium/mar_pari.html#B

Literatur: M. K. Krispi – A. Wilhelm, Ein neues Bruchstück der Parischen Marmorchronik, Athener Mitteilungen 22, 1897, 188. 200 f.; R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci, VI 2. Menander. Testimonia et fragmenta apud scriptores servata (Berlin - New York 1998) 19 Nr. 48.

312 v.Chr. Sieg des Menander mit der Komödie 'Heniochos' bei den Dionysien:

IG II2 2323,36:

 

Literatur: R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci, VI 2. Menander. Testimonia et fragmenta apud scriptores servata (Berlin - New York 1998) 19 Nr. 51.

262 v.Chr.

SEG XXVI 208 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

[———————— ]ς̣
[———— ] δ[εύτ]ε
[—— ]όδημος τρί
[ἐπὶ Ἀλ]κιβιάδου ἄρχον  
[ἀγων]οϑέτης Νικοκλῆς
[παλ]αιᾶι κωμωιδίαι
[Καλ]λίας ἐνίκα
[Μισα]νϑρώποις Διφι
[Διοσκ]ουρίδης δευ
[Φάσμ]α̣τι Μενάνδρ
[——— ]ς̣ τρί Πτωχε
̑ Φιλ
[σατύροι]ς παλαιοῖς
[——— ]ος ἐνίκ Ἑρμεῖ [Ἀστυ]
[———— ] δ̣εύ Ἀτλαν[τ — — —]
[——— τρί] Μαϑητ̣[αῖς(?) — — —]
[παλαιᾶι τρα]γ[ωιδίαι]
           -------
[————— τρί] Φυλ[— —]
[————— Μεν]εκρ
[παλαιᾶι τρ]α̣γωιδίαι
[———— ἐ]νίκα
[————— Σ]οφο
[————— δ]εύ Ἰξί[ονι — — —]
[———— τρί Οἰ]δίπ[οδι — — —]

„ ... unter dem Archontat des Alkibiades, Agonothet war Nikokles, Kallias siegte in der Disziplin der 'Alten Komödien' mit den 'Misanthropen' des Öffnet internen Link im aktuellen FensterDiphilos, Dioskurides mit dem 'Öffnet internen Link im aktuellen FensterGespenst' des Öffnet internen Link im aktuellen FensterMenander war zweiter, ... dritter mit der 'Ptoche' (Die arme Frau) des Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhilemon. In der Disziplin der 'Alten Satyrspiele' siegte mit dem 'Hermes' des Astydamas ... zweiter war mit dem 'Atlas' ... dritter mit den 'Mathetai'. In der Disziplin der 'Alten Tragödien' ... ---- ... Menekrates ... in der Disziplin der 'Alten Tragödien' ... siegte ... des Sophokles ... zweiter mit dem Stück 'Ixion' ... dritter mit dem 'Ödipus' ..."

Die in der Inschrift aufgeführten Sieger scheinen bei den Lenäen aufgetreten zu sein, weil in dieser Zeit bei den Städtischen Dionysien nur je 1 Tragödie aufgeführt wurde. Kallias und Dioskurides sind Schauspieler gewesen. Ein zwei Generationen jüngerer Schauspieler, ebenfalls mit Namen Dioskurides, siegte um 190 v.Chr. bei den Lenäen (IG II2 2325,178); eine weiterer, wiederum zwei Generationen jünger, ist ebenfalls bekannt, stammte aus der attischen Deme Sypalettios und war Sohn eines Menander (J. Sundwall, Nachträge zur Prosopo-graphia Attica, Öfversigt af Finska Vetenskaps-Societetens förhandlingar (Helsingfors 1910) 64; Öffnet externen Link in neuem FensterJ. Kirchner, Prosopographia Attica, II (Berlin 1903) 68 Nr. 9886; Öffnet externen Link in neuem FensterJ.B. O'Connor, Chapter in the History of Actors and Acting in ancient Greece together with a prosopgraphia histrionum graecorum (Princeton 1908) 93 Nr. 158). Ein Satyrspiel mit dem Titel 'Atlas' ist möglicherweise auch auf einem Papyrus belegt, ein Stück 'Mathetai' ist sonst unbekannt.

Literatur: B.D. Merritt, Greek Inscriptions, Hesperia 7, 1938, 116 f. Zum Archontat des Alkibiades: ders., Mid-third-century athenian Archons, Hesperia 50, 1981, 94; R. Krumeich - N. Pechstein - B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel, Texte zur Forschung, 72 (Darmstadt 1999) 624 f.

ca. 193 v.Chr.

IG II2 2323,129:

Wiederaufführung des 'Frauenhassers' (Misogynes) des Menander.

167 v. Chr.

IG II2 2323,206:

Erneute Wiederaufführung des 'Gespensts' (Phasma) des Menander.

97 n. Chr.

Plutarch, Tischgespräche I (quaestiones Convivales I; moralia 628a):

„Da einst Serapion wegen des Sieges, den der von ihm angeordnete Chor des leontinischen Stammes gewonnen hatte, ein Gastmahl gab, wurde auch ich als aufgenommenes Mitglied dieses Stammes eingeladen. Die Unterhaltungen, die wir über die Tische führten, waren alle von dem Feste des Tages hergenommen. Denn jeder hatte sich bei dem Wettstreit aufs äußerste angestrengt, weil alles dabei von Philopappos als König (d.i. Archon Basileus) des Festes sehr schön und prachtvoll angeordnet war, auch die Kosten für alle Stämme bezahlt worden waren. Er selbst war bei dem Gastmahl zugegen, …“